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Fütterung und Gesundheit
Schlundverstopfung beim Pferd
Schlundverstopfungen kommen bei Pferden sehr häufig vor. Bei dieser Krankheit bleibt ein Fremdkörper, meist in Form eines Futterklumpens, in der Speiseröhre des Pferdes stecken. Es handelt es sich dabei immer um einen akuten Notfall, der sofort durch einen Tierarzt behandelt werden muss. Was ist eine Schlundverstopfung?  Leidet dein Pferd unter einer Schlundverstopfung, bleiben Futterbissen in seiner Speiseröhre stecken. Diese können sich, gegen aller Bemühen deines Pferdes, weder vor- noch zurückbewegen. Generell transportiert die Speiseröhre deines Pferdes den aufgenommenen Futterbrei mithilfe von wellenartigen Kontraktionen in den Magen. Steckt ein Fremdkörper in der Speiseröhre fest, setzen die Kontraktionen weiter fort. Dieser natürliche Mechanismus löst jedoch nicht die Blockade, sondern führt dazu, dass sich die Muskeln an der Verstopfungsstelle weiter zusammenziehen. Bei deinem Pferd führt dies zu einer Art Würgehusten, der es ihm ebenfalls nicht ermöglicht, den Futterklumpen zu lösen. Nach ca. 30 Minuten schwillt die Schleimhaut so stark an, dass sich der Durchgang weiter verschmälert.   Im Allgemeinen sprechen Tierärzte von 3 typischen Stellen für eine Schlundverstopfung: Direkt hinter dem Kehlkopf, am Eingang des Brustkorbs und an der Stelle, an der die Speiseröhre durch das Zwerchfell tritt. Befindet sich der Futterklumpen im hinteren Teil der Speiseröhre, kommt es vor, dass das Pferd erst einmal weiter frisst. So sammelt sich immer mehr Futter in der Speiseröhre an. Im schlimmsten Fall gelangen Futterstücke in die Luge deines Pferdes. Eine tödliche Lungenentzündung kann dann die Folge sein. Eine Schlundverstopfung bei deinem Pferd erkennen Typische Symptome für eine Schlundverstopfung sind: Plötzliches Stoppen der Futteraufnahme Auftreten eines starken Würgehustens Nasenausfluss mit Futterbeimengungen Der Kopf wird vermehrt Richtung Boden gesenkt Eventuell Schwellungen am Hals Vermehrtes Speicheln Starkes Schwitzen und Panik Welche Ursachen hat eine Schlundverstopfung beim Pferd?  Man unterscheidet 2 Arten von Schlundverstopfungen: Die primäre und die sekundäre Schlundverstopfung. Beide haben unterschiedliche Ursachen: Primäre Schlundverstopfungen werden durch eine falsche Fütterung bzw. fehlerhafte Nahrungsaufnahme ausgelöst. Die Ursachen hierfür sind dann nicht (ausreichend) eingeweichtes Futter oder unzureichend gekaute Apfel-, Möhren-, oder weitere Obst- und Gemüsestücke, die in der Speiseröhre deines Pferdes stecken bleiben. Auch klein geschnittenes Obst und Gemüse kann die Ursache sein. Besonders quellfähige Futtermittel sind oft die Ursache einer Schlundverstopfung. Der aufgenommene Nahrungsbrei passiert die Speiseröhre deines Pferdes normalerweise innerhalb von 10-15 Sekunden. Ist quellfähiges Futter jedoch nicht (ausreichend) eingeweicht, kann es sich in der feuchten Umgebung der Speiseröhre vollsaugen und festsetzen. Auch kleingeschnittenes oder nicht ausreichend gekautes Obst und Gemüse bleibt häufig in der Speiseröhre stecken. Besonders bei hastigen Fressern oder Pferden mit Zahnproblemen werden schnell ganze Stücke heruntergeschlungen, die in der Speiseröhre stecken bleiben. Darüber hinaus ist es auch möglich, dass das Futter deines Pferdes im Schlundbereich stecken bleibt, wenn es nach sehr großer Anstrengung gefüttert wurde. In diesem Fall ist die Muskulatur ermüdet und nicht in der Lage, den Futterbrei in den Magen zu transportieren. Sekundäre Schlundverstopfungen hingegen treten aufgrund einer Vorerkrankung auf. Hier kommen vor allem Erkrankungen in Frage, die direkt von der Speiseröhre ausgehen, wie z.B. Speiseröhrenverengungen. Wie du deinem Pferd bei einer Schlundverstopfung hilfst Bei einer Schlundverstopfung ist es sehr wichtig, dass du zunächst einmal Ruhe bewahrst und sofort deinen Tierarzt verständigst. Achte darauf, dass dein Pferd auf keinen Fall weiteres Futter oder Wasser aufnimmt. Durch sanftes Abwärtsmassieren des Schlundes kannst du versuchen, die Verstopfung selbst zu lösen. Reagiert dein Pferd hierauf jedoch panisch oder widerwillig, unterlasse die Massage und warte lieber auf deinen Tierarzt. Ist der Tierarzt angekommen, spült dieser den Schlund mithilfe einer Nasenschlundsonde frei. Diese führt er durch die Nüstern soweit in die Speiseröhre, bis die verstopfte Stelle erreicht ist. Durch die Sonde spült er die verstopfte Stelle mit Wasser bis diese gelöst ist. Außerdem verabreicht er deinem Pferd ein krampflösendes sowie schmerzlinderndes Mittel. Handelt es sich um eine komplizierte Schlundverstopfung, besteht die Möglichkeit, dass das Freispülen mithilfe der Nasenschlundsonde nicht erfolgreich ist. In diesem Fall ist es nötig, dein Pferd in eine Klinik zu bringen. In der Klinik wird dann unter Narkose versucht die Blockade mithilfe eines Endoskops und weiteren Spülungen zu lösen. Ist auch diese Behandlung nicht erfolgreich, muss der Fremdkörper chirurgisch entfernt werden. Nur in sehr seltenen Fällen ist eine chirurgische Entfernung des Fremdkörpers nicht möglich. Die Fütterung deines Pferdes nach einer Schlundverstopfung  Je nach Schweregrad der Schlundverstopfung kann dein Pferd mögliche Verletzungen an der Speiseröhre davontragen. Besonders beim Aufnehmen von harten Futtermitteln wie Müsli oder Pellets, kann dies sehr unangenehm für dein Pferd sein. Füttere daher vorerst nur breiige Futtermittel, wie z.B. Mash oder vollständig eingeweichte Raufutterprodukte. Stimme dich am besten mit deinem Tierarzt ab, wie lange dein Pferd mit breiigen Futtermitteln ernährt werden sollte. Dieser kann das Ausmaß der Schlundverstopfung am besten einschätzen und berät dich sicher gerne. Schlundverstopfungen bei deinem Pferd vorbeugen  Am besten ist es natürlich, wenn eine Schlundverstopfung bei deinem Pferd gar nicht erst auftritt. Folgende vorbeugende Maßnahmen können dir dabei helfen: 1. Futter ausreichend einweichen Fütterst du deinem Pferd ein quellfähiges Futter, ist es sehr wichtig, dass du es ausreichend einweichen lässt. Alle Stücke sollten vollständig aufgelöst und aufgequollen sein, bevor du es verfütterst.   2. Das natürliche Fressverhalten unterstützen Pferde sind es gewohnt, den ganzen Tag mehrere kleine Portionen zu sich zu nehmen. Füttere daher das Kraftfutter in mehreren kleinen Portionen am Tag anstatt in einer großen Mahlzeit. Außerdem solltest du Raufutter immer vor dem Kraftfutter füttern, um die Kautätigkeit anzuregen und so die Speichelproduktion zu fördern. Speichel ist ein wichtiges Gleitmittel beim Transport von Futter durch die Speiseröhre bis in den Magen. Ist ausreichend Speichel vorhanden, können mögliche Verstopfungen verhindert werden.  3. Futtermittel in passenden Größen anbieten Äpfel, Möhren und weiteres Obst und Gemüse sollten am besten als Ganzes oder in entsprechend großen Stücken gefüttert werden. Das Pferd soll zum Kauen animiert werden, nicht aber dazu verleitet werden, kleine Stücke direkt herunterzuschlucken. 4. Langsames Fressen fördern Schlundverstopfungen entstehen besonders häufig bei hastigen Fressern, die nicht ausreichend kauen. Versuche daher das Fresstempo deines Pferdes zu verlangsamen und seine Kautätigkeit zu steigern. Viele Pferde fressen z.B. schneller, wenn sie sich von anderen Pferden gestört fühlen. Ein ruhiger Ort hilft diesen Pferden dabei, entspannter zu fressen und nicht zu „schlingen“. Zusätzlich dazu kannst du das Kraftfutter deines Pferdes mit einem Luzerne-Mix anreichern. Gib dafür einfach 1-2 Hände einer Luzernemischung zum Kraftfutter. Dies erhöht die Kautätigkeit deines Pferdes und fördert die Speichelproduktion. Auch das Füttern von Heu aus einem engmaschigen Heunetz kann die Fresszeit deines Pferdes verlangsamen. 5. Regelmäßige Kontrolle der Zähne Eine gute Futtervorbereitung im Pferdemaul ist entscheidend bei der Vorbeugung von Schlundverstopfungen. Nur wenn dein Pferd sein Futter ausreichend kaut, kann der Futterbrei die Speiseröhre ohne Probleme passieren. Eine regelmäßige Kontrolle der Zähne (min. 1x pro Jahr) ist also unumgänglich, um die Kaufähigkeit deines Pferdes sicherzustellen. 
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Fütterung und Gesundheit
Das Pferd frisst Sand, Erde oder Kot
Wenn Pferde Sand, Erde und/oder Kot fressen, kann dies verschiedene Ursachen haben. In jedem Fall besteht hier ein dringender Handlungsbedarf. Durch die übermäßige Aufnahme von Sand und Kot kann es nämlich zu unangenehmen Folgen, wie z.B. einer Kolik kommen. Daher ist es wichtig, der Ursache für dieses Verhalten deines Pferdes auf den Grund zu gehen und diese zu beheben. Wenn Pferde Sand fressen Wenn Pferde regelmäßig Sand oder Erde fressen, kann dies zu erheblichen Problemen im Magen-Darm-Trakt führen. Sand wirkt wie ein Schmirgelpapier auf die Schleimhäute beim Transport durch den Magen-Darm-Trakt. Hierdurch werden die Schleimhäute beschädigt, so dass es zu schmerzhaften Entzündungen kommen kann. Im Gegensatz zum Futterbrei können Sand und Erde nicht enzymatisch oder bakteriell zersetzt werden. Sand und Erde sedimentieren und lagern sich vor allem im Dickdarm in den Darmzotten und den tiefen Windungen ab. Dadurch wird die Effektivität der Verdauung negativ beeinflusst. Außerdem entstehen Engstellen, wodurch die Darmflora erheblich gestört wird. Alles in allem führt zu viel Sand im Darm zu Durchfall, Kotwasser, Aufgasungen, Verstopfungen und Koliken. Warum fressen Pferde Sand oder Erde? Aus Langeweile Wenn Pferde auf Sandpaddocks oder abgefressenen Weiden wenig Abwechslung und keine Beschäftigung haben, kann sich diese „Unart“ entwickeln. Dein Pferd sucht sich dann eine Beschäftigung, indem es am Sand des Auslaufs knabbert oder in der Erde nach Grashalmen sucht. Oft sind Pferde betroffen, die alleine auf kleinen Ausläufen stehen und wenig Möglichkeiten haben, sich zu bewegen oder zu beschäftigen. Tipp: Gestalte Sandpaddocks abwechslungsreich und plane sie so groß, dass sich mehrere Pferde ein Paddock teilen können. Baumstämme, Bälle oder Heu bieten zusätzliche Beschäftigung. Pflege deine Weiden so, dass genügend Aufwuchs auf den Flächen steht und wechsle die Weiden regelmäßig über die Saison. Laste dein Pferd neben der freien Bewegung auf der Weide oder dem Paddock ausreichend mental und körperlich aus, z.B. durch Reiten, Bodenarbeit oder Longieren. Zu wenig Raufutter Pferde haben ein hohes Kaubedürfnis. Sollte deinem Pferd über den Tag verteilt zu wenig Raufutter zur Verfügung stehen, sucht es sich Alternativen, um dieses Kaubedürfnis zu stillen, wie z.B. das Fressen von Sand. Dies geschieht zum Beispiel, wenn: grundsätzlich die Tagesration an Heu und Stroh zu gering ist. Pferde das Heu- und Strohangebot nicht nutzen können, wenn z.B. rangniedrige Pferde von Ranghöheren ständig von der Raufutterquelle verscheucht werden. das Gras-Angebot zu gering ist oder das Gras zu kurz ist. Die Pferde zupfen die kurzen Halme ab, fressen zum Teil Graswurzeln mit, woran wiederum Sand und Erde haftet. Tipp: Wiege regelmäßig das Heu ab, um sicherzustellen, dass dein Pferd auch tatsächlich ausreichend Raufutter bekommt. Die Faustregel lautet, dass ein Pferd etwa 1,5-2,0 kg Heu pro 100 kg Gewicht benötigt. Pferde fressen auch gern zusätzlich Stroh, um ihren Rohfaserbedarf zu decken. Pferde, die auf Späne und/oder auf grasfreien Flächen stehen, sollten deshalb auch etwas gutes Futterstroh angeboten bekommen. Kümmere dich außerdem um ein gutes Weidemanagement für eine dichte und stabile Grasnarbe. Augen auf bei der Futterplatz-Wahl Wird im Sandpaddock das Heu vom Boden gefüttert oder befindet sich die Futterstelle auf sandigen Böden, so nimmt dein Pferd auch immer kleine Mengen Sand auf, weil es die Reste vom Boden frisst. Tipp: Vermeide Fütterungen direkt vom Boden und sorge für einen festen, sandfreien Untergrund an den Futterstellen. Mineralstoffmangel In manchen Fällen kann das Sand- bzw. Erdefressen bei Pferden auch ein Hinweis auf einen Nährstoffmangel sein. Tipp: Lasse die Nährstoffwerte deines Pferdes regelmäßig überprüfen. Dies kann mittels einer Haaranalyse oder Blutprobe erfolgen. So kann ein Nährstoffmangel ausgeschlossen werden. So kannst du testen, ob dein Pferd zu viel Sand frisst  Es gibt mit dem Sandtest eine ganz einfache Methode herauszufinden, ob dein Pferd zu viel Sand aufnimmt. Löse dazu 5 oder 6 frische Pferdeäppel in einem 10-l-Eimer mit ausreichend Wasser auf, rühre gut um und lasse die Mischung eine Stunde stehen. Wenn sich nach einer Stunde mehr als ein Teelöffel Sand auf dem Boden des Eimers befindet, nimmt dein Pferd zu viel Sand auf. Das Risiko einer Verstopfung oder Kolik ist dadurch deutlich erhöht. Neben der Rücksprache mit deinem Tierarzt, kann eine Flohsamen- oder Flohsamenschalenkur bei der Darmreinigung unterstützen. Flohsamen bzw. Flohsamenschalen regen durch ihr Quellvolumen auch die Verdauung an und fördern das Wachstum darmfreundlicher Bakterien. Die Schleimstoffe schützen außerdem die Darmschleimhaut deines Pferdes und helfen, die Sandablagerungen im Magen-Darm-Trakt zu binden und auszuscheiden. Wenn Pferde Kot fressen Das Verhalten von Kot fressen wird oft bei Fohlen beobachtet und verliert sich in den meisten Fällen mit der Zeit des Erwachsenwerdens. Bei Fohlen hat es auch durchaus einen physiologischen Sinn, denn die Fohlen nehmen über den Kot ihrer Mütter Bakterien und Mikroorganismen auf, um ihre eigene Darmflora aufzubauen und zu stabilisieren. Wenn allerdings erwachsene Tiere ihren eigen Kot oder den von Artgenossen fressen, solltest du diesem Verhalten auf den Grund gehen. Es ist dann nicht nur eine Unart, sondern kann langfristig auch zu einem häufigeren und stärkeren Wurmbefall und gestörtem Immunsystem führen. Deshalb ist es wichtig, diese Faktoren genau zu beobachten: Wann, wieviel und welchen (eigenen oder fremden) Kot frisst dein Pferd? Versuche dann, die Ursache herausfinden, wozu folgende Aspekte zählen: Stress und/oder Langeweile Beide Faktoren können bei Pferden unter anderem unerwünschte Verhaltensmuster hervorrufen, wie z.B. Kot fressen. Solche Verhaltensauffälligkeiten wieder ganz in den Griff zu bekommen ist sehr schwierig, weshalb von Anfang an genügend Auslauf mit Artgenossen, ein vielseitiges Training, aber auch Ruhephasen wichtig sind. Sollte dein Pferd Kot fressen, überprüfe die Haltung sowie die Umgebung und eliminiere Stress und Langeweile so gut es geht. Hunger und/oder gestörte Darmflora Beide Möglichkeiten haben im Grunde den gleichen Ursprung, nämlich eine nicht bedarfsgerechte Fütterung. Manche Pferde versuchen dies über Kotfressen auszugleichen. In freier Natur sind Pferde durchschnittlich 16 Stunden am Tag mit Fressen beschäftigt. Sorge daher dafür, dass dein Pferd die meiste Zeit des Tages Raufutter oder Gras zur Verfügung steht und Futterpausen nie länger als maximal 4 Stunden andauern. Eine Fütterung mit ausreichend Raufutter ist außerdem besonders förderlich für eine gesunde Darmflora, stillt das Kaubedürfnis und sorgt für eine stabile Magengesundheit. Nährstoffmangel Häufig wird Kotfressen auch mit einem Nährstoffmangel von Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen in Zusammenhang gebracht. Auch wenn Kotfressen nicht immer auf einen Mineralienmangel hindeutet, sollte auf jeden Fall eine Untersuchung durch den Tierarzt erfolgen. Um einem Mineralien-, Spurenelement- und Vitaminmangel vorzubeugen, versorge dein Pferd jeden Tag mit der entsprechenden Menge an einem hochwertigen Mineralfutter. Was kannst du deinem Pferd bei der Fütterung Gutes tun? Da in vielen Fällen die Fütterung der Kern des Problems ist, solltest du diesem Thema besonders viel Beachtung schenken. Prüfe einmal ganz genau den Bedarf und die Ration deines Pferdes. Zu welchen Zeiten und in welchen Mengen bekommt dein Pferd welches Futter? Sind die Menge und Qualität an Raufutter ausreichend? Hat dein Pferd genügend Zeit und Ruhe zum Fressen? Oft gibt es hier schon sehr viele Ansatzpunkte zur Optimierung. Frage gerne auch einen Futterexperten um Rat oder bespreche dich mit deinem Tierarzt. Leinsamen in Pferdefutter Der Leinsamen ist ein großartiger Rohstoff mit vielen positiven Eigenschaften. Durch die Schleimstoffe schützt Leinsamen die Schleimhäute und sorgt für einen optimalen Transport des Futterbreis im Magen-Darm-Trakt. Außerdem verleiht das aus den Samen stammende Öl dem Fell deines Pferdes einen prachtvollen Glanz und enthält zudem wertvolle Omega-3-Fettsäuren wie Linolsäure. In Kombination mit Kleie unterstützt Leinsamen die natürliche Darmfunktion und sorgt für eine gesunde Verdauung. Dies ist ebenfalls günstig für Pferde, die Sand und/oder Kot fressen. Futterempfehlungen Pavo SlobberMash – das vollwertige, vitaminreiche Mash, das ganz einfach und schnell mit warmem Wasser zubereitet wird. Nach kurzer Quellzeit kannst du es handwarm verfüttern. Die Zubereitung ist aber auch mit kaltem Wasser möglich, wodurch die Schleimstoffe sich erst im Magen-Darm-Trakt entwickeln. Dein Pferd muss getreidefrei ernährt werden? Dann ist die getreidefreie Mash-Variante Pavo GrainFreeMash eine gute Alternative. Pavo SandClear – die Kombination aus Flohsamenschalen und Präbiotika fördert den Transport von Sand aus dem Darm und unterstützt gleichzeitig die Darmflora bei der Regeneration. Pavo GutHealth – unterstützt mit seinen natürlichen Inhaltsstoffen die Darmflora und eine gesunde Verdauung. Es fördert den Aufbau einer stabilen Darmflora bei Stress, Futterumstellung oder Störungen im Magen-Darm-Trakt.
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Fütterung und Gesundheit
Atemwege des Pferdes
Das Pferd besitzt einen außergewöhnlich leistungsstarken Atmungsapparat. Das gesamte Lungenvolumen eines Pferdes zwischen 500 und 650 kg beträgt ca. 40-55 Liter. Ein Pferd atmet im Ruhezustand 8- bis 16-mal pro Minute, wobei es bei jedem Atemzug 6 bis 8 Liter ein- und wieder ausatmet. Pro Tag strömen damit mindestens 70.000 Liter Luft durch die Lungen eines Pferdes. Bei maximaler Anstrengung kann die Atemfrequenz sogar auf 120 bis 150 Atemzüge pro Minute ansteigen. Beim Galopp ist die Atemfrequenz an die Frequenz der Galoppsprünge gekoppelt. Es findet also bei jedem Galoppsprung ein Ein- und Ausatmungsvorgang statt. Diese Atemleistung ist dann auch mit einem hohen Energieaufwand verbunden. Trotz diesen enormen Leistungsfähigkeiten, ist die Lunge des Pferdes zugleich eines seiner empfindlichsten Organe. Welche Organe sind bei der Atmung des Pferdes beteiligt? Alle Organe, die für die Atmung des Pferdes zuständig sind, werden unter dem Begriff „Atmungsapparat“ zusammengefasst. Dabei wird zwischen den oberen und den unteren Atemwegen unterschieden. Obere Atemwege bestehen aus: äußere Nase (Nüstern), Nasenlöcher, paarige Nasenhöhle, Nasennebenhöhlen, Nasenrachen und Kehlkopf. Untere Atemwege bestehen aus: Luftröhre, Lunge, Bronchien und Alveolen (Lungenbläschen). So funktioniert die Atmung beim Pferd Die Luft wird über die Nüstern eingeatmet, erwärmt und strömt am Kehlkopf vorbei in die Luftröhre. Von dort aus gelangt sie zu den Bronchien und deren Verzweigungen. Genau an diesen Verzweigungen befinden sich kleinste Bronchiolen, an deren Enden wiederum die Lungenbläschen (Alveolen) sitzen. Hier erfolgt dann auch der eigentliche Gasaustausch: der Luft wird der Sauerstoff entnommen und gleichzeitig wird Kohlendioxyd ausgeschieden. Die Schleimhaut der Atemwege wird dank ihres besonderen Aufbaus zur Reinigung, bzw. Filterung der eingeatmeten Luft eingesetzt. Hierdurch können feinste Fremdkörper aus den Luftwegen herausbefördert werden. Je nachdem an welcher Stelle die Luftreinigung erfolgt, werden die Fremdkörper entweder zu den Nasenlöchern nach außen abtransportiert oder aber in die Rachenhöhle abgeschluckt. Dies geschieht dann an der Stelle, wo sich Atmungs- und Verdauungsweg kreuzen und die zu eliminierenden Teilchen über die Speiseröhre abgeführt werden können. Wenn die Atmung beim Pferd zum Problem wird Die Atmung ist auch bei Pferden, neben einem starken Herzen, der Antrieb ihres Lebens. Damit Stoffwechselprozesse im Pferdekörper problemlos funktionieren können, ist ausreichend Sauerstoff im Blut essentiell. Ein lungenkrankes Pferd ermüdet deutlich schneller als ein gesundes Pferd, da der gesamte Körper durch die beeinträchtigte Atmung und Lungenfunktion nicht genügend Sauerstoff erhält. Somit beeinflusst jede Erkrankung der Atemwege die Leistungsfähigkeit deines Pferdes und sollte dringend durch einen Tierarzt behandelt werden – auch um einen chronischen Verlauf zu vermeiden. Schon gewusst? Atemwegserkrankungen gehören mit zu den häufigsten inneren Erkrankungen bei Pferden. Auch bei Atemwegserkrankungen wird unterschieden, ob sich diese in den oberen oder unteren Atemwegen befinden. Diese werden wiederum unterteilt in infektiöse und nicht infektiöse Erkrankungen. Wenn du bei der Belastung deines Pferdes Atemgeräusche wahrnehmen solltest, so liegt hier der Ursprung meistens in den oberen Atemwegen. Handelt es sich um Probleme der tiefen Atemwege, sind die Ursachen entweder infektiöser Natur oder aber einer Überempfindlichkeit auf Allergene geschuldet.   Probleme mit der Atmung bei Pferden sind vermutlich jedem Pferdebesitzer bekannt und sind ein sehr lästiges und vor allem langwieriges Übel. Gerade die Anzahl der rückfällig werdenden Pferde macht deutlich, wie schwierig es ist, das genaue Problem zu finden und langfristig erfolgreich zu therapieren. Wichtig ist es, die Menge des Staubes in der Umweltluft zu reduzieren und deinem Pferd somit den Atmungsprozess zu erleichtern. Die gängigsten Atemwegsprobleme beim Pferd Eine Erkrankung der Atemwege bedeutet eine unmittelbare Bedrohung für die Sauerstoffaufnahme. Auf eine Reizung der Atemwege reagiert ein Pferd mit Husten, in Kombination mit oder ohne Ausfluss aus den Nüstern. Überempfindlichkeit Eine Überempfindlichkeit der Atemwege mit Husten und/oder Schleimausfluss kann infektiös durch Bakterien, Viren und Parasiten, oder aber auch nicht infektiös durch eine Überempfindlichkeit auf Allergene entstehen. Bronchitis Bronchitis ist eine Entzündung der Bronchien, oft infolge einer Virusinfektion oder aber durch eine allergische Reaktion auf pilzsporenhaltigen Staub. Bei längerem Krankheitsverlauf besteht die Gefahr, dass die Entzündung chronisch wird. Dann entwickelt dein Pferd Asthma oder Dämpfigkeit (COPD). Zu den Symptomen gehört Husten in Kombination mit Ausfluss aus den Nüstern und/oder einer erhöhten Temperatur. Dämpfigkeit (COPD) Hierbei handelt es sich um eine chronische Bronchitis. Dein Pferd zeigt dabei asthmatische Symptome: Die Atemwege sind chronisch entzündet, wodurch mehr Schleimbildung erfolgt und die Atemwege angeschwollen sind. Die Atemwege werden enger und dein Pferd hat Mühe, ausreichend Sauerstoff aufzunehmen. Die erhöhte Schleimbildung verursacht außerdem Husten. Kehlkopfentzündung Hierbei handelt es sich um eine Entzündung der Schleimhaut, verursacht durch Infektionen oder reizende Stoffe. Die chronische Variante kann Husten verursachen, bewirkt vor allem aber ein Nebengeräusch bei der Atmung. Dieses können insbesondere während der Belastung des Pferdes auftreten. Zudem kann eine Kehlkopfentzündung einen gelbweißen Ausfluss aus den Nüstern verursachen. Luftröhrenentzündung Eine Luftröhrenentzündung entsteht meistens durch eine Virusinfektion und ist vergleichbar mit einer Erkältung. Wie du deinem Pferd bei Atemwegsproblemen helfen kannst Ziehe bei Atemwegsproblemen immer deinen Tierarzt zu Rate. Neben der medikamentösen Therapie durch deinen Tierarzt, kannst aber auch du entscheidend zur Genesung deines Pferdes beitragen. Halte dein Pferd im Offenstall. Sollte diese Haltung nicht möglich sein, nutze eine nach vorne offene Reihenbox, deren obere Türhälfte so oft wie möglich offen stehen kann. Ideal wäre in diesem Fall natürlich eine Reihenbox mit angeschlossenem Auslauf. Vermeide die Haltung deines Pferdes in geschlossenen Ställen. Stelle dein Pferd täglich für mehrere Stunden auf die Weide oder in einen großen Auslauf, denn frische Luft ist wichtig. Hole dein Pferd aus dem Stall, bevor du die Box ausmistest. Entferne täglich die nassen Stellen und den Dung aus dem Stall. Striegel dein Pferd im Freien. Reinige den Anhänger, bevor du dein Pferd verlädst (auch auf dem Rückweg). Entwurme dein Pferd regelmäßig. Gerade bei Virusinfektionen kann eine entsprechende Impfung langfristige Abhilfe verschaffen. Lasse dich hier genauer von deinem Tierarzt beraten. Mische das Kraftfutter mit etwas Flüssigkeit, um Staub zu binden. Bei Infektionen ist der Vitamin- und Mineralstoffbedarf des Pferdes erhöht. Vor allem der Bedarf an Vitamin A, C, E, B-Vitaminen, Selen, Zink und essentiellen Fettsäuren ist in solchen Situationen erhöht. Unterstütze dein Pferd daher mit einer ausreichenden Versorgung. Kräuter sind nach wie vor unumstritten bewährt in der Unterstützung von Atemwegsproblemen. Daher gebe deinem Pferd gerade in dieser Phase Kräuter als Zusatzfutter. Bewährte Kräuter sind: Eibisch, Isländisch Moos, Pfefferminze, Süßholz, Eukalyptus, Fenchel oder Thymian. Kräutermischungen kannst du bereits fertig verarbeitet und perfekt aufeinander abgestimmt kaufen. Gebe deinem Pferd nur nasses Heu oder ersetze dieses durch Heulage (Anwelksilage). Sollte dein Pferd auch empfindlich auf Stroh reagieren, verwende statt Stroh eine alternative, staubarme Einstreu (Hobelspäne, Lein, Hanf, Raps). Achten hierbei aber darauf, dass deinem Pferd ausreichend Raufutter angeboten wird. Tipp zur richtigen Anwendung der Nassfütterung Heu und Futterstroh müssen mehrere Minuten vollständig unter Wasser getaucht werden. Das bloße Übergießen mit Wasser aus der Gießkanne oder dem Schlauch reicht bei den meisten Pferden nicht aus. In jedem Fall muss die Benetzung aller Halme gewährleistet sein. Bei losem Heu genügen daher meist wenige Minuten. Wässerst du einen ganzen, womöglich noch geschlossenen Heuballen, so benötigst du dafür etwa 15 bis 30 Minuten. Mit nennenswerten Nährstoffverlusten ist durch das Wässern dabei nicht zu rechnen. Am Anfang ist es erstaunlich, wieviel Schmutz nach dem Heutauchen im Wasser verbleibt. Der Sinn des Tauchens liegt aber nicht im Waschen des Raufutters, also in der Entfernung der Sporen und des sonstigen Staubes, sondern in deren Bindung. Verhindert werden soll die Inhalation der Sporen. Im Magen richten sie in den geringen Mengen, die in gutem Heu zu erwarten sind, keine Schäden an. Eine Alternative zum Bewässern ist ebenfalls das Bedampfen des Heus durch einen speziellen Heubedampfer. Beim Bedampfen werden Pilzsporen und Staub entfernt sowie ein Großteil der Bakterien abgetötet. Die Nährstoffe bleiben bei diesem Prozess jedoch erhalten. Viele Pferde fressen bedampftes Heu zudem lieber als Heu, das in Wasser eingeweicht wurde. Der einzige Nachteil: Die Anschaffung eines Heubedampfers ist oft mit hohen Kosten verbunden.   Inhalation Inhalation ist ebenfalls eine effektive Möglichkeit, die Behandlung von Atemwegserkrankungen beim Pferd zu unterstützen. Hierbei werden die Wirkstoffe mithilfe eines Verdampfers oder Verneblers in kleinste Teile zerstäubt und über eine Maske vom Pferd eingeatmet. Vorteile bei Inhalationen sind: Die Atemwege werden angefeuchtet. Die Reizungen werden somit reduziert. Schleim verflüssigt sich z.B. durch die Inhalation von Salzlösungen, so dass dieser leichter abfließen kann. Die Bronchien werden erweitert, so dass die Atmung verbessert wird und außerdem die Wirkstoffe effizienter wirken können. Zusammenfassend kann man sagen, dass sich die Hauptmaßnahmen darauf fokussieren, die Staubbelastung sowohl kurz- aber auch langfristig so gering wie möglich zu halten. Berücksichtige diese Maßnahmen aber nicht erst, wenn dein Pferd schon an den Atemwegen erkrankt ist, sondern setze diese vor allem vorbeugend auch bei gesunden Pferden ein. Denn wie zu Beginn gesagt: „Die Atmung ist der Antrieb deines Pferdes!“
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Fütterung und Gesundheit
Verdauungstrakt des Pferdes
Der Verdauungstrakt von Pferden ist von jeher auf eine kontinuierliche Futteraufnahme mit faserreichen Gräsern, Kräutern und Blättern ausgelegt. Magen und Darm des „Dauerfressers“ Pferd sind also so ausgerichtet, dass dauerhaft Rohfasern verdaut werden können. Aus diesem Grund wird auch fortlaufend Magensäure in den Magen eingeleitet – und zwar unabhängig davon, ob er gefüllt ist oder nicht. Zudem können Pferde, anders als viele andere Lebewesen, unverdauliche Fasern im Dickdarm mithilfe von Darmbakterien in Energie umzuwandeln. Werden also nicht genügend Rohfasern aufgenommen oder sind die Fresspausen zu lange, gerät das komplexe Verdauungssystem deines Pferdes durcheinander. Hierdurch können gesundheitliche Probleme entstehen, wie z.B. Magengeschwüre durch einen Magensäureüberschuss. Eine bedarfsgerechte Pferdefütterung mit viel Raufutter (mind. 1,5 kg je 100 kg Körpergewicht) sowie eine artgerechte Haltung können also entscheidend zur Pferdegesundheit beitragen. Wichtig ist jedoch, dass die Nährstoffqualität des Raufutters auf die Leistung deines Pferdes angepasst ist. Um Über- oder Untergewicht zu vermeiden, profitieren Pferde mit geringer Leistung von energie- und eiweißarmem Heu. Pferde mit hoher Leistung (Sportpferde, Zuchtpferde) benötigen hingegen energie- und eiweißreiches Heu. Kraftfutter stellt, falls überhaupt nötig, immer nur eine Ergänzung zur Heuration dar, um den erhöhten Bedarf deines Pferdes zu decken.   Die Verdauung deines Pferdes beginnt bereits im Maul Pferde sind, wenn sie die Möglichkeit haben, sehr wählerische Fresser und gehen schon bei der Futtersuche akribisch vor. Mit seinen empfindlichen Lippen tastet dein Pferd sein Futter ganz sorgfältig ab und sortiert die Pflanzen aus, die es nicht mag. Das kennen die meisten Pferdebesitzer spätestens, wenn sie versuchen einen Zusatz oder ein Medikament unter das Kraftfutter zu mischen: sorgfältig wird der Zusatz, bzw. das Medikament aussortiert. Nachdem die Auswahl getroffen wurde, wird der Grashalm kurz abgerissen, aufgenommen und im Maul zerkleinert. Durch gutes Kauen wird die Ohrspeicheldrüse zur Speichelproduktion angeregt. Je länger dein Pferd kauen muss, desto mehr wird das Futter eingespeichelt und für den weiteren Verdauungsprozess vorbereitet. Dabei gilt: Je faserreicher das Futter ist, desto mehr muss dein Pferd kauen. Das Einspeicheln ist vor allem für die Magengesundheit wichtig, da so die Magensäure abgepuffert wird und die Verdauung optimal verlaufen kann.   Und weiter geht‘s mit der Verdauung im Magen  Der vorbereitete Futterbrei gelangt nun in den Magen. Der Pferdemagen umfasst ca. 18 Liter und ist somit verhältnismäßig klein. Der Grund hierfür liegt in der Entwicklung der Pferde. Die Vorfahren des heutigen Pferdes fraßen über den Tag verteilt viele kleine Portionen, weswegen ein großer Magen nicht notwendig war.  Das sollte auch bei der Fütterung deines Pferdes Beachtung finden. Füttere deinem Pferd täglich mehrere kleine Portionen Raufutter, bzw. biete Raufutter 24h an, falls das Gewicht deines Pferdes das erlaubt. Benötigt dein Pferd zusätzliches Kraftfutter ist es auch hier wichtig, die Tagesmenge auf 3 bis 4 Portionen zu verteilen. Der Pferdemagen ist in 3 Bereiche geteilt: Der drüsenlose obere Teil des Magens sorgt für eine mikrobielle Vorverdauung des Nahrungsbreis. Im Drüsenteil wird mit Hilfe von Salzsäure, auch Magensäure genannt, der pH-Wert soweit gesenkt, dass Umweltkeime und Bakterien abgetötet und die Verdauungsbakterien weitestgehend gehemmt werden. Dies verhindert eine Gasbildung oder Gärung im weiteren Verlauf der Verdauung. Zudem hilft die Magensäure bei dem ersten Schritt der Eiweißverdauung. Wichtig zu wissen: Der Drüsenteil des Magens ist durch eine dicke Schleimhaut gegen die aggressive Magensäure geschützt, der obere Teil jedoch nicht. Gerade im Übergang kann es daher bei zu großen Futtermengen, zu langen Fresspausen oder Training mit zu vollem oder zu leerem Magen zu Reizungen bis hin zu Magengeschwüren kommen. Auch aus diesem Grund ist eine Fütterung vieler kleiner Portionen mit angemessenen Rohfasermengen essentiell. Abhängig von der Art des Futters verweilt der Futterbrei zwischen 1 Stunde bei Raufutter und 5 Stunden bei Kraftfutter im Magen. So vorbereitet verlässt der Futterbrei den Magen durch den dritten Teil, den Magenausgang in Richtung Dünndarm.   Im Dünndarm werden die Nährstoffe aufgespalten und aufgenommen  Der Dünndarm deines Pferdes ist ca. 20-25 Meter lang und umfasst den Zwölffingerdarm, den Leerdarm und den Hüftdarm. Durch die starke Motorik im Dünndarm passiert der Futterbrei die komplette Strecke in nur 1,5 Stunden. Die Verdauung von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten durch körpereigene Enzyme aus dem Sekret der Bauchspeicheldrüse und der Gallenflüssigkeit muss also äußerst effektiv ablaufen. Die Enzyme Trypsin und Chymotrypsin spalten die Proteine. Die Lipasen spalten die Fette. Darmzotten vergrößern die Oberfläche des Dünndarms enorm und sorgen dafür, dass die aufgespaltenen Nährstoffe schnell in den Kreislauf transportiert werden können. Das Enzym, das für die Kohlenhydratspaltung zuständig ist (Amylase), ist im Gegensatz zu den anderen Enzymen sehr träge und kann sich nur bedingt an unterschiedliche Kohlenhydratmoleküle und -mengen anpassen. Vor allem bei größeren Mengen an unaufgeschlossenem Getreide ist die Verdauung deshalb sehr ineffektiv. Je aufgeschlossener das Getreide ist und je kleiner die Mengen, desto besser kann die Amylase die Kohlenhydrate aufspalten und für den Körper verfügbar machen. Alle Proteine, Fette und Kohlenhydrate, die nicht im Dünndarm verstoffwechselt werden können, werden unverdaut ausgeschieden, bzw. können im Dickdarm auch zu Problemen führen, je nachdem wie groß die im Futterbrei verbleibenden Mengen sind. Faserreiche Futtersorten, wie Heu, Gras oder Stroh, passieren den Dünndarm größtenteils unverdaut und werden zum Dickdarm weitergeleitet. Die Verdauungsabläufe im Dünndarm sprechen also auch für kleine, hoch aufgeschlossene Kraftfuttermengen pro Mahlzeit.   Der Dickdarm ist die Energiequelle deines Pferdes  Der Dickdarm deines Pferdes besteht aus dem großen und dem kleinen Kolon sowie dem Blinddarm. Er hat eine Länge von ca. 8 Metern und umfasst ein Volumen von fast 130 Litern. Im Dickdarm werden nun mithilfe von Mikroorganismen die faserhaltigen Bestandteile aus dem Raufutter in deren verdaulichen Bestandteile Cellulose, Hemicellulose und Pektin aufgeschlossen. Daraus werden Glukose und hoch verdauliche Fettsäuren (Propion- und Buttersäure) abgebaut, die über die Dickdarmschleimhaut aufgenommen und dem Körper als Energie bereitgestellt werden. Des Weiteren ist der Dickdarm für die Synthetisierung wasserlöslicher Vitamine zuständigt und ist zu großen Teilen am Wasser- und Elektrolythaushalt beteiligt. Damit die Mikroorganismen überleben und ihre Aufgabe zu 100% erfüllen können, ist ein Mindest-Rohfaseranteil im Futter essentiell. Der Nahrungsbrei kann bis zu 45 Stunden im Dickdarm verweilen und wird durch Entzug von Nährstoffen und Wasser immer weiter angedickt, bis die typischen Pferdeäpfel alles nicht Verdauliche ausscheiden.   Wenn die Verdauung beim Pferd Probleme macht  Der Verdauungstrakt deines Pferdes ist äußerst empfindlich und kann somit leicht in seiner Balance gestört werden. Es ist daher wichtig, diese Störungen schnell zu erkennen und zu beheben, um gesundheitlichen Problemen bei deinem Pferd vorzubeugen.   Probleme mit dem Pferdemaul  Bei Pferden, die scheinbar unter Appetitlosigkeit leiden oder plötzlich stark abmagern, lohnt sich ein kritischer Blick ins Pferdemaul. Nicht selten sind Zahnprobleme oder Entzündungen in der Mundhöhle die Ursache einer schlechten Futterverwertung. Lies dazu auch unseren Ratgeber „Pferdefutter bei Zahnproblemen“. Häufige Gebiss-Probleme können sein: Kaubeschwerden: Die Backenzähne deines Pferdes nutzen durch die mahlende Kaubewegung allmählich ab. Eine unregelmäßige Abnutzung kann zu scharfen Ecken an den Backenzähnen führen (Haken). Diese scharfen Kanten verursachen kleine Wunden auf der Zunge und auf der Innenseite der Backe, wodurch das Kauen schmerzhaft wird und dein Pferd weniger gut kaut. Gebiss-Anomalien: Einige Pferde haben einen abweichenden Kieferstand, wie ein Hechtmaul (der Unterkiefer ist länger als der Oberkiefer) oder ein Schweinemaul (der Unterkiefer ist kürzer als der Oberkiefer). Es gibt auch Pferde mit schiefem Gebiss, was oft durch zu viele Zähne (Backenzähne, verbleibende Milchzähne) verursacht wird. Hierdurch können Pferde das Futter nicht fein genug mahlen, so dass es nicht optimal verdaut werden kann. Probleme mit der Speiseröhre  Die Speiseröhre transportiert die Nahrung aus dem Maul zum Magen. Hier kann es aus verschiedenen Gründen zu Verstopfungen, sogenannten Schlundverstopfungen kommen: Dein Pferd frisst zu gierig und „vergisst“ dadurch ausreichend zu kauen, wodurch zu große Stücke abgeschluckt werden. Geschnittene Möhren und Äpfel verleiten dein Pferd dazu, diese nicht mehr zu kauen. Nicht ausreichend getrocknetes Brot kann in der Speiseröhre „Klumpen“ bilden. Quellende, nicht ausreichend eingeweichte Rohwaren sind im Futter enthalten. Futtermittel, die explizit eingeweicht werden müssen (z.B. Rübenschnitzel, Heucobs oder Mash) werden trocken verfüttert und quellen in der Speiseröhre. Es gibt gerade auch bei Heucobs Sorten, die nicht eingeweicht verfüttert werden müssen. Diese quellen dann nicht in der Speiseröhre, sondern erst im Magen. Erste-Hilfe-Maßnahme: Rufe bei einem Verdacht auf eine Schlundverstopfung umgehend deinen Tierarzt. In Absprache kannst du eine leichte Massage der Speiseröhre anwenden, um den Durchfluss wieder in Gang zu bringen.   Probleme mit dem Magen  Wusstest du, dass ca. 60% aller Sport- und Freizeitpferde, 90% der Rennpferde und ein Großteil aller Fohlen Magenbeschwerden haben? Oft werden diese durch kleine Geschwüre auf der Innenseite der Magenwand verursacht, die durch ein mangelndes Gleichgewicht zwischen Rau- und Kraftfutter, zu großen Portionen Kraftfutter, zu kleinen Portionen Raufutter und/oder Stress entstehen. Verursacht werden können Magenprobleme durch unterschiedliche Faktoren. Es gibt verschiedene Anzeichen, die auf ein Magengeschwür hindeuten können: Appetitlosigkeit Gewichtsverlust Koppen Häufiges Flehmen Schauen zum Bauch Wehren bei Gurten Solltest du die Vermutung haben, dass dein Pferd Probleme mit Magengeschwüren hat, kontaktiere deinen Tierarzt und informiere dich in unserem Ratgeber detailliert zu diesem Thema. Probleme mit dem Darm  Zu viel Stärke und Zucker im Dickdarm Da die Verweildauer des Futterbreis im Dünndarm verhältnismäßig kurz ist, kommt es dort bei einer zucker- und stärkelastigen Fütterung zu einer unzureichenden Verdauung der Kohlenhydrate. Die Enzyme sind nicht effektiv genug, um große Mengen an unaufgeschlossenen Kohlenhydraten aufzuspalten, so dass ein Teil un- oder nur anverdaut in den Dickdarm gelangt. Hierdurch wird die Verdauung im Dickdarm erheblich gestört. Die Mikroorganismen werden blockiert, bzw. an der Vermehrung gehindert, was die Verdauung der Rohfasern negativ beeinträchtigt. Auch die Bildung der wasserlöslichen Vitamine und die Energiegewinnung sind weniger effektiv. Hält die Einschleppung von zu großen Mengen un- oder anverdauter Kohlenhydrate längerfristig an, kann es auch zu gesundheitlichen Problemen wie Schleimhautreizungen, Fehlgärungen und Koliken kommen. Zu viel Eiweiß im Dickdarm Auch eine stark eiweißreiche Fütterung (über 3 g Rohprotein pro kg Körpergewicht und Tag) kann nicht ausreichend vom Dünndarm verarbeitet werden, so dass ein Eiweißüberschuss im Dickdarm entsteht. Dieser Überschuss muss dann als Energiequelle genutzt werden. Zum einen ist dies wenig effektiv. Zum anderen wird durch die Ausscheidung der Eiweißabbauprodukte (Ammoniak) die Niere unnötig belastet. Außerdem kann es zu einem erhöhten Wasserbedarf und zu einer Auswaschung von Mineralien über die Niere kommen. Der gesamte Verdauungsapparat deines Pferdes ist auf Rohfaser ausgelegt. Dein Pferd ist in der Lage, durch zahlreiche Mikroorganismen eigentlich unverdauliche Pflanzenfasern aufzuschließen und daraus Energie zu gewinnen. Dadurch kann sich dein Pferd allein von Rohfasern ernähren. Wird die Grenze von 1,5 kg Raufutter je 100 kg Körpergewicht und Tag unterschritten, können im gesamten Verdauungstrakt zahlreiche Probleme entstehen. Die Probleme beginnen im Maul durch die ungleiche Abnutzung der Zähne und zu geringer Speichelbildung. Hierdurch wird im Magen die Wahrscheinlichkeit von Magenirritationen und Magengeschwüren durch zu wenig Raufutter deutlich erhöht. Im Dickdarm bekommen die Mikroorganismen bei einem Mangel an Rohfasern nicht genügend „Futter“. Sie können sich nicht ausreichend vermehren oder effektiv arbeiten. Dadurch verliert dein Pferd seine wichtigste Energiequelle, was zu Gewichtsabnahme führen kann. Zudem entstehen so zahlreiche Krankheitsbilder wie Blähungen, Durchfall, Kotwasser oder Koliken, aber auch Hufrehe.  Pferdeäpfel geben erste Auskunft über die Gesundheit des Verdauungstraktes  Anhand der Pferdeäpfel kannst du dir bereits ein erstes Bild vom Gesundheitszustand deines Pferdes machen. Betrachte dafür ganz kritisch die Farbe, die Konsistenz und den Geruch der Pferdeäpfel. Im Normalfall weisen Pferdeäpfel eine braune Farbe mit einem leichten Grünstich auf, sind gleichmäßig faserig und glänzen. Ihr Geruch ist in der Regel relativ angenehm und aromatisch. Weichen die Pferdeäpfel von diesen Eigenschaften ab, liegt möglicherweise ein Problem im Verdauungstrakt vor. Diesem geht es dann auf den Grund zu gehen, um das Wohlbefinden deines Pferdes sicherzustellen.   Wie du mit der Fütterung die Verdauung deines Pferdes unterstützt Eine bedarfsgerechte Fütterung mit hygienisch einwandfreiem Futter und eine artgerechte Haltung sind die Grundlagen für eine gesunde Verdauung und damit für ein gesundes Pferd. Gerade bei Pferden, die eine Neigung zu Verdauungsproblemen haben, solltest du die Fütterung und Haltung kritisch überprüfen. Folgende Tipps können helfen, den Magen-Darm-Trakt deines Pferdes zu unterstützen und somit sein Wohlbefinden und seine Gesundheit zu steigern: Fördere das natürliche Fressverhalten deines Pferdes und vermeide lange Fresspausen (max. 4 Stunden). Lasse die Zähne und die Mundhöhle deines Pferdes regelmäßig durch einen Fachtierarzt prüfen. Sorge für eine ausreichende Raufütterung. Ein Pferd benötigt mindestens 1,5 kg Heu je 100 kg Körpergewicht pro Tag. Achte auf eine bedarfsgerechte Kraftfutter-Fütterung, sollte dein Pferd neben Raufutter zusätzliche Energie benötigen. Das Kraftfutter sollte weder zu zucker- und stärkehaltig noch zu eiweißhaltig sein und an die Bedürfnisse deines Pferdes angepasst sein. Verwende Kraftfutter, welches aufgeschlossenes Getreide enthält. Dies erkennst du an den Bezeichnungen hydrothermisch aufgeschlossen, expandiert oder geflockt. Je höher aufgeschlossen das Kraftfutter ist, desto geringer ist meist die täglich benötigte Menge. Vermeide zu große Mengen Kraftfutter pro Mahlzeit. Füttere lieber mehrmals am Tag kleine Portionen, ideal sind 3 bis 4 Kraftfuttergaben. Gehe sparsam mit der Fütterung von Zusatzfuttermitteln um und prüfe kritisch, was wirklich nötig ist. Gerade wenn verschiedene Futterergänzungen von unterschiedlichen Herstellern gefüttert werden, kann es zu Wechselwirkungen kommen, die unerwünscht sind. Verwende ausschließlich Rau- und Kraftfutter in einwandfreier Qualität. Gönne deinem Pferd nach der Fütterung eine Pause und verzichte auf eine direkt anschließende Arbeit mit deinem Pferd. Vermeide einen permanenten Stress-Pegel bei deinem Pferd. Stress beeinflusst nicht nur die Gesundheit negativ, auch der Magen-Darm-Trakt und die Verdauungsvorgänge leiden darunter. Vermeide den Kontakt mit Giftstoffen und Giftpflanzen. Auch wenn Pferde sehr sorgfältig bei der Futterauswahl sind, kann gerade im getrockneten Zustand auch mal eine Giftpflanze gefressen werden. Sorge für ausreichend natürliche Bewegung bei deinem Pferd, z.B. durch täglichen Weidegang und/oder Offenstallhaltung. Dies fördert nicht nur die Verdauung, sondern stärkt außerdem das Herz-Kreislaufsystem. Auch Parasiten können Verdauungsprobleme verursachen. Lasse den Kot deines Pferdes daher regelmäßig kontrollieren und verabreiche entsprechende Wurmkuren. Du bist dir bei der Auswahl des richtigen Futters für dein Pferd mit einer empfindlichen Verdauung unsicher? Dann kontaktiere unsere Pavo Futterberatung. Unsere Experten unterstützen dich gern bei der Zusammenstellung eines optimalen Fütterungskonzeptes für dein Pferd.  
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Fütterung und Gesundheit
Diabetes beim Pferd
Lange Zeit war eine Diabetes Erkrankung bei Pferden unbekannt. In den letzten Jahren stellte sich jedoch heraus, dass Pferde im Laufe ihres Lebens eine Diabetes entwickeln können. Die Insulinresistenz, also ein Diabetes Typ-2, wird inzwischen häufiger diagnostiziert. Diabetes Typ-1, ein Insulinmangel, ist bei Pferden bisher nicht aufgetreten. Welche Ursachen hat Diabetes bei Pferden? Wie kannst du frühzeitig die Symptome einer Diabeteserkrankung erkennen? Welche Pferderassen sind besonders gefährdet? Und wie kann dein Pferd bei Diabetes bzw. einer Insulinresistenz unterstützt werden? Der Gesundheitsdienst (GD) für Tiere in den Niederlanden hat in Zusammenarbeit mit Pavo diese Fragen näher betrachtet. Bei der Untersuchung kamen überraschende Antworten ans Licht. Ursachen und Symptome bei Pferden mit Diabetes Warum entsteht überhaupt Diabetes bei Pferden? Über sein Futter nimmt dein Pferd unterschiedliche Nährstoffe auf, darunter auch Zucker und Stärke. Diese sind nicht nur im Kraftfutter, sondern auch in Gras, Heu und Heulage enthalten. Im Magen-Darm-Trakt werden sie zu Glucose umgebaut und in den Blutkreislauf übergeben. In diesem Moment steigt der Blutzuckerspiegel an. Das Blut transportiert die Glucose an die Stellen im Körper, die sie entweder direkt für Stoffwechselvorgänge benötigen (z.B. Muskulatur oder Leber) oder die Glucose speichern können (z.B. Fettgewebe). Dort wird die Glucose von den Zellen aufgenommen und verarbeitet oder gespeichert. Das Hormon Insulin, das in der Bauchspeicheldrüse produziert wird, fördert diese Aufnahme. Sobald die Glucose von den entsprechenden Zellen aus dem Blut aufgenommen wurde, singt der Blutzuckerspiegel wieder. Generell gilt: je mehr Glucose im Blut, desto mehr Insulin wird produziert. Gelangen über einen längeren Zeitraum größere Mengen an Glucose ins Blut und wird dementsprechend viel Insulin produziert, verlieren die Körperzellen nach und nach ihre Sensibilität für Insulin. Dies gilt vor allem für die Muskel-, Fett- und Leberzellen. Sie reagieren dann also nicht mehr auf den Botenstoff. Hierdurch wird die Glucose nicht mehr effektiv von den Zellen aufgenommen. Um den Blutzuckerspiegel zu regulieren, produziert die Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin. Aber das wiederum kann nicht effektiv für die Senkung des Blutzuckerspiegels genutzt werden. Neben den dauerhaft hohen Insulinwerten im Blut, welche die Resistenz der Zellen weiter verschärft, wird auch die Bauchspeicheldrüse stark überlastet. Zudem ist der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht. Dies überfordert den gesamten Stoffwechsel und führt zu Diabetes. Oft entsteht Diabetes beim Pferd durch andere Erkrankungen, wie zum Beispiel Cushing oder EMS. Bei Cushing (auch PPID genannt) kommt es zu einer Überproduktion von Cortisol, was wiederum die Insulinempfindlichkeit der Zellen herabsetzt und zu Insulinresistenz führen kann. Cortisol ist ein Stresshormon, das in hohen Konzentrationen die Fähigkeit des Körpers, Insulin zu nutzen, beeinträchtigt. Dies verschärft die Insulinresistenz. Bei Pferden mit PPID kann also durch die Fehlfunktion der Hypophyse eine Diabetes-Erkrankung entstehen. Erkrankt ein Pferd an EMS, hat es meist auch eine Insulinresistenz bzw. Diabetes. Durch den hohen Insulinspiegel im Blut wird die Fettspeicherung, insbesondere im Bereich des Halses, gefördert. Dies kann die typischen Fettpolster verursachen. Wichtig ist in dem Zusammenhang, dass eine Insulinresistenz bzw. Diabetes kein Synonym für EMS ist. Die Insulinresistenz ist vielmehr ein Teil der Erkrankung, die im Laufe der Zeit EMS auslösen und verstärken kann. Auch die heutigen Haltungs- und insbesondere Fütterungsbedingungen können Diabetes beim Pferd auslösen. Entspricht die Energiezufuhr nicht dem tatsächlichen Bedarf und ist darüber hinaus die Fütterung zu kohlenhydrat- und zuckerreich, führt dies unweigerlich über längere Zeit zu Stoffwechselproblemen und Insulinresistenzen. Sind dicke Pferde immer anfälliger für Diabetes? Pauschal kann nicht gesagt werden, dass dicke Pferde viel anfälliger für Diabetes sind. Nicht immer bedeutet ein dicker Bauch gleich ein Risiko für Diabetes. Vielmehr ist das Gesamtbild deines Pferdes entscheidend. Dazu zählt neben dem Gewicht auch die Fettverteilung am Pferdekörper, also das Erscheinungsbild deines Pferdes. Dieses kannst du mit dem sogenannten „Body Condition Score“ (BCS) sehr gut beurteilen. Dabei beurteilst du verschiedene Körperstellen wie z.B. den Mähnenkamm, die Schulterblätter oder die Kruppe. Alle Informationen zu diesem Modell kannst du in unserem Ratgeber „Gewicht des Pferdes zu dick oder zu dünn“ nachlesen. Ermittelst du einen sehr hohen Score, empfiehlt sich eine Rücksprache mit deinem Tierarzt, der dein Pferd auf Diabetes testen und euch beim gesunden Abnehmen begleiten kann. Gibt es Pferderassen, die häufiger an einer Diabetes erkranken? Pferde, die mehr Energie aufnehmen als sie verbrauchen, werden dick. Aber nicht alle (zu) dicken Pferde stellen sich als insulinresistent heraus. Dr. Kees Kalis vom GD sagt dazu: „Es überraschte uns: Die Messungen ergaben ein anderes Bild. Wir haben wohl Insulinresistenz bei allen Rassen und in jedem Alter gefunden. Aber nicht alle zu dicken Pferde litten hierunter. Es besteht wohl eine deutliche Verbindung zu bestimmten Rassen.“ Dass vor allem robuste Ponyrassen häufiger Probleme mit Insulinresistenz haben, ist erklärbar. Diese Tiere bilden im Sommer Reserven, da sie in freier Wildbahn an eine karge Fütterung im Winter angepasst waren. In der Praxis bekommen unsere Pferde jedoch im Winter meist mehr stärkehaltiges Kraftfutter. Dies gilt insbesondere, wenn sie dünner werden, auch wenn die zusätzliche Energie den Bedarf übersteigt. Gut genährt geht es dann im Frühjahr auf die Weide, wo weitere Reserven angelegt werden. Die Pferde werden immer dicker. Vor allem Ponys wie Welsh, Welsh Cobs, Isländer und Shetlandponys stellten sich als sehr anfällig hierfür heraus. Deshalb ist es umso wichtiger, diese Rassen bedarfsgerecht zu füttern und sie das ganze Jahr über in einer optimalen Kondition zu halten. Vererbung spielt ebenfalls eine Rolle. Man könnte erwarten, dass Insulinresistenz vor allem bei zu dicken Fjorden und Friesen gefunden wird. Dies war aber nicht der Fall. Darüber hinaus wurde bei dicken KWPN Pferden Diabetes so gut wie gar nicht festgestellt. Das bedeutet, dass nicht alle Pferderassen, die zu viel Zucker aufnehmen, auch direkt insulinresistent werden. Deutlich wird auch, dass nicht nur die Rasse, sondern auch individuelle Veranlagungen ausschlaggebend sind. Grundsätzlich gilt jedoch für alle Pferde: die Zuckerzufuhr im täglichen Futtermittel sollte unbedingt dem tatsächlichen Bedarf des jeweiligen Pferdes angepasst sein. Grundsätzlich empfiehlt sich, den Zuckergehalt gering zu halten. Welche typischen Symptome zeigt ein Pferd mit Diabetes? Pferde, die unter Diabetes leiden, zeigen verschiedene Symptome. Oft sind diese Symptome aber sehr unspezifisch und allgemein. Diabetes beim Pferd wird daher häufig erst festgestellt, wenn die Insulinresistenz bereits fortgeschritten ist. Zu diesen typischen Symptomen zählen: Häufiges Trinken und Wasserlassen, beeinflusst durch die erhöhte Zuckerkonzentration im Blut. Dein Pferd wirkt auffällig schlapp und abgeschlagen. Das Immunsystem wird durch die erhöhte Insulinkonzentration stark belastet, wodurch häufiger Infektionen entstehen. Erkrankungen wie Cushing oder EMS treten auf. Eine Insulinresistenz begünstigt die Entstehung von Entzündungen wie z.B. Hufrehe. Treffen die genannten Symptome auf dein Pferd zu? Dann ziehe am besten einmal deinen Tierarzt zu Rate. Tierarzt Eric Laarakker misst bereits seit vielen Jahren Insulinresistenz bei Pferden und Ponys. Er trifft in seiner Praxis regelmäßig auf Pferde mit einer Diabetes und stellt fest, dass aus Insulinresistenz viel mehr Probleme resultieren als nur das Risiko einer Hufrehe. „Ich stoße auch auf Muskelsteifheit, chronische Atemwegsprobleme, die sich bei Weidegang und Gelenkentzündungen verschlimmern. Dies ist vor allem bei älteren Pferden zu beobachten, bei denen der Stoffwechsel häufig etwas mühsamer verläuft und die Leistung der Darmbakterien abnimmt.“ Pferde mit Problemen bekommen oft Nahrungsergänzungsmittel. In vielen Präparaten ist jedoch Zucker enthalten. Tierarzt Eric Laarakker sagt dazu: „Wenn man nicht weiß, dass die Steifheit seines Pferdes durch Insulinresistenz verursacht wird und man gibt ihm z.B. Glucosamin, dann bekommt es wohl täglich zwei große Schippen Zucker extra, die ganz und gar nicht gut für das Pferd sind.“ Behandlung von Pferden mit Diabetes  Über einen Bluttest und einer Urinuntersuchung kann dein Tierarzt eine Diabetes-Erkrankung bei deinem Pferd diagnostizieren. Dabei wird die Glukose- und Insulinkonzentration im Blut ermittelt. Die Behandlung deines Pferdes erfolgt dann individuell und je nach Krankheitsstatus. Eine leichte Insulinresistenz kann schon mit der Anpassung des Fütterungsmanagements sowie der täglichen Bewegung gut behandelt werden. Auch eine gesunde, verantwortungsvolle Gewichtsreduktion ist bei dickeren Pferden mit einer Diabetes essentiell. Wie du dein Pferd mit Diabetes unterstützen kannst  Mit folgenden Tipps kannst du die Sensibilität der Insulinrezeptoren deines Pferdes unterstützen und dadurch die Symptome einer Diabeteserkrankung mindern. Tipps für Pferde mit Insulinresistenz: Sorge durch ein optimales Futtermanagement (bedarfsgerechter Versorgung) und Bewegung dafür, dass dein dickes Pferd ein paar Kilos verliert. Unser Pavo InShape Abnehmprogramm wird dich dabei unterstützen. Verteile die Futterrationen auf mehrere kleine Portionen pro Tag. Achte auf den Zuckergehalt in deinem Raufutter und lasse diesen regelmäßig überprüfen (Raufutterschnelltest). Sollte dein Pferd neben Raufutter und Mineralfutter ein zusätzliches Kraftfutter benötigen, dann füttere ausschließlich energie- und zuckerarmes Kraftfutter. Achte auch beim Mineralfutter auf eine melasse- und getreidefreie Variante. Schränke den Zugang zu frischem, fruktanreichem Weidegras ein. Zucker im Pferdefutter reduzieren – konkrete Maßnahmen  Um eine Insulinresistenz zu vermeiden oder einzudämmen, sollte dein Pferd möglichst wenig Kohlenhydrate bzw. Zucker aufnehmen. Es reicht dabei nicht aus, nur nach dem Kraftfutter zu schauen. Gras und Heu sind durchaus auch eine sehr große Zuckerquelle. Ein regelmäßiger Weidegang ist für Pferde immer eine willkommene Beschäftigung. Allerdings gilt es hierbei einiges zu beachten. So wird z.B. oft angenommen, dass kahle Weiden nährstoffärmer sind. Dem ist jedoch nicht so. Das gestresste Gras auf kahlen Weiden ist auf Wachstum eingestellt. Dabei wird extra viel Fruktan produziert, eine Zuckerart, auf die Pferde und Ponys sehr sensibel reagieren. Derselbe Effekt entsteht, wenn eine Weide erst gemäht wird, bevor Pferde darauf grasen dürfen. Das Wachstum wird gerade dadurch angetrieben, wodurch dieses Gras extra Zucker enthält. Pferde lieben dieses junge Gras und fressen es darum besonders gierig. Auch im Frühling und im Herbst, wenn die Nächte kalt sind, besteht ein erhöhtes Risiko. Die Pflanze speichert viel Fruktan, um dann tagsüber, bei wärmeren Temperaturen alle Energie ins Wachstum zu stecken. Viele Pferdehalter sind außerdem zurückhaltend, was die Weidedüngung angeht. Bestimmte Mängel an Nährstoffen im Boden sorgen allerdings ebenfalls für gestresstes Gras. Optimal für Pferde sind gedüngte, gut gepflegte Weiden mit einer dichten Grasnarbe und einer Grashöhe von mindestens 30 cm. Um deinem insulinresistenten Pferd trotzdem eine Weidemöglichkeit zu geben, sollte die Weidefläche und auch die Weidezeit eingeschränkt werden. Dabei sollten die Pferde vor allem nicht in den frühen Morgenstunden oder abends, wenn die Temperaturen sinken, weiden dürfen. Mehr Informationen zum Thema findest du in unserem Ratgeber: Pferdeweiden bewirtschaften. Auch Raufutter wie Heu und Heulage enthält Zucker. Wie viel? Das kann mit bloßen Augen schwer bestimmt werden. Der Pavo Raufutter-Schnelltest liefert hier eine Einschätzung, wodurch du auch die Heufütterung für dein Pferd mit Diabetes optimal auslegen kannst. Sollte der Zuckergehalt im Heu zu hoch sein, kannst du entweder auf eine andere Partie ausweichen oder das Heu mit zuckerarmen Heuersatzprodukten, wie z.B. Fibre Nuggets oder FibreNuggets Hard mischen. Kraftfutter für Pferde mit Insulinresistenz Pferden, die eine Veranlagung für Insulinresistenz haben, sollten bei Bedarf ein zucker- und stärkearmes Futter bekommen, z.B. Pavo InShape speziell für dicke Pferde oder Pavo’s Nature‘s Best ergänzt mit Pavo Daily Plus. Letzteres ist eine Mischung verschiedener Rohfasern. Indem du 1 oder 2 Hände voll Daily Plus mit dem Kraftfutter vermengst, muss dein Pferd länger kauen. Hierdurch produziert es mehr Speichel, so dass das Futter gleichmäßiger verdaut werden kann. Für deinen Senior eignet sich besonders Pavo 18Plus. Der Zucker- sowie Stärkegehalt ist in diesem Seniorenfutter auf die Bedürfnisse deines alten Pferdes (mit Diabetes) optimal abgestimmt. Auch das Kräutermüsli Pavo Care4Life eignet sich optimal für Pferde mit einer Insulinresistenz. Das vollwertige Kraftfutter mit 11 Kräutern versorgt dein Pferd mit allen wichtigen Nährstoffen. Dabei ist es aber besonders energie-, zucker- und stärkearm. Dank der optimalen Kombination mit Vitaminen und Mineralstoffen benötigst du kein weiteres Mineralfutter. Die raue Struktur des Kräutermüslis sorgt darüber hinaus dafür, dass dein Pferd beim Fressen lange kauen muss.
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Fütterung und Gesundheit
Der richtige Hafer im Pferdefutter
Seit über 2.000 Jahren ist Hafer von groβer Bedeutung in der Pferdefütterung. Schon die Römer fütterten ihren „Streitrössern“ Hafer, um ihnen einen Extraschub an Energie für die schwere Arbeit zu geben. Im Gegensatz zu Weizen, Gerste oder Mais hat Hafer den Vorteil, dass die darin enthaltene Stärke leichter verdaulich ist und schnelle Energie liefert. Der ursprüngliche Hafer gehört zu der Familie der Rispengräser und wurde in der traditionellen chinesischen Medizin u.a. zur Regulierung des Blutzuckerspiegels verwendet. In der Naturheilkunde wird Hafer auch bei Unruhe, Spannungszuständen, Einschlafstörungen, Hauterkrankungen und Entzündungen eingesetzt. Das unscheinbare Getreide steckt voller wichtiger Inhaltsstoffe und ist für Pferde sehr gesund. Der Anteil an essentiellen Aminosäuren im Hafer ist beachtlich. Diese sind besonders wichtig für den Pferde-Stoffwechsel und dienen als Bausteine körpereigener Proteine. Darüber hinaus ist Hafer reich an Mineralstoffen (Kalium, Magnesium, Eisen, Calcium und Phosphor), Vitaminen (Vitamin B, Vitamin E) und Spurenelementen (Zink, Selen). Der genaue Anteil im Hafer ist jeweils abhängig vom Mutterboden, auf dem er gewachsen ist. Somit unterliegen die genauen Mengen immer natürlichen Schwankungen. Hafer wird von Pferden sehr gerne gefressen, denn er hat einen angenehm süßlichen Geschmack.  Durchschnittlich hat Hafer einen Kohlenhydratanteil von 59%, wobei dieser überwiegend aus leicht verdaulicher Stärke sowie 7% Fett besteht. Er liefert also eine Menge Energie! Ein Kilogramm Hafer hat fast doppelt so viel Energie wie die gleiche Menge Heu. Welcher Hafer ist der Richtige für dein Pferd? Hafer ist also gesund – so weit so gut – aber welche Hafersorte ist die Richtige für Pferde? Es gibt weißen, schwarzen, goldenen und grünen Hafer. Dabei ist fast ausschließlich der Spelz, also die äußere Schale um das Korn, ein Unterscheidungsmerkmal. Im Kern sind die verschieden Haferarten in ihrer Zusammensetzung nahezu gleich. Ausschlaggebend ist also nicht unbedingt die Farbe des Hafers, um dein Pferd richtig zu versorgen, sondern die Qualität. Pavo verwendet zwei verschiedene Sorten Hafer in seinen Produkten: weißen Hafer und schwarzen Hafer. Hafer eignet sich bereits in unbehandelter Form als Futtermittel. 100 Liter unbehandelter, gereinigter Hafer wiegen 50kg. Pavo bezieht den Hafer aus Belgien und Frankreich und verwendet diesen in entspelzter Form. Der Hafer wird im Verarbeitungsprozess besonders gereinigt und von seinen Spelzen befreit. „Entspelzen“ bedeutet konkret, dass der Hafer schon gedroschen ist: er enthält also nur noch die einzelnen Ähren, in denen aber noch das ummantelte Korn sitzt. Nicht entspelzter Hafer kann bei empfindlichen Pferden manchmal irritierend auf den Verdauungstrakt wirken. Weitere Vorteile von entspelztem Hafer sind, dass das Gewicht auf 55-57kg je 100 Liter ansteigt und der Hafer für Pferde leichter zu verdauen ist. Neben ganzen, natürlichen Haferkörnen ist Hafer auch als Walzhafer (Haferflocken) erhältlich.  Folgende Tabelle zeigt dir die durchschnittliche Zusammensetzung von Schwarzhafer, Hafer und weißem Walzhafer:   Entspelzter Schwarzhafer Entspelzter Hafer Walzhafer Rohprotein 10,0 10,0 10,0 Rohfett 4,8 4,8 4,1 Rohfaser 10,0 11,0 12,0 Rohasche 3,0 3,0 3,0 Zucker 0,8 0,8 0,8 Stärke 40,6 37,2 37,2 Unbehandelt, gequetscht oder gewalzter Hafer? Hafer kann in seiner ganz natürlichen Form mit oder ohne Spelzen gefüttert werden. Gerade bei unempfindlichen Pferden kann sich die Fütterung von Hafer mit Spelzen anbieten, denn sie regen zum intensiven Kauen und Einspeicheln des Getreides an. Das Ausscheiden von kleinen Mengen unverdautem Hafer ist keine Seltenheit und gibt keinen Grund zur Sorge. Lediglich für dein älteres Pferd mit schlechten oder fehlenden Zähnen solltest du bevorzugt gequetschten Hafer füttern. Achte bei gewalztem und gequetschtem Hafer darauf, dass dieser frisch gequetscht und entweder binnen 24 Stunden verfüttert oder sorgfältig und trocken für eine spätere Fütterung verpackt wird. Gequetschter Hafer neigt nämlich schnell zur Schimmelpilzbildung. Außerdem verflüchtigen sich durch Oxidation die enthaltenen wichtigen Vitamine sehr schnell. Auf was solltest du bei der Fütterung von Hafer bei Pferden achten? Eine Besonderheit des Hafers ist, dass er sehr viel Phosphor im Gegensatz zu seinem Anteil von Calcium enthält. Um dieses niedrige Calcium-Phosphor-Verhältnis auszugleichen wird empfohlen, bei einer Fütterung allein mit Hafer einen Haferergänzer beizufüttern. Hafer Fütterungsempfehlung Hafer kann als schneller Energielieferant für Sportpferde genutzt werden. Wir empfehlen 1-2kg am Tag (max. 1 kg je Mahlzeit). Fütterst du nur bis zu 1kg Hafer pro Tag, so ist eine Anpassung der Ration bezüglich des Calcium-Phosphor-Verhältnis nicht nötig. Wenn du 2kg oder mehr Hafer am Tag fütterst, solltest du dein Pferd zusätzlich mit Calcium versorgen, zum Beispiel mit Pavo Performance oder Pavo Vital. Das Sportpellet für Hochleistungen Pavo Perfomance  kann die Haferration ergänzen. Das Verhältnis von Hafer zu Pavo Performance 1:3 zu füttern. Beispiel: für ein 600 kg Pferd (bei mittlerer Arbeit): 0,5 kg Hafer, 1,5 kg Pavo Performance. Bei Pavo Vital handelt es sich um ein vollwertiges Mineralfutter in der Darreichungsform „Pellets“. Es ist eine vollständige Ergänzung von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen für Pferde, die kein oder nur wenig Kraftfutter bekommen. Wie viel Hafer ein Pferd genau zu sich nehmen sollte, kann nicht pauschalisiert werden und ist von Pferd zu Pferd unterschiedlich. Fütterst du Hafer bedarfsgerecht und abhängig vom Energiebedarf deines Pferdes. In erster Linie sollte der Energiebedarf über Heu, Weidegras und Stroh sichergestellt werden, was für viele Pferde bereits genügt und eine Fütterung von Hafer nicht notwendig ist. Pferde, die aber sehr viel bewegt werden, regelmäßig arbeiten oder im Sport geritten werden, benötigen manchmal eben doch eine zusätzliche Hafer-Fütterung, um ausreichend Energie zu erhalten. Qualitätsprüfung des Hafers Wenn du überprüfen möchtest, ob die Qualität des Hafers optimal ist, gibt es folgende einfache Möglichkeiten: Die Wasserglasmethode: Hierfür benötigst du ein großes Glas frisches Leitungswasser. Gebe eine Hand voll Hafer hinein. Je mehr Haferkörner nach unten sinken, desto besser ist die Qualität. Sollte das Wasser sehr trüb werden, so haften gegebenenfalls zu viele Schmutzpartikel und Milbenkot am Hafer.   Der Geruchstest: Nehme eine Portion Hafer in deine Hand und rieche daran. Sollte der Hafer von schlechter Qualität sein, riecht er modrig oder es wird sogar ein schlechter, beißender Geruch von ihm ausgehen. Lagere den Hafer nach dem Kauf daher am besten dunkel, kühl und trocken. Papiersäcke sind für die Lagerung ideal, da sie luftdurchlässig sind und so die Bildung von Schimmel verhindert werden kann. Wird der Hafer feucht, ist er ein hervorragender Spielplatz für Milben und Schimmel. Die Körner verlieren Kohlenhydrate, werden muffig, schimmlig und sollten nicht mehr an dein Pferd verfüttert werden. „Ich glaub, dich sticht der Hafer?“ – Was ist dran am Sprichwort? Dieses Sprichwort ist jedem bestimmt geläufig und es kommt tatsächlich aus der Pferdehaltung. Früher ist man davon ausgegangen, dass die spitzen Spelzen die Pferde im Darm und beim Äppeln „stechen“ könnten und sie dadurch wilder und unruhiger werden. Du kannst aber beruhigt sein: die Spelzen verursachen keinerlei stechende Schmerzen. Ebenso macht Hafer in bedarfsgerechten Mengen Pferde nicht verrückt, sondern eher vital, lebensfroh und arbeitswillig!
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Fütterung und Gesundheit
Rohstoffe im Pferdefutter
Hast du dir eigentlich schon einmal diese Frage gestellt: „Warum füttere ich dieses Futter für mein Pferd?“ Hintergrund ist, dass jeder Pferdebesitzer sich sehr kritisch damit beschäftigen sollte, was das Pferd täglich zu fressen bekommt und woraus sich dieses Futter zusammensetzt. Dieses Wissen ist wichtig, um den Bedürfnissen deines Pferdes gerecht zu werden und für eine bedarfsgerechte Fütterung zu sorgen. Die Basis einer jeden Pferdefütterung sollte qualitativ hochwertiges Raufutter und ein Mineralfutter bilden. Sollte dein Pferd darüber hinaus noch einen Bedarf haben, kann die zusätzliche Fütterung eines Kraftfutters sinnvoll sein. Aber Kraftfutter ist nicht gleich Kraftfutter. Auch die Pferdefutter Hersteller haben sich auf die Bedürfnisse der unterschiedlichsten Pferde eingestellt, so dass das Angebot an Futtersorten riesig ist. Bei der Auswahl des richtigen Futters für dein Pferd solltest du folgende Anforderungen im Vorfeld klären: benötigt dein Pferd überhaupt zusätzlich ein Kraftfutter? Welche Ziele sollen mit dem Futter erreicht werden? Welchen Bedarf hat dein Pferd? Welche Rohstoffe sollen im Pferdefutter enthalten, bzw. nicht enthalten sein? Sind bei deinem Pferd gesundheitliche Probleme bekannt, die bei der Fütterung berücksichtigt werden müssen? Leider wissen viele Pferdebesitzer viel zu wenig über die Zusammensetzung des Kraftfutters. Dabei ist gerade diese und damit die Auswahl des richtigen Futters für dein Pferd entscheidend für seine Gesundheit und seine Leistungsbereitschaft. Du hast Fragen zur Zusammensetzung oder wünscht dir eine Futterberatung für dein Pferd? Dann nehme mit der Pavo Fütterungsberatung Kontakt auf. Wie werden die Rohstoffe in der Zutatenliste aufgeführt? Wie bei Lebensmitteln für den menschlichen Verzehr werden auch die Zutaten im Pferdefutter in der Reihenfolge gelistet, wie sie mengenmäßig enthalten sind. Der erstgenannte Inhaltsstoff ist demnach mit dem größten Anteil enthalten und die letzten Inhaltsstoffe am geringsten. Alle Futtermittelhersteller sind verpflichtet, die Rohstoffnamen in abnehmender Reihenfolge auf der Verpackung oder dem Etikett aufzuführen. Wie wird Kraftfutter für Pferde definiert? Kraftfutter ist eine Mischung aus verschiedenen Inhaltsstoffen, die zusammen eine komplette Ergänzung zum Raufutter bilden. Kraftfutter (in Form von Pellets oder Müslis) werden in der Regel extra Vitamine und Mineralien zugefügt, so dass dieses unter Berücksichtigung der Fütterungsempfehlung eine vollwertige Mahlzeit für dein Pferd ergibt. Die verschiedenen Pferdefuttermittel unterscheiden sich nicht nur in der Zusammensetzung, sondern auch in der Verdaulichkeit und somit dem Nährwert. Welche Rohstoffe werden im Pferdefutter verwendet? Kraftfutter (Pellets oder Müslis) wird aus mehreren Rohstoffen zusammengesetzt. Als Energielieferant wird Getreide wie Hafer, Gerste, Weizen und Mais verwendet. Im Müsli findest du auch viele bearbeitete Varianten von Getreide wie gequetschter Hafer, gequetschte und gepuffte Gerste, Weizen oder Mais. Für extra Eiweiß werden meistens erhitzte Sojabohnen, Sojaschrot oder Erbsen verwendet. Als Ballaststoffquelle eignen sich Sojahüllen, getrocknetes Gras oder Luzerne sehr gut. So gut wie alle zusammengesetzten Kraftfuttersorten enthalten Vitamine und Mineralien. Im Müsli werden diese oft in Form von kleinen Körnern zugefügt. In günstigeren Futtersorten für Pferde finden Sie auch häufig andere Rohstoffe wie Rapsschrot, Maiskleber und Palmenkernsplitter. Als Energiequelle werden oftmals günstigere und weniger schmackhafte Rohstoffe wie Tapioka (stärkereich) und Kokosschrot (fettreich) verwendet. Manchmal werden ebenfalls Rübenschnitzel und Stroh verwendet. Rübenschnitzel sind schmackhaft und nahrhaft, sollten aber grundsätzlich eingeweicht gefüttert werden, um Darmprobleme zu verhindern. Getreide im Pferdefutter „Ein schwer arbeitendes Pferd verdient den Hafer“ ist ein Ausdruck, der vielen bekannt sein wird. Seit jeher wurden Pferde mit dieser Getreidesorte zugefüttert. Hafer und auch anderes Getreide enthält viel Zucker und Stärke. Diese kann von Pferden in schnell verfügbare Energie umgewandelt werden. Die Verdaulichkeit der Stärke ist abhängig von der Getreidesorte. Vermeide eine Überfütterung von zucker- und stärkereichen Futtersorten, denn die Verdauungskapazitäten dieser Nährstoffe sind bei Pferden begrenzt. Erfahre mehr dazu in unserem Ratgeber „Was bewirkt Zucker beim Pferd?“. Einige Getreidesorten müssen zur optimalen Verdauung zuerst einer Hitzebehandlung unterzogen werden, bevor sie vom Pferd gut verwertet werden können. Dieser Prozess ist vergleichbar mit dem Kochen von Speisen z.B. dem Kochen von Kartoffeln. Ein Prozess, der von uns Menschen fast täglich angewandt wird. Durch das Kochen können wir die Stärke aus den Kartoffeln besser verdauen, was im rohen Zustand nicht möglich ist. Gleiches gilt auch für das Getreide im Pferdefutter: Um eine bessere Stärkeverdauung zu erzielen, werden viele Getreidesorten gequetscht, gekocht, gewalzt oder expandiert (gepufft). Ein gutes Beispiel ist Mais: Nach dem Expandieren wird aus dem Mais natürliches Popcorn und die Stärkeverdaulichkeit wird dadurch für das Pferd erheblich verbessert. Getreide wird von den meisten Pferden gern gefressen. Es ist nahrhaft, aber leider auch sehr einseitig. Eine Ration mit ausschließlich Getreide als Pferdefutter ist daher nicht empfehlenswert. Getreide enthält viel Energie, aber auch wenig Vitamine und Mineralien. Hinzukommt, dass einige wichtige Mineralien im Getreide in einem ungeeigneten Verhältnis enthalten sind. Das ideale Calcium-Phosphor Verhältnis für ein Pferd beträgt 2:1. In Getreide ist es aber 1:2. Daher sollte eine reine Getreidefütterung grundsätzlich mit extra Vitaminen und Mineralien (Calcium) ergänzt werden. Der Gesamt-Eiweißgehalt der meisten Getreidesorten ist in Ordnung (8-12%). Allerdings ist die Eiweiß-Zusammensetzung nicht ideal, d.h. der Anteil an essentiellen Aminosäuren ist eher gering. Aufgrund des niedrigen Gehalts an Baustoffen (Eiweiß und Mineralien) ist eine reine Getreidefütterung vor allem für aufwachsende Pferde nicht geeignet. Erfahren Sie mehr zum „Eiweißgehalt im Pferdefutter“ in unserem Ratgeber. Hafer Hafer ist bereits seit Generationen als das ,,Pferdegetreide‘‘ bekannt. Pferde fressen den Hafer gern. Neben viel Stärke und etwas Zucker, besitzt Hafer einen soliden Rohfaseranteil (Bast). Aufgrund dieses großen Bastes ist der Energiewert von Hafer niedriger als von anderen Getreidesorten, denn aus Rohfasern kann ein Pferd weniger Energie gewinnen als aus Stärke. Traditionell bekommen Pferde gequetschten Hafer, wobei die Hülse um den Hafer aufgebrochen wird. Dadurch können die Verdauungssäfte einfacher an die Stärke im Haferkorn gelangen. Tipp: Wenn Ihr Pferd zu schnell und zu gierig frisst, dann vermische den Hafer mit einer Hand voll Luzerne- und/oder Strohhäckseln. Dein Pferd wird dadurch länger kauen, was der Verdauung zu Gute kommt. Gerste Gerste wird im Pferdefutter immer häufiger gebraucht, weil sie viel Energie enthält. Der Bast ist dünner und der Stärkegehalt höher als bei Hafer. Die Stärke von Gerste ist im Vergleich zu Hafer weniger gut verdaulich für Pferde. Daher wird Gerste meistens in eingeweichter, flockiger oder gepuffter Form gefüttert. Weizen Weizen ist viel einseitiger als Hafer oder Gerste. Weizen besitzt nämlich einen sehr dünnen Bast und besteht hauptsächlich aus Stärke. Hierdurch ist der Energiewert hoch, aber es sind kaum Ballaststoffe enthalten. In Kombination mit anderen Getreidesorten können Pferde sehr gut mit Weizen gefüttert werden. Von einer reinen Weizenfütterung ist abzuraten: Weizen ist zu einseitig. Dinkel Dinkel ist eine sehr alte Getreidesorte. Im Gegensatz zu den heutigen Gewächsen wie Weizen, Gerste und Mais, wurde Dinkel nie kultiviert. Es ist also ein sehr ursprüngliches Gewächs. Der ungepellte Dinkel fällt durch seinen hübsch geformten Bast auf. Dieser enthält wertvolle Ballaststoffe, welche die Darmfunktion stimulieren. Der Kern des Dinkels ähnelt dem Weizenkorn stark und kann vom Pferd sehr gut verwertet werden. Mais Mais hat einen ähnlichen Nährwert wie Weizen. Die Qualität der Stärke ist allerdings deutlich anders: Maisstärke wird viel langsamer verdaut als Stärke aus anderem Getreide. Daher sollte das Füttern von ganzen Maiskörnern vermieden werden. In gequetschter oder gepuffter Form (natürliches Popcorn) ist Mais wiederum sehr gut verdaulich. Getreidenebenprodukte im Pferdefutter Weizenkleie Weizenkleie sind Hülsen vom Weizenkorn, die übrigbleiben, nachdem die Stärke zum größten Teil aus dem Korn geholt wurde. Die Stärke wird vor allem in der Lebensmittelindustrie gebraucht und die Weizenkleie vor allem in der Pferdefütterung. Weizenkleie enthält mehr Eiweiß als Getreide (16%), aber die Qualität dieses Eiweißes ist mäßig. Der Stärkegehalt ist niedrig und der Ballaststoffgehalt hoch, wodurch Weizenkleie für Pferde ungefährlich ist. Weizenkleie enthält, genau wie Getreide, wenig Mineralien und das Calcium-Phosphor Verhältnis ist ungünstig. Weizenkleie hat eine abführende Wirkung. Wenn dein Pferd an Durchfall leidet, sollte die Fütterung von Weizenkleie unbedingt vermieden werden. Weizengrießkleie Weizengrießkleie hat einen ähnlichen Nährwert wie Weizenkleie, mit dem Unterschied, dass Weizengrießkleie etwas mehr Eiweiß enthält. Weizengrießkleie wird gern von Pferden gefressen und im Pferdefutter genutzt. Weizenkleber Weizenkleber entsteht bei der Stärkegewinnung aus Weizen. Der Kleber ist eiweißreich und kann darum bei manchen Menschen eine Unverträglichkeit (Glutenintoleranz) verursachen. Bei Pferden ist dies nicht der Fall. Weizenkleber ist aufgrund seines bitteren Geschmacks im Pferdefutter nicht sehr beliebt. Haferflockenabfallmehl Auch Haferflockenmehl besteht aus einem Rest, der bei der Stärkegewinnung aus Haferflocken entsteht. Das Abfallmehl besteht hauptsächlich aus dem Bast des Hafers. Dieser Bast ist schwer verdaulich und liefert dem Pferd wenig Energie. Haferflocken sind ein günstiger Rohstoff und werden darum oft für energiearme Pferdefuttersorten verwendet. Haferflockenabfallmehl riecht muffig und ist vergleichbar mit dem Geruch von nassen Zeitungen. Es wird von Pferden daher nicht immer gern gefressen. Leinsamen Leinsamen enthalten viel Öl (30%) und sorgen für ein schönes, glänzendes Fell deines Pferdes. Leinsamen sollten niemals unbehandelt gefüttert werden, da diese im Rohzustand giftige Stoffe enthalten. Durch Hitzebehandlungen (oder durch Kochen) werden diese Stoffe aufgespalten und sind anschließend vollständig unschädlich. Sobald nach dem Abkühlen ein graues Gelee auf den Leinsamen entsteht, kannst du diesen perfekt füttern. Vermische die Leinsamen mit ein bisschen nasser Kleie oder Kraftfutter. Die Fütterung von Leinsamen eignet sich besonders als natürlicher Magenschutz, z.B. bei Pferden mit Magengeschwüren. Sojabohnen Sojabohnen enthalten viel Eiweiß und sehr gesundes Öl. Für Menschen gilt, dass Sojabohnen gut als Fleischersatz dienen können. Achte in der Pferdefütterung darauf, Sojabohnen nicht unbehandelt zu füttern, denn sie enthalten auch einige schädliche Stoffe. Nach der Erhitzung sind diese Stoffe vollständig unschädlich. Darum werden meistens dampferhitzte oder gepuffte Sojabohnen im Pferdefutter verarbeitet. Pflanzliche Öle im Pferdefutter Pflanzliche Öle werden aus Getreide oder Samen gewonnen. Bekannte Öle, die an Pferde gefüttert werden, sind Leinöl, Speiseöl und Sojaöl. Pferde können alle Öle gut verdauen. Sie liefern Energie und verhelfen zu einem prächtig glänzenden Fell. Wenn ein Kraftfutter kein zugefügtes Öl enthält, können Sie Ihrem Pferd täglich bis zu max. 300ml täglich zufüttern. Um Magen-Darmprobleme zu vermeiden, sollten Sie auf die Beigabe größerer Mengen verzichten. Leinöl Leinöl enthält viele ungesättigte Fettsäuren und ist sehr gesund. Es ist aber gleichzeitig auch nur begrenzt haltbar. Speiseöl Speiseöl ist eine Mischung aus unterschiedlichen Ölen und kann dementsprechend pro Marke in seiner Zusammensetzung verschieden sein. Sojaöl Dieses Öl ist sehr schmackhaft und stellt weniger Anforderungen an die Aufbewahrung als Leinöl. Sonnenblumenöl Sonnenblumenöl ist recht hitzestabil und stellt ebenfalls geringe Anforderungen an die Aufbewahrung. Sonstige Nebenprodukte im Pferdefutter Auch für die Nebenprodukte von ölhaltigen Samen gilt, dass ein oder mehrere Teile aus dem ursprünglichen Samen stammen. Aus den ölhaltigen Samen werden z.B. Leinöl, Palmöl, Kokosöl und Sojaöl gewonnen. Diese Öle sind in unserer Ernährung vor allem wegen ihres hohen Gehalts an ungesättigten Fettsäuren wie Linolsäure und Linolensäure bekannt. Die Überbleibsel mit spezifischen Merkmalen werden in der Pferdefütterung verwendet. Kokosschrot und Palmenkerne können Theobromin enthalten. Dies gehört zu den verbotenen Dopingstoffen nach dem Reglement der FEI. Luzerne Luzerne ist sehr nährstoffreich und hat viele positive Eigenschaften. Diese Futterpflanze hat von Natur aus einen sehr niedrigen Zucker- und Stärkegehalt und ist dabei besonders eiweißreich. Auch der hohe Calciumgehalt sollte nicht außer Acht gelassen werden. Raufutterprodukte aus Luzerne eigenen sich besonders gut für Pferde mit erhöhtem Eiweißbedarf, wie z.B. magere, alte Pferde oder Pferde, die nach einer Krankheit regenerieren müssen. Auch Pferde mit Stoffwechselerkrankungen, die zucker- und stärkearm, aber eiweißreich ernährt werden müssen, profitieren von Luzerne-Raufutterprodukten. Leinmehl Leinmehl ist ein Restprodukt aus der Leinölgewinnung. Es enthält viele Ballaststoffe und Eiweiße und wenig Öl. Leinsamen ist bei Pferdehaltern beliebt, aber auch teuer. Auf Verpackungen und in Prospekten wird oft angegeben, dass ein Nahrungsprodukt Leinöl oder sogar Leinsamen enthält. Schaue hier noch einmal genauer nach: In vielen Fällen werden nämlich nicht Leinsamen, sondern das Leinmehl verarbeitet. Dieses Leinmehl enthält zwar viele Eiweiße, aber nur wenig Öl. Kokosschrot Kokosschrot ist ein Restprodukt aus der Kokosölgewinnung. Es enthält viele, teils schwer verdauliche Ballaststoffe. Aufgrund des angebrannten Geruchs finden Pferde diesen Rohstoff nicht besonders schmackhaft. Kokosschrot kann Spuren von Dopingmitteln enthalten (Theobromin). Wenn du laut des Reglements der FEI an einem Turnier teilnehmen möchtest, solltest du diesen Rohstoff unbedingt vermeiden. Palmenkerne Auch für Palmenkerne gilt, dass wenn du laut des Reglements der FEI an einem Turnier teilnehmen möchtest, darf  dein Pferd dieses Nebenprodukt nicht gefressen haben. Dieser Rohstoff kommt in den Produkten von Pavo nicht vor. Sojaschrot Sojaschrot ist ein Restprodukt aus der Sojaölgewinnung. Es ist hervorragend als Eiweißquelle im Pferdefutter geeignet. Eiweißreiche Rohstoffe riechen nicht besonders schmackhaft, werden aber trotzdem gut von Pferden gefressen. Sojahüllen Wenn neben dem Öl auch noch das Eiweiß (Schrot) aus der Sojabohne gewonnen wurde, dann bleibt nur noch die Hülle über. Diese heißen dann „Sojahüllen“. Sojahüllen sind eiweiß- und fettarm, aber ballaststoffreich. Diese Ballaststoffe werden vom Pferd sehr gut verdaut. Sojahüllen sind so gut wie geruchsneutral und werden gut von Pferden gefressen. Wintermöhre Wintermöhren stellen einen wahren Leckerbissen für dein Pferd dar. Sie enthalten vor allem viel Wasser. Dein Pferd wird also von ein paar Möhren am Tag nicht dick. Neben viel Wasser und ein bisschen Zucker, enthalten Möhren natürliche Provitamine A (Betakarotin). Futterrübe Auch Futterrüben enthalten viel Wasser. Sorge dafür, dass die Rüben frei von Sand sind, bevor diese gefüttert werden. Tapioka und Maniok Tapioka und Maniok sind zwei verschiedene Namen für dieselbe Rübe. Tapioka ist reich an Stärke und wird in der menschlichen Ernährung viel für Produkte wie Krabbenbrot verwendet. Pferde schätzen den von Natur aus bitteren Geschmack nicht. Tapioka wird gelegentlich für Pferdefutter verwendet, um den Herstellungspreis zu senken, da Tapioka ein relativ günstiger Rohstoff ist. Kartoffel Kartoffeln wurden früher Arbeitspferden zugefüttert. Einige Pferde reagieren aber allergisch auf Kartoffeln und bekommen Probleme an den Beinen (Kartoffelekzem). Eine Fütterung von rohen Kartoffeln ist nicht empfehlenswert. Melasse Dieser Rohstoff sieht aus wie Sirup. Melasse ist ein Restprodukt der Zuckergewinnung für menschliche Nahrungsmittelprodukte. Melasse wird so gut wie für alle Sorten Kraftfutter gebraucht. Melasse ist ein Geschmacksverstärker, weil sie viel Zucker enthält und ist außerdem ein perfektes Mittel, um feste Pellets zu pressen. Der Zuckergehalt kann von 1 bis 7% variieren. Pferde lieben sie! Rübenschnitzel Rübenschnitzel sind ein Restprodukt aus der Zuckergewinnung. Sie bestehen hauptsächlich aus Ballaststoffen. Diese Ballaststoffe können Pferde sehr gut verdauen und ähneln darum den Sojahüllen. Leider dehnen sich trockene Rübenschnitzelpellets in Wasser sehr stark aus. Bis zu 6 Mal ihres eigenen Volumens! In trockener Form sind Rübenschnitzel daher gefährlich für Pferde. Die Schnitzel müssen immer erst eingeweicht werden (1 Teil Rübenschnitzel mit 4-6 Teilen Wasser), bevor sie an Pferde gefüttert werden. So vermeidest du Darmverstopfungen. Reiskleie Im Gegensatz zu Getreidestärke wird Stärke aus Reiskleie langsam verdaut. Dies führt zu einer gleichmäßigeren Freisetzung von Glukose, was als langsam freiwerdende Energie bezeichnet wird. Dies hat außerdem einen positiven Einfluss auf einen niedrigen glykämischen Index. Dieser gibt an, inwieweit die Kohlenhydrate (Zucker und Stärke) in einem Produkt den Glukosespiegel im Blut beeinflussen. Reiskleie ist daher eine gut verdauliche und wertvolle Energiequelle für dein Pferd. Reiskleie hat neben einem hohen Energie- und Eiweißgehalt außerdem einen natürlich hohen Ölanteil, was ebenfalls eine vorteilhafte Energiequelle für dein Pferd ist. Aus einzelnen Rohstoffen entstehen ganze Pferdefuttersorten Bei Pavo gelangt nur die allerbeste Rohstoff-Qualität in die Futtermittel. Von der Anlieferung bis zur Endkontrolle wird stets die Qualität der Pferdefuttermittel überprüft und sichergestellt, damit das Futter für dein Pferd besonders schmackhaft und gesund ist. Pavo weiß, dass sich Pferdebesitzer viele Gedanken darüber machen, wie sie ihr Pferd optimal versorgen können. Denn die richtige Fütterung ist für die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit deines Pferdes entscheidend. Ganz gleich, ob dich dein Pferd als Freizeit- oder Sportpartner begleitet oder in der Zucht eingesetzt wird, jedes Pferd hat individuelle Bedürfnisse. Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, steckt Pavo viel Energie in die Entwicklung neuer Produkte. Besonders im Fokus steht dabei das Raufutter und seine optimale Ergänzung. Durch die intensive Zusammenarbeit mit renommierten Forschungseinrichtungen und Pferdehaltern kann Pavo dir so ein auf dein Pferd angepasstes Futter mit der optimalen Rohstoff-Zusammensetzung anbieten. Welches Futter für dein Pferd geeignet ist, erfährst du in der Anwendungsübersicht oder mithilfe der Pavo Fütterungsberatung.​
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Fütterung und Gesundheit
Husten bei Pferden
Ein gesundes, husten- und fremdkörperfreies Atemsystem ist für ein Pferd essentiell, denn nur wenn der Powerstoff „Sauerstoff“ ausreichend aufgenommen und genutzt werden kann, können Pferde volle Leistungen erbringen. Dennoch lässt es sich nicht immer vermeiden, dass dein Pferd irgendwann in seinem Leben an einer Atemwegserkrankung leidet. Wenn Pferde an Husten erkranken, werden die Schleimhäute gereizt und die Schleimproduktion nimmt zu. Im Laufe der Erkrankung wird der Schleim immer zäher und setzt sich in den Bronchien fest. Durch die Reizung der Atemwege und/oder der vermehrten Schleimproduktion setzt der Hustenreflex ein. Bei einer erhöhten Schleimproduktion wird die Atmung erschwert und die Leistungsfähigkeit des Pferdes nimmt ab. Es ist wichtig, Husten bei Pferden schnell zu behandeln, damit dieser nicht chronisch wird. Ursachen, Symptome und Behandlungen von Husten bei Pferden Die Ursachen von Husten sind vielfältig und reichen von Staubbelastungen über Allergien bis hin zu thermischen Reizen wie Kälte und Nässe im Winter, die das Immunsystem deines Pferdes belasten. Mögliche Ursachen für Husten bei Pferden können sein: Schlechte Qualität der Einstreu, des Raufutters oder Kraftfutters, z.B. durch Pilz-, Schimmel- und Staubbelastung Starke Staubentwicklung im Stall Ammoniakreiche Luft im Stall Hohe Luftfeuchtigkeit im Stall, die zu Schimmelbildung führt Zu frühes oder unnötiges Eindecken, da dies schnell zu Überhitzung führen kann: dein Pferd schwitzt und kann dann schneller auskühlen Zu wenig Bewegung, vor allem im Winter Untrainiertes Immunsystem durch zu wenig Weide-/Paddockgang Viren, Bakterien und Infektionen Allergien, z.B. auf Blütenpollen Stress In den meisten Fällen erkrankt dein Pferd an Husten, wenn mehrere Ursachen aufeinandertreffen. Eine Staubbelastung im Stall oder durch das Heu kann z.B. einer Virusfunktion Vorschub leisten. Die Bronchien deines Pferdes sind durch den Staub bereits gereizt, die Infektion setzt sich schneller in den Bronchien fest. Akuter oder chronischer Husten. Es wird zwischen 2 Arten von Husten unterschieden: Der akute Husten und der chronische Husten. Der akute Husten. Die häufigste Ursache von Husten ist eine akute Bronchitis, die von Vireninfektionen ausgelöst wird. Ein akuter Husten ist kurz und heftig. Die Virusinfektion führt zu entzündlichen Schwellungen an den Atemwegsorganen und der Durchmesser der Luftwege verringert sich. Darüber hinaus zieht sich die Muskulatur der Bronchien durch die Krankheit zusammen und es wird vermehrt dickflüssiger Schleim gebildet. Die Symptome von akutem Husten sind u.a.: Plötzliches Fieber Husten und Atemnot Vermehrter Nasenausfluss Schwellungen der Lymphknoten am Kopf und Hals des Pferdes Verringerte Futteraufnahme Reduzierte Anteilnahme an der Umwelt und leichte Apathie Verständige deinen Tierarzt, wenn du diese Symptome bemerkst. Je früher dein Pferd behandelt wird, desto schneller kuriert es sich aus. Außerdem wird das Risiko verringert, dass der Husten chronisch wird. Dein Tierarzt wird die richtige Behandlung wählen. Ziel der Behandlung ist es, die Atmung zu normalisieren und die Lösung des Schleimes in den Bronchien zu unterstützen. Dazu wirst du von deinem Tierarzt bestimmt ein schleimlösendes und entzündungshemmendes Mittel für dein Pferd bekommen. Zudem wird die körpereigene Abwehr oft mit Immunstimulantien unterstützt. Ein Einsatz von Antibiotika ist bei einer akuten Hustenerkrankung selten erforderlich. Zwar verschwindet der akute Husten bei einer guten Behandlung schon nach 1 bis 2 Wochen, allerdings erlangt dein Pferd sein volles Leistungsvermögen erst nach 3 Monaten zurück. Deswegen ist es enorm wichtig, dass du dein Pferd schonst. Je nach Schwere der akuten Bronchitis, ist eine Ruhephase von bis zu 6 Wochen zu empfehlen. Dabei darfst du die Bewegung aber nicht vergessen, die den Schleimauswurf fördert. Ein lockerer Spaziergang, Ausritt oder leichte Arbeit an der frischen Luft unterstützen die Befreiung der Bronchien. Als Vorbeugung von Virenerkrankungen kannst du über eine jährliche Impfung gegen Herpes- und Influenzaviren nachdenken. Das Risiko, dass dein Pferd an einer Bronchitis erkrankt, wird dadurch reduziert. Der chronische Husten. Ein Husten, der länger als 2 Wochen ohne sichtliche Genesung anhält, wird als chronischer Husten bezeichnet. Der chronische Husten entsteht auf Basis einer nicht ausgeheilten Atemwegserkrankung. Folgende Faktoren können Ursachen für eine chronische Hustenerkrankung sein: Schlechte und staubbelastete Atemluft in einem geschlossenen Stall belasten die Atemwege deines Pferdes. Daraus kann sich schleichend eine chronische Atemwegserkrankung entwickeln. Auch wenn du dein Pferd nach einer akuten Bronchitis nicht ausreichend schonst, kann die Hustenerkrankung deines Pferdes chronisch werden, da sich dein Pferd nie vollkommen auskuriert. Der chronische Husten zeigt sich bei Pferden mit einem Husten in unterschiedlicher Intensität, oft verstärkt am Morgen, zu Beginn der Arbeit oder bei verstärkter Staubbelastung. Weitere Symptome von chronischem Husten sind u.a.: Erschwerte Atmung Erhöhte Atemfrequenz in der Ruhephase Schwitzen bei geringer Belastung Ausatmung unter Zuhilfenahme der Bauchmuskeln Rasche Ermüdung und mangelnder Leistungswille Nasenausfluss häufig nicht vorhanden, sonst zähflüssig und verfärbt Ein unbehandelter chronischer Husten birgt im weiteren Verlauf die Gefahr einer chronisch obstruktiven Bronchitis (kurz COPD: Chronic Obstructive Pulmonary Disease. Auch COB genannt: chronisch obstruktiven Bronchitis) und eines Lungenemphysems (Dämpfigkeit). Bei einer chronisch obstruktiven Bronchitis wird die natürliche Reinigungsfähigkeit der Lunge gestört. Dadurch tritt vermehrt zäher Schleim auf, welcher die Bronchialschleimhaut reizt. Als Folge verengen und verstopfen die Atemwege. Eine COPD verändert die Atemwege des Pferdes langfristig und ruft eine starke, beängstigende Atemnot hervor. Im weiteren Verlauf kann sich eine COPD zu einem Lungenemphysem entwickeln. Dabei werden die Lungenbläschen ballonartig überbläht und reißen schließlich ein. Eine solche Zerstörung ist irreversibel. Wenn diese einen größeren Teil des Lungengewebes betrifft, wird das Pferd als dämpfig bezeichnet. Bei den ersten Symptomen, die auf eine chronische Hustenerkrankung hinweisen, solltest du deswegen unbedingt den Rat deines Tierarztes einholen. Mit einer schnellen und konstanten Behandlung kommt es gar nicht erst zu einem irreparablen Schaden. Oft besteht die Behandlung einer chronischen Hustenerkrankung aus Antibiotika und Medikamenten, die inhalativ verabreicht werden. Durch die Inhalation werden die Bronchien erweitert und die Entzündungen in den Atemwegen gehemmt. Eine chronische Hustenerkrankung bekommst du aber nur in den Griff, wenn die Behandlung beständig stattfindet. Auch ist die Optimierung der Haltungsbedingungen unbedingt erforderlich, ansonsten kann die chronische Erkrankung zurückkehren. Achte darauf, dass dein Pferd keiner enormen Staubbelastung ausgesetzt ist und genügend Frischluft und Bewegung bekommt. Diagnostik von Hustenerkrankungen bei Pferden In den meisten Fällen erfolgt die Diagnostik durch Abhören des Pferdes durch den Tierarzt. Je nach Stärke der Hustenerkrankung kann diese allerdings lange unerkannt bleiben, da die mit Schleim verklebten Lungenspitzen keine Geräusche beim Atmen machen. Sollte sich dein Pferd längere Zeit auffällig verhalten, die Vermutung einer Atemwegserkrankung naheliegen, aber das Abhören keinen Befund ergeben haben, kann eine sichere Diagnose über eine röntgenologische oder eine endoskopische Untersuchung vorgenommen werden. Auch bei Atemwegserkrankungen, die trotz Behandlung keine Verbesserung zeigen, werden diese Untersuchungen zur weiterführenden Diagnostik empfohlen. Sie stellen aber einen weitaus größeren Eingriff dar, als ein Abhören durch den Tierarzt allein. Bei einer röntgenologischen Untersuchung wird die Lunge deines Pferdes geröntgt, bei einer endoskopischen Untersuchung findet eine Lungenspiegelung statt. Die Spiegelung der Lunge wird in der Praxis häufiger durchgeführt. Hierbei wird festgestellt, ob die gesamten Atemwege deines Pferdes betroffen sind oder ob es sich um eine allergische Reaktion der oberen Atemwege handelt. Während der Untersuchung wird dein Tierarzt dazu eine Probe des Schleimes entnehmen. Die Probe gibt nach einer Analyse Aufschluss über die Art der Infektion. Darüber hinaus kann dein Tierarzt die Blutgaswerte ermitteln. Sie informieren primär über den Anteil von Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut des Pferdes. Husten bei Pferden vorbeugen Wenn dein Pferd zu Husten neigt, berücksichtige folgende Empfehlungen zur Vorbeugung: Achte auf eine sehr gute Qualität deines Raufutters. Die Heuqualität ist heutzutage sehr wechselhaft. Es besteht die Gefahr, dass Heu mit Schimmelpilzen oder Bakterien kontaminiert ist, die schnell Husten auslösen. Wenn das Raufutter nicht für dein Pferd geeignet ist, bieten Heucobs eine gute Alternative, um dennoch den Raufutterbedarf deines Pferdes decken zu können.   Wässere trockenes und staubiges Heu, bevor du es deinem Pferd fütterst. Staub und Schimmelpilzsporen werden dabei aus den Fasern geschwemmt. Hierzu das Heu nicht länger als ca. 15 Minuten im Wasser liegen lassen und rasch verfüttern. Setze feuchtes Heu auch nicht zu lange warmen Temperaturen aus – da fühlen sich Bakterien nämlich besonders wohl. Wenn dir das Wässern zu umständlich ist, kannst du sogenannte Heubedampfer einsetzen oder auf staubfreie Heucobs zurückgreifen, die als hochwertiger Raufutterersatz gefüttert werden können.   Lüfte den Stall deines Pferdes täglich. Eine optimale Stalltemperatur orientiert sich am Außenklima. Durch eine regelmäßige Lüftung wird die Luftfeuchtigkeit im Stall reguliert. Damit dämmst du das Risiko ein, dass sich Schimmelsporen in einem warmen und feuchten Stall bilden. Über die Luftbewegung werden auch unerwünschte Gase wie Kohlenstoffdioxid und Ammoniak sowie Schwebestaub abtransportiert.   Wenn dein Pferd in einem geschlossenen Stall zu Husten neigt, solltest du über eine Offenstallhaltung nachdenken.   Stärke das Immunsystem deines Pferdes. Dafür eignen sich Vitaminbooster, die deinem Pferd Vitamine und Antioxidantien über das Futter zuführen. Mit einer optimalen und gesunden Versorgung wird das Immunsystem robuster.   Sorge für ausreichend Bewegung. Regelmäßige körperliche Betätigung fördert die Durchlüftung der Lunge und die Selbstreinigung der Atemwege. Spitzenbelastung solltest du bei Hustensymptomen vermeiden. Diese führt zu einer tiefen Atmung mit hoher Atemfrequenz, vorgeschädigte Lungenbläschen werden noch mehr gereizt und können im Extremfall einreißen. Zur Vorbeugung von Atemwegserkrankungen kannst du auch spezielle Kräuter oder Kräutermischungen füttern, die schleimlösend wirken. Kräuter wie Spitzwegerich, Eibisch, Salbei, Süßholz, Malve, Thymian oder isländisches Moos sind zu empfehlen. Am besten werden die Kräuter in schleimiger Konsistenz gefüttert. Du kannst dazu die Kräuter einfach mit heißem Wasser übergießen und ca. 15 Minuten unter geschlossenem Deckel einweichen lassen. Der Kräuter-Sud wird über das normale Futter gegossen und warm gefüttert.
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Fütterung und Gesundheit
Fruktan im Gras - Wissenswertes zur Pferdeweide
Was ist eigentlich Fruktan? Bei Fruktan handelt es sich um ein langkettiges Kohlenhydrat, das einer Pflanze als kurzzeitiger Energiespeicher dient. Fruktan ist aus dem Einfachzucker Fruktose aufgebaut. Bei der Photosynthese wandelt die Pflanze Wasser (H2O) und Kohlenstoffdioxid (CO2) aus der Atmosphäre mit Hilfe von Lichtenergie und Chlorophyll in Glucose, Wasser und Sauerstoff um, wobei auch Energie frei wird. Sauerstoff und Wasser werden wieder an die Atmosphäre abgegeben. Die Glucose und die zusätzliche Energie nutzt die Pflanze zum Wachsen. Kann die Pflanze jedoch aus einem bestimmten Grund, z.B. durch Kälte oder Wassermangel, nicht wachsen, wird die Energie in Form von Fruktan in der Pflanze zwischengespeichert. Das Fruktan wird dann überwiegend im Stängel der Pflanze eingespeichert, bis der Wachstumsprozess stattfinden kann. Welche Faktoren beeinflussen den Fruktangehalt von Weidegras? Hauptsächlich beeinflussen Temperatur, Wasserverfügbarkeit und Lichtverhältnisse den Fruktangehalt im Gras. Pflanzen benötigen Sonnenlicht, um Photosynthese betreiben und Energie produzieren zu können. Je wolkenloser und sonniger der Tag ist, desto effektiver ist die Photosynthese. Nachts können die Pflanzen hingegen auf Grund von Lichtmangel keine Photosynthese betreiben. In diesen Zeiten kann die benötigte Energie nicht aktiv in der Pflanze hergestellt werden, sondern wird in Form der eingespeicherten Fruktane genutzt. Ist es sonnig und warm, kann eine Pflanze effektiv Photosynthese betreiben, aktiv Energie produzieren und wachsen. Herrschen kalte Temperaturen, wird der Wachstumsprozess der Pflanze gestört. Die Konsequenz: Die produzierte Energie wird als Fruktan eingespeichert, bis das Pflanzenwachstum bei wärmeren Temperaturen fortgesetzt werden kann. Daraus schließt sich, dass der Fruktangehalt im Gras an sonnigen aber gleichzeitig kalten Tagen am höchsten ist. Am niedrigsten ist der Fruktangehalt bei warmem Wetter mit bedecktem Himmel oder Regen. In diesem Fall muss die Energie für das Wachstum nun aus den eingespeicherten Fruktanen generiert werden. Folgende Tabelle gibt dir eine Übersicht über den Fruktangehalt bei verschiedenen Witterungsbedingungen: Jahreszeit Wetter Fruktangehalt Kältere Monate September bis Mai Tagsüber: Sonne Sehr hoch Nachts: Frost (unter 8 Grad) Tagsüber: Bewölkt Mittel Nachts: Frost (unter 8 Grad) Tag + Nacht über 8 Grad Gering Tag + Nacht unter 8 Grad Hoch Wärmere Monate: Mai bis September Tagsüber: Sonne Mittel Nachts: warm Tagsüber: Bewölkt Gering Nachts: Bewölkt Tagsüber: Regen Gering Nachts: Regen Lange Trockenperiode Hoch Zusätzlich zu den Temperaturen und Lichtverhältnissen spielt auch die Art des Grases eine Rolle für den Fruktangehalt. Hier kann zwischen fruktanarmen und fruktanreichen Gräsern unterschieden werden. Als fruktanarme Gräser gelten beispielsweise Rotschwingel, Knaulgras, Wiesenlieschgras. Fruktanreiche Gräser hingegen sind Wiesenschwingel und Deutsches Weidegras. Für Pferde gibt es auch spezielle fruktanarme Grassamenmischungen, die zur Neueinsaat, aber auch zur Nachsaat verwendet werden können. Gute Frage: Dürfen Pferde eigentlich gefrorenes Gras fressen? Einzig im Hinblick auf die Temperatur ist gefrorenes Gras prinzipiell ungefährlich für dein Pferd.  Dieses taut oft schon beim Kauen auf und erreicht den Magen nicht in Minustemperaturen. Gefrorenes Gras (Tag + Nacht unter 8 Grad) verfügt allerdings über einen hohen Fruktangehalt. Daher ist es vor allem für empfindliche und stoffwechselerkrankte Pferde zu vermeiden. Aber auch gesunde Pferde sollten gefrorenes Gras nur in geringen Mengen aufnehmen. Wieso viele Pferdebesitzer Fruktan fürchten  Einige Pferdebesitzer sehen in Fruktan den Auslöser für viele Krankheiten - und das tatsächlich aus gutem Grund. Zu viel Fruktan kann den Organismus deines Pferdes stark belasten. In erster Linie wirkt sich ein Fruktanüberschuss negativ auf den Verdauungstrakt aus.  Kohlenhydrate, wie Fruktane, werden vom Pferd hauptsächlich im Dünndarm aufgespaltet, um hieraus Energie zu generieren. Übersteigt die Fruktanaufnahme die Verdauungskapazität des Dünndarms, gelangen unverdaute Kohlenhydratrückstände in den Dickdarm und belasten hier die empfindliche Darmflora. Es entstehen Gase und Toxine, welche zusätzlich die Darmschleimhaut angreifen. Durchfall, Kotwasser und eine allgemeine Schwächung des Immunsystems können dann die Folge sein. Zudem wird die Leber deines Pferdes durch entstandene Toxine belastet, da es an ihr liegt, den Pferdekörper zu „entgiften“. Zudem wirkt sich die Fruktose auf die Insulinreaktion deines Pferdes aus. Bekommt dein Pferd über längere Zeit zu viel Fruktose, kann dies zu einer Insulinresistenz und damit zu Stoffwechselerkrankungen wie Cushing oder EMS führen. Auch bei Pferden, die zu Übergewicht neigen, kann die dauerhafte Fütterung zu hoher Fruktangehalte zu einer Verschlechterung des Zustandes und zu Folgeerkrankungen führen. Zu viel Fruktan kann also bei jedem Pferd zu gesundheitlichen Problemen führen. Besondere Vorsicht ist bei empfindlichen und übergewichtigen Pferden geboten. Achte auch unbedingt auf ein langsames Anweiden und vermeide plötzliche Futterumstellungen, um den sensiblen Verdauungstrakt deines Pferdes nicht zu überfordern.   Löst Fruktan wirklich Hufrehe aus? Die Aufnahme von großen Mengen fruktanhaltigem Gras über mehrere Tage führt nicht nur zu einer Gewichtszunahme. Es kann auch den Magen-Darm-Trakt deines Pferdes sehr stark beeinflussen. Die überschüssigen Kohlenhydrate übersäuern den Darminhalt und bringen die Darmflora im Dickdarm aus dem Gleichgewicht, wodurch Mikroben absterben. Die dadurch entstehenden Gifte (Endotoxine) müssen über die Leber aus dem Körper abgebaut werden, wodurch der Stoffwechsel stark belastet wird. Im Extremfall können die Gifte sogar über die Darmwand in den Blutkreislauf gelangen und in den Kapillaren der Huflederhaut eine Entzündung hervorrufen. Es entwickelt sich also eine fütterungsbedingte Hufrehe. Zudem kann der Futterbrei durch das Absterben der Mikroben nicht mehr vernünftig verdaut werden. Es kommt zu Kotwasser und Koliken. Aktuelle Forschungen konnten belegen, dass die Aufnahme von 7,5 g Fruktan je Kilogramm Lebendgewicht innerhalb von zwei Tagen bei einem gesunden Pferd Hufrehe auslösen kann. In der Regel nimmt ein Pferd jedoch selbst bei hohen Fruktanwerten nur ca. 15% der kritischen Fruktanmenge auf. Für gesunde Pferde ist ein Weidegang also auch in diesem Fall möglich. Jedoch solltest du die Gesundheit immer im Blick behalten. Für eine stabile Darmgesundheit ist es auch bei gesunden Pferden ratsam, den Weidegang bei hohen Fruktanwerten zu begrenzen. Vor allem aber bei empfindlichen, vorgeschädigten oder auch übergewichtigen Pferden reichen vermutlich deutlich geringere Mengen an Fruktan aus, um einen Reheschub auszulösen. Achte also auf einen möglichst niedrigen Fruktangehalt im Weidegras und begrenze gegebenenfalls die Weidezeit. Besonders wichtig sind in Zeiten, in denen viel Fruktan in den Pflanzen eingespeichert wird. Achte hier besonders auf ein zuckerarmes Heu sowie zuckerreduziertes Kraftfutter. Sind Pferde nicht von Natur aus dazu gemacht, den ganzen Tag viel Gras zu fressen? Es stimmt, dass Weidegras den Hauptbestandteil des Speiseplans der Wildpferde ausmacht. Allerdings haben sich die Nährstoffgehalte des Weidegrases im Laufe der Jahre geändert. Grasmischungen für Weideland sind meist auf die Milchviehwirtschaft ausgelegt. Sie enthalten energie-, protein- und kohlenhydrathaltige Grassorten, die für Pferde nicht immer optimal sind. Deshalb hält sich immer noch hartnäckig die Meinung, dass Pferde möglichst auf extensiv bewirtschafteten Flächen weiden sollen. Jedoch sind hier die Nährstoffangebote durch ausgelaugte, nicht gedüngte Flächen oft zu gering. Hierbei ist der Gräserbestand durch Beikräuter „verunreinigt“, was für Pferde ebenfalls nicht optimal ist. Um dem Bedürfnis der Pferde nach langen Fresszeiten gerecht zu werden, verwende unbedingt Grassamen speziell für Pferdeweiden mit fruktanarmen Grassorten für die Neueinsaat oder Nachsaat. Bewusster Weidegang ist abhängig vom Fruktangehalt Um deinem Pferd eine unbeschwerte Weidesaison zu ermöglichen, ist es sehr wichtig, den Weidegang vom aktuellen Fruktangehalt abhängig zu machen. Ein angepasstes Weidemanagement kann dir bereits vorab dabei helfen, den Fruktangehalt auf deiner Weide zu beeinflussen: Dünge deine Weide im Frühjahr Wenn du deine Weide im Frühjahr düngst, fördert dies das Pflanzenwachstum. Wächst die Pflanze schneller, benötigt sie mehr Energie und kann weniger Fruktan zwischenspeichern. Um umweltschonend und bedarfsgerecht zu düngen, eigenen sich Bodenproben. Entsprechend der Ergebnisse kann dann der passende Dünger ausgewählt werden. Hier hilft die LUFA gerne weiter. Falls es dir nicht möglich ist, Bodenproben zu ziehen, wähle einen Dünger speziell für Pferdeweiden. Auf fruktanarme Grasmischungen achten Sähst du deine Pferdeweide neu ein? Dann wähle Grasmischungen mit fruktanarmen Grassorten wie z.B. Rotschwingel, Knaulgras, Wiesenlieschgras. In speziellen Mischungen für Pferdeweiden wird dies schon berücksichtigt. Gib abgegrasten Flächen genügend Erholungszeit liegt nah zu denken, dass hohe, satte Pferdeweiden einen höheren Fruktangehalt haben als abgegraste. Allerdings ist es genau umgekehrt. Eine vertrocknete, abgegraste Weide sieht für uns zwar sehr energiearm aus, je kürzer die Pflanze jedoch ist, desto schneller will sie wachsen und produziert demnach viel Energie. Wird diese nicht benötigt, z.B. weil es zu trocken ist, wird Fruktan vor allem im Stängel gespeichert, da hier die Wachstumszone der Pflanze ist.  Im Blatt dagegen ist kaum Fruktan enthalten, da es hier nicht benötigt wird. Dein Pferd nimmt daher bei höherem Gras je Kilo weniger Fruktan auf. Gib trockenen, gestressten Grasflächen daher ausreichend Regenerationszeit, bevor du dein Pferd wieder dort weiden lässt. Zudem ist es sehr hilfreich, den Weidegang deines Pferdes den jeweiligen Witterungsbedingungen anzupassen. Weide dein Pferd zum Beispiel erst an, wenn die Gräser vor der Blüte stehen und das Fruktan, welches sich über die kalten Monate eingespeichert hat, bereits für das Wachstum eingesetzt wurde. Zudem ist es sehr hilfreich, den Weidegang deines Pferdes den jeweiligen Witterungsbedingungen anzupassen. Weide dein Pferd zum Beispiel erst an, wenn die Gräser vor der Blüte stehen und das Fruktan, welches sich über die kalten Monate eingespeichert hat, bereits für das Wachstum eingesetzt wurde. Stelle dein Pferd nach kalten Nächten nicht gleich am Morgen auf die Weide. Bei extremer Hitze und Trockenheit und kurz gefressenem Gras ist es außerdem empfehlenswert, die Weidezeit zu verringern. In dieser Zeit speichert das Gras vermehrt Fruktan ein. Hilfreich ist hier auch, Heu auf der Weide zuzufüttern. Auch im Winter und bei Frost ist die Aufnahme von großen Mengen Gras eher zu vermeiden. Zusätzlich unterstützen kannst du dein Pferd mit Ergänzungsfuttermitteln für Magen und Darm. Diese bringen die Darmbakterien wieder ins Gleichgewicht und unterstützen so eine gesunde Verdauung. Auch Raufutterprodukte mit präbiotischem Effekt können sich positiv auf den Magen-Darm-Trakt deines Pferdes auswirken. Vermeide unbedingt schnelle Futterumstellungen und weide dein Pferd langsam an, um den Verdauungstrakt schonend an ein neues Futtermittel zu gewöhnen. Ist Fruktan auch im Raufutter enthalten? Ja, Fruktan ist auch im trockenen Raufutter enthalten. Besonders die Witterungsbedingungen des Schnittzeitpunkts entscheiden hier über den Fruktangehalt. Ein niedriger Fruktangehalt im Raufutter ist vor allem für empfindliche und stoffwechselerkrankte Pferde zu empfehlen. Schneidest du dein Heu selbst, kannst du hier nachlesen, wie du den Fruktan-, bzw. Zuckergehalt im Raufutter niedrig halten kannst.
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Fütterung und Gesundheit
Kot und Urin von Pferden
Über den Kot und Urin scheidet das Pferd die Stoffe aus dem Körper aus, die es im Magen-Darm-Trakt nicht verdauen oder nicht als Baustoffe verwenden kann. Die Nieren sind für das Ableiten der flüssigen Abfallstoffe über den Urin zuständig, während im Darm die festen Abfallstoffe zu Kot verarbeitet und dann ausgeschieden werden. Die Nieren sind die Entgiftungs- und Ausscheidungsorgane des Pferdes und sorgen dafür, dass Abfallstoffe aus dem Körper entfernt werden. Der Urin ist das Produkt, das durch die Nieren aus überflüssigem Wasser und Abfallstoffen gebildet wird, hat normalerweise eine gelbliche Farbe und ist trüb. Normalerweise kaut ein Pferd sein Futter zu Stückchen von 2mm oder kleiner. Es gelangen jedoch auch Stücke von 1 bis 3cm in den Verdauungstrakt. Weil nach dem Kauen keine Teilchen mehr zerkleinert werden, sieht man diese im Kot des Pferdes. Daran kannst du sehen wie dein Pferd frisst und trinkt. Normalerweise sollte der Kot kugelförmig und glänzend sein und auf dem Boden auseinanderfallen. Probleme beim Äppeln – Was tun bei Durchfall, Verstopfung und Parasiten? Pferde, die sich auf einer Weide bewegen, äppeln ca. alle 3-4 Stunden. Die Konsistenz des Kots verrät viel über den Gesundheitszustand des Pferdes. Sowohl zu dünner, wässriger Kot als auch Verstopfungen sind für Pferde nicht ideal. Durch die Beobachtung deines Pferdes kannst du schnell feststellen, wie es um seine Gesundheit bestellt ist. Die häufigsten Krankheiten, die über den veränderten Kot entdeckt werden, findest du im folgenden Abschnitt. Durchfall bei Pferden Durchfall ist Kot mit einem erhöhten Wasseranteil, wodurch ein zusätzlicher Flüssigkeitsverlust auftritt. Am Ende des Dickdarms werden Wasser und Salze aus der Nahrung wiedergewonnen. Geschieht dieses nicht, ist der Kot flüssiger als normal und man spricht von Durchfall. Dein Pferd kann leichten Durchfall haben, vergleichbar mit breiigem Kuhmist, der oft durch Aufregung, Nervosität, Änderung des Kraftfutters, des Weidegrases oder der Silage verursacht wird. Dieser leichte Durchfall hört meistens auf, sobald sich das Pferd wieder beruhigt hat oder die Futterration angepasst wurde. Erste Hilfe bei Durchfall: Vermeide zu viel Weidegang und stelle bei Silagefütterung auf Heu um. Gebe dabei viel frisches Wasser. Für eine Weile keine Äpfel, Möhren oder Zuckerrüben als Leckerchen geben. Füttere Mash oder Kleie und überprüfe den Kot auf Wurmbefall. Wenn dieser Durchfall einige Tage anhält, besteht die Gefahr der Austrocknung. Zögere dann nicht, den Tierarzt zu Rate zu ziehen. Kotwasser bei Pferden Ist der Kot dünn wie Wasser und das Pferd scheidet sehr häufig Kot aus, spricht man von Kotwasser. Der Schweif ist oft durchnässt und das Pferd macht einen kranken Eindruck. Ursachen können sein: Wurminfektion, verdorbenes oder gefrorenes Futter, Entzündungen des (Dick-)Darms, eine Infektion, die Einnahme von Medikamenten oder eine Vergiftung durch Pflanzen. Erste Hilfe bei Kotwasser: Im Falle von schwerem Kotwasser ist es immer empfehlenswert, den Tierarzt zu Rate zu ziehen, da dein Pferd durch den erhöhten Verlust von Wasser austrocknen kann. Verstopfung bei Pferden Verstopfung ist bei Pferden eine häufig vorkommende Ursache von Koliken. Verschiedene Stellen im Verdauungstrakt sind für diese Verstopfungen anfällig. Insbesondere dort, wo der Verdauungstrakt starke Windungen hat und wo die Nahrung länger verbleibt, um verdaut zu werden. Meistens entstehen Verstopfungen durch das Fressen von zu viel, zu schnell und zu trockenem Futter. Aber auch schlechte Zähne oder unzureichende Bewegung können Verstopfungen bei Pferden verursachen. Stuten können am Ende der Trächtigkeit anfälliger für Verstopfungen sein, die durch das schnelle Wachstum des Fohlens verursacht werden. Erste Hilfe bei Verstopfung: Oft sind die Symptome einer Verstopfung nicht extrem, sie kann jedoch große Folgen haben. Wenn du vermutest, dass dein Pferd unter Verstopfung leidet, sorge für ausreichende Bewegung des Pferdes, uneingeschränkten und einfachen Zugang zu Trinkwasser und ziehe den Tierarzt zu Rate. Oft wird dann ein flüssiges Paraffin verabreicht, um die Verdauung wieder in Gang zu setzen. Zudem ist es wichtig, dass du dein Pferd vorübergehend einer Diät unterziehst. Nach der vollständigen Genesung kannst du die gewohnte Ration langsam wieder aufbauen. Gebe deinem Pferd über den Tag verteilt viel Heu, ausreichend frisches Trinkwasser und sorge für tägliche Bewegung. Parasiten im Kot Würmer sind bei Pferden eine häufige Ursache bei Gesundheitsproblemen (unter anderem bei Koliken und Durchfall). Pferde haben oft Parasiten in sich. Diese Parasiten siedeln sich am liebsten im Verdauungstrakt an. Ein ständiger Wurmbefall kann für ein Pferd eine ernsthafte Bedrohung darstellen. Deshalb ist es wichtig, dass Pferd regelmäßig zu entwurmen. Die Verabreichungsmenge von Wurmkuren ist abhängig vom Gewicht des Pferdes. Wurmkuren sollten weder über- noch unterdosiert werden, um zum einen das Pferd nicht unnötig zu belasten und zum anderen den gewünschten Effekt zu erzielen. So wiegen zum Beispiel knapp 60% der Warmblutpferde deutlich über 600kg bis hin zu 700kg. Wenn du weißt, an welchen Würmern dein Pferd leidet, wähle ein Spezialpräparat. Ansonsten nutze ein Breitbandpräparat. Überlasse die Wahl der Wurmkur am besten dem Tierarzt. Außerdem ist es wichtig, den Kontakt des Pferdes mit Kot so weit wie möglich einzuschränken, indem das Paddock, die Box und die Weide regelmäßig von Kot befreit wird. Symptome von Wurmbefall Schlechte Verfassung Stumpfes Fell mit langen Haaren Verzögerter Fellwechsel Gestörtes oder verzögertes Wachstum Koliken Blutarmut Verringerter Appetit Durchfall (oder einen Wechsel von Durchfall und Verstopfung) Entwurmungszeiten bei Pferden Anfang Mai (Beginn Weidezeit) gegen Rundwürmer Ende Juni / Anfang Juli gegen Rundwürmer und Bandwürmer Ende August / Anfang September gegen Rundwürmer Ende Oktober / Anfang November gegen Rundwürmer, Bandwürmer und Magenasseln Tipp: Sorge dafür, dass alle Pferde, die zusammen im Paddock oder auf der Weide laufen, gleichzeitig entwurmt werden. Probleme beim Urinieren (Strahlen) beim Pferd Ein gesundes Pferd setzt am Tag 3-10 Liter Urin ab, dessen Farbe Gelb ist. Das Absetzen des Urins bezeichnet man bei Pferden auch als Strahlen. Viele Pferde unterdrücken das Strahlen auf hartem Untergrund z.B. auf Betonboden. Der Grund hierfür ist, dass es vielen Pferden unangenehm ist, wenn der Urin vom harten Untergrund an den Beinen hochspritzt. Auch der Urin verrät viel über die Gesundheit des Pferdes. Nierenprobleme Eine nicht normal funktionierende Nierenleistung wird als Niereninsuffizienz bezeichnet, die chronisch als auch akut auftreten kann. Nierenfunktionsstörungen können unterschiedliche Auslöser haben: Kreislaufbedingte Durchblutungsstörungen (z.B. langanhaltender Durchfall), toxische Schädigung (z.B. Überdosierung von Medikamenten), erregerbedingte Schädigungen (z.B. Bakterien) oder auch durch Fütterungsfehler. Solltest du den Verdacht haben, dass dein Pferd unter einem Nierenproblem leidet, kontaktiere bitte den Tierarzt. Mithilfe einer Blutuntersuchung lassen sich die Symptome genauer analysieren und eine geeignete Therapie für dein Pferd festlegen. Informationen zu chronischen Nierenproblemen finden du in unserem detaillierten Beitrag zu diesem Thema. Blasenentzündung Auch bei Pferden kann es durch aufsteigende Bakterien zu einer Entzündung der Blase kommen. Besonders bei Stuten, die einen verminderten Scheidenschluss während der Rosse oder Dauerosse haben oder durch einen Dammriss bei der Geburt, kann es zu einer Blasenentzündung kommen. Um eine Blasenentzündung zu diagnostizieren ist eine Urinuntersuchung notwendig. Meist werden Blasenentzündungen bei Pferden, wie auch beim Menschen mit Antibiotika und Entzündungshemmern behandelt. Harngries Pferdeurin enthält viele Kristalle, die sich zusammen mit abgeschliffenen Epithelzellen der Blasenwand als Sediment am Grund der Blase ablagern können. Eine gewisse Menge dieses Sediments ist normal und es wird in der Regel in kleinen Mengen beim Urinieren abgegeben. Besonders bei älteren Wallachen oder sehr großrahmigen Pferden wird beobachtet, dass es hier vermehrt zu chronischen Reizungen kommt und der Harngries nicht im normalen Maße ausgeschieden wird. Der Harngries in der Blase reibt an der Blasenwand und reizt diese. Von Harngries können grundsätzlich aber alle Tiere aller Altersklassen und Geschlecht betroffen sein. Solltest du den Verdacht auf Harngries bei deinem Pferd haben, dann ist es ratsam hier den Tierarzt zu konsultieren. Dieser wird wahrscheinlich eine Urinprobe nehmen und zusätzlich die Blase per Ultraschall untersuchen, um die Sedimentablagerungen zu prüfen. Blasenspülungen, diuretisch wirkende Phytotherapeutika und eine Futterumstellung auf die Bedürfnisse deines Pferdes angepasst können Erleichterung bei Harngries schaffen. 
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Fütterung und Gesundheit
10 Tipps gegen Hitze für Pferde
Im Hochsommer, wenn die Sonne unerbittlich ihre heißen Strahlen auf die Erde schickt und die Temperaturen auf 30-40 Grad Celsius ansteigen, leiden nicht nur wir Menschen unter der großen Hitze, sondern auch die Pferde. Hitze macht Pferden entschieden mehr zu schaffen als eisige Kälte. Viele Tiere haben bei drückenden, schwülen Temperaturen schnell Kreislaufprobleme. Deshalb ist eine artgerechte Haltung für die Gesundheit eine der wichtigsten Voraussetzungen, um die heiße Jahreszeit gut zu überstehen. Die optimale Temperatur für Pferde liegt zwischen -7 Grad Celsius (trockene Kälte) und +25 Grad Celsius. Bei diesen Temperaturen fühlen sich Pferde am wohlsten. Sie sind sehr anpassungsfähig, aber dennoch können zu hohe Temperaturen Hitzestress verursachen. Dies kann Durchfall, Koliken und im schlimmsten Fall sogar einen Hitzschlag auslösen. Vor allem Pferderassen, die aus nördlichen Regionen kommen wie z.B. Islandpferde oder Fjordpferde, leiden unter der Hitze. Auch Pferde mit schwarzem Fell haben in der Regel mehr Probleme mit zu hohen Temperaturen, weil das dunkle Fell die Sonnenstrahlen stärker absorbiert und sich somit mehr aufheizt. Anzeichen für eine Überhitzung sind schlecht durchblutete Schleimhäute, Dehydrierung, ein erhöhter Puls und Kurzatmigkeit. Durch die starke Sonneneinstrahlung können Pferde natürlich auch einen Sonnenbrand oder eine Sonnenallergie bekommen. Besonders hellhäutige Pferde oder die wenig behaarten Körperstellen (Nüstern, um die Augen) sind gegenüber der Sonne sehr empfindlich. Wie du deinem Pferd bei großer Hitze helfen kannst  Damit dein Pferd vor der Sonne geschützt ist und es auch an besonders heißen Sommertagen Erleichterung findet, kannst du dein Pferd mit den folgenden Tipps unterstützen: 1. Weidezeiten anpassen Wenn es auf deiner Weide keine Schattenplätze (Bäume, Unterstand etc.) gibt, solltest du den Weidegang entsprechend der Außentemperatur anpassen. Stelle dein Pferd am Abend und nachts auf die Weide und lasse es tagsüber im schattigen, luftdurchlässigen Stall. Ist diese Variante nicht möglich, versuche dein Pferd in den frühen Morgenstunden auf die Weide zu stellen. Sollten die Temperaturen über 30 Grad Celsius steigen, solltest du dein  Pferd auch am Nachmittag nicht auf der Weide lassen. Trotz Schatten besteht hier Überhitzungsgefahr. 2. Schattenplätze schaffen Ein Unterstand bietet die optimale Lösung, aber auch eine Baumgruppe kann Schatten spenden. Ist beides nicht vorhanden, kannst du auch ein Sonnensegel verwenden. Um ein Sonnensegel zu spannen genügen 3 bis 4 ausreichend große Holzpfähle, an denen ein Sonnensegel gespannt werden kann. Dies ist eine günstige Lösung, um deinem Pferd einen Schattenplatz zu ermöglichen. 3. Luftzirkulation Auch im Stall können die Temperaturen schnell ansteigen, wenn die Sonne auf das Dach oder durch die Fenster scheint. Durch einen Ventilator kannst du die Luft im Stall zirkulieren lassen. Dadurch steigt die Raumtemperatur nicht so schnell an und warme Luft kann sich abkühlen. Achte beim Gebrauch eines Ventilators im Stall darauf, dass dein Pferd nicht direkt im Luftzug steht. Das Kabel sollte für dein Pferd nicht erreichbar sein. Lassen den Ventilator auch nicht durchgehend 24 Stunden oder ohne Aufsicht laufen, damit dieser nicht überhitzt und einen Brand auslösen könnte. Wenn die Möglichkeit besteht durch zwei offene Tore/Türen einen Durchzug im Stall zu schaffen, kann dies auch schon auf ganz natürliche Weise Kühlung bringen. 4. Immer frisches, kühles Wasser zur Verfügung stellen Besonders bei großer Hitze ist unbegrenzter Zugang zu frischem, kühlen Wasser ein absolutes Muss. Es ist nicht nötig, dass das Wasser eiskalt ist, denn Pferde trinken am liebsten 15-20 Grad kühles Wasser. Aber beachte, dass sich bei Temperaturen über 30 Grad Celsius das Wasser vor allem in Kübeln oder Eimern sehr schnell aufwärmt. Nutze hier möglichst große Gefäße, so bleibt das Wasser länger kühl und erneuern Sie das Wasser regelmäßig. Flüssigkeit ist sehr wichtig, da Pferde (wie auch wir Menschen) ihre Körpertemperatur über das Schwitzen regulieren. Somit verlieren die Pferde bei hohen Temperaturen viel Flüssigkeit, die wieder ausgeglichen werden muss. 5. Animiere dein Pferd mehr zu trinken Wenn du das Gefühl hast, dass dein Pferd zu wenig trinkt, kannst du das Heu mit Salzwasser befeuchten. Dadurch trinkt dein Pferd mehr Wasser. Achte bei dieser Methode darauf, dass du nur so viel Heu befeuchtest, wie dein Pferd auch in kurzer Zeit frisst. Sonst kann es im Heu zu Schimmelbildung kommen. 6. Elektrolyte auffüllen Beim Schwitzen verliert dein Pferd neben Flüssigkeit auch wichtige Körpersalze wie Natrium, Kalium und Chlorid. Bei einem Elektrolytmangel kann dein Pferd die Flüssigkeit weniger gut im Körper halten, die Elastizität der Haut verringert sich und die Ausdauer nimmt ab. Durch die Zugabe von Salzlecksteinen und Ergänzungsfuttermitteln wie z.B. Pavo E’lyte kann dein Pferd eine Flüssigkeits- und Elektrolytreserve aufbauen. Somit tritt ein Mangel an Körpersalzen weniger schnell auf und ein Flüssigkeits- und Elektrolytgleichgewicht kann trotz Flüssigkeitsverlust durch starkes Schwitzen schnell wieder ausgeglichen werden. 7. Reiten bei Hitze Obwohl Pferde gut mit Wärme umgehen können, fällt es ihnen trotzdem nicht leicht bei groβer Hitze schwer zu arbeiten. Dabei dürfen nur Pferde mit entsprechender Kondition, guter Gesundheit und stabilem Kreislauf geritten werden. Gewöhne dein Pferd langsam daran, bei diesen heißen Temperaturen Leistungen zu erbringen. Bei auftretenden gesundheitlichen Problemen, z.B. instabilem Kreislauf oder Hitzschlag, ist das Pferd sofort in einen kühlen Stall oder an einen schattigen Platz zu stellen. Wenn du nicht auf hohem Leistungsniveau reitest, reduziere die Arbeit oder verteile das Training auf zwei kurze Einheiten am Tag. Zusätzlich solltest du, wenn möglich, deine Reitzeiten auf die etwas kühleren Morgen- und Abendstunden verlegen. Eine Alternative kann auch ein Ausritt im schattigen Wald oder an einem See sein, um sich nicht in der prallen Sonne oder warmen Reithalle bewegen zu müssen. Achte beim Training auch darauf, wie es dir dabei körperlich geht. Solltest du merken, dass die Hitze auch auf deinen Kreislauf schlägt, dann schalte für dich und dein Pferd einen Gang zurück. Nach dem Reiten, wenn das Pferd geschwitzt hat, muss es gründlich von dem nassen, salzhaltigen Schweiß gereinigt werden. Wird das Pferd in diesem verschwitzten Zustand auf die Weide gestellt, können sich in den feuchtwarmen Schweißabsonderungen Bakterien, Pilze und besonders Milben ausbreiten. Zudem zieht der Schweißgeruch Fliegen an. Der angetrocknete Schweiß brennt auf der Pferdehaut, wenn sie nicht abgewaschen wird.  Erfrische dein Pferd nach dem Reiten oder einfach mal zwischendurch mit einer Dusche. Das ist im Sommer eine willkommene Abkühlung und reinigt das Fell vom entstandenen Schweiß. Verwende am besten nicht zu kaltes, handwarmes Wasser und beginne mit den Beinen. Arbeiten dich dann langsam nach oben vor. Ziehe nach dem Duschen dein Pferd mit dem Schweißmesser ab und führe es im Anschluss trocken, bevor du dein Pferd wieder in den Stall stellst. Bei hohen Temperaturen solltest du älteren Pferden keine Anstrengungen zumuten, da sie auf Hitze besonders empfindlich mit Kreislaufstörungen reagieren können. 8. Verändere den gesamten Tagesablauf des Pferdes nicht zu drastisch Selbst bei hohen Temperaturen ist es nicht nötig alle Aktivitäten mit deinem Pferd zu ändern oder zu stoppen. Pferde sind Gewohnheitstiere und drastische, plötzliche Änderungen können bei empfindlichen Pferden das Kolikrisiko erhöhen. Dennoch sollten einige Anpassungen vorgenommen werden, um dein Pferd während der Hitzeperiode zu schützen. 9. Achtung Sonnenbrand-Gefahr Auch Pferde können einen Sonnenbrand bekommen, wenn sie zu lange in der prallen Sonne stehen. Eine leichte Fliegendecke ist nicht nur ein effektiver Schutz gegen Insekten, sondern schützt auch vor Sonnenbrand. Die Nüstern und haarlosen Stellen des Körpers kannst du mit Sonnencreme einreiben. 10. Schere Pferde mit sehr dichtem Fell Um Pferden mit dickem Fell oder mit Cushing Erleichterung bei Hitze zu verschaffen, ist es sinnvoll sie zu scheren. Dadurch schwitzen sie nicht zu stark und es kommt weniger schnell zu Kreislaufproblemen. Viele flechten die Mähne oder den Schweif zur Zierde, dies ist aber nicht immer sinnvoll. Mähne und Schweif sind die natürlichen Abwehrmittel der Pferde gegen Fliegen. Daher sollten sie nicht gekürzt oder gar zur Zierde eingeflochten werden. Je länger Mähne und Schweif des Pferdes wachsen dürfen, desto mehr Fliegen können sie vertreiben. Außerdem schützt ein langer Schopf auch die Augen vor lästigen Plagegeistern und verhindert die im Sommer so gefürchteten Augenentzündungen. Notfallplan bei einem Hitzschlag beim Pferd Sollte es zu einem Hitzschlag kommen, gilt es schnell zu handeln und umgehend den Tierarzt zu alarmieren. Folgende Symptome können auf einen Hitzschlag bei Pferden hindeuten: Dein Pferd schwitzt sehr stark – selbst im Stehen ohne Anstrengung. Dein Pferd lässt den Kopf hängen, hat einen matten, müden Blick und wirkt apathisch. Dein Pferd hat Koordinationsschwierigkeiten und taumelt.
 Dein Pferd fühlt sich sehr heiß an. Die Muskeln deines Pferdes verkrampfen sich. Dein Pferd frisst nicht. Dein Pferd ist dehydriert – dies erkennst du durch den Hautfaltentest. Durchführung Hautfaltentest Für den Hautfaltentest nimmst du etwas Haut am Halsbereich deines Pferdes zwischen Daumen und Zeigefinger und beobachtest beim Loslassen, wie schnell die Haut wieder anliegt. Zieht sich die Haut nicht sofort wieder zurück, sondern es dauert etwas länger, so ist dies ein eindeutiger Hinweis darauf, dass deinem Pferd Flüssigkeit fehlt.
 Bringe in der Zwischenzeit, bis der Tierarzt eintrifft, dein Pferd unbedingt in den Schatten. Biete dem Pferd nicht zu kühles Wasser zum Trinken an. Du kannst mit kühlen, feuchten Handtüchern den Hals kühlen und die Beine leicht abspritzen, um auch diese zu kühlen.
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Fütterung und Gesundheit
Was ist Kraftfutter für Pferde?
Anders als eine Versorgung mit Raufutter, Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen, gehört die Kraftfutterversorgung nicht zu den Grundbedürfnissen eines Pferdes. Kraftfutter gibt deinem Pferd, wie der Name schon sagt, eine extra Portion „Kraft“, um bestimmte Leistungen erbringen zu können. Aber nicht jedes Pferd benötigt diese Menge an Energie. Viele Pferde können ihren Erhaltungsbedarf bereits mit ausreichend Raufutter und einem guten Mineralfutter decken. Wie viel Energie ein Kraftfutter deinem Pferd verleiht, kommt ganz auf die verschiedenen Inhaltsstoffe des ausgewählten Futtermittels an. Hier liegt es an dir als Pferdebesitzer herauszufinden, ob dein Pferd ein Kraftfutter benötigt und wenn ja, welches Pferdefutter den individuellen Bedürfnissen deines Pferdes am besten gerecht wird Wann benötigt dein Pferd ein Kraftfutter? Prinzipiell benötigt dein Pferd dann ein Kraftfutter, wenn es seinen Energiebedarf nicht mehr durch eine Fütterung von Rau- und Mineralfutter allein decken kann. Der Energie- und Nährstoffbedarf deines Pferdes kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden. Ein Sportpferd, das täglich Höchstleistungen erbringt, benötigt beispielsweise ein Kraftfutter mit einem höheren Energiewert als ein Freizeitpferd, das nur leicht gearbeitet wird. Der Energiebedarf eines Pferdes steigt allerdings nicht nur durch sportliche Belastungen an. Hochtragende Stuten oder heranwachsende Fohlen haben ebenfalls einen erhöhten Nährstoffbedarf, welcher durch ein passendes Zuchtfutter optimal gedeckt werden kann. Auch kann die Fütterung eines Kraftfutters sinnvoll sein, um dein Pferd an Gewicht zunehmen zu lassen. In diesem Fall ist es allerdings erst einmal empfehlenswert, die Raufutterration zu erhöhen oder gegebenenfalls durch hochwertige Raufutterersatzprodukte zu ergänzen, bevor du die Kraftfutterration für dein Pferd erhöhst. So unterstützt du den Magen-Darm-Trakt deines Pferdes und stellst gleichzeitig sicher, dass sein natürliches Fressverhalten gefördert wird. Ist eine vermehrte Raufutterfütterung allein nicht zielführend, kann besonders ein eiweißreiches Aufbaufutter dazu beitragen, dein Pferd wieder in einen guten Konditionszustand zu bekommen. Wie sieht die Zusammenstellung eines Kraftfutters aus?  Die genaue Zusammenstellung eines Kraftfutters unterscheidet sich in erster Linie durch seinen höheren Energiewert aus Bestandteilen wie Getreide, Öl oder auch Zucker vom Raufutter. Kraftfutter wird in 2 verschiedenen Formen angeboten: Als Müsli und als Pellets. Beides sind vollwertige Kraftfuttersorten, die sich hauptsächlich in ihrem Aussehen unterscheiden. Ein vollwertiges Kraftfutter ist meist angereichert mit essentiellen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, wie beispielsweise Selen, Zink und Kupfer. Zahlreiche Raufutteranalysen haben ergeben, dass Raufutter allein nicht über genügend Nährstoffe verfügt, um den Vitamin- und Mineralstoffbedarf deines Pferdes zu decken. Fütterst du deinem Pferd also gar kein oder nur wenig Kraftfutter, ist es wichtig, dass du es zusätzlich durch ein Mineralfutter mit allen lebenswichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelemente versorgst. Die genaue Zusammenstellung eines Kraftfutters sollte immer auf den jeweiligen Bedarf des Pferdes angepasst sein: 1. Kraftfutter für Freizeitpferde Ein Kraftfutter für Freizeitpferde oder leicht arbeitende Pferde sollte über einen recht geringen Energiewert und auch einen niedrigen Zucker- und Stärkegehalt verfügen. Daher enthalten Futtersorten für Freizeitpferde oft eine reduzierte Menge an Getreide oder sind sogar komplett getreidefrei. Dadurch kann der leicht erhöhte Bedarf deines Freizeitpferdes optimal gedeckt werden, ohne, dass es aufgrund eines Energieüberschusses an Gewicht zunimmt. Gleichzeitig verringert sich so das Risiko auf sogenannte Wohlstandskrankheiten wie EMS, Hufrehe oder Cushing. Qualitativ hochwertige Kraftfuttersorten für Freizeitpferde enthalten außerdem oft wichtige Rohfasern, die zusätzlich für eine gesunde Verdauung deines Pferdes sorgen. 2. Kraftfutter für Sportpferde Sportpferde haben einen höheren Bedarf an Energie als Freizeitpferde. Daher zeichnet sich auch ein Kraftfutter für Sportpferde speziell durch seinen hohen Energiewert aus. Wichtige Energieträger im Sportfutter sind meist Getreide und Öle, wie z.B. Hafer und Leinöl. Aber auch unter den einzelnen Sportfuttermitteln gibt es große Unterschiede. Die Hauptunterschiede im Futter basieren meist auf der Disziplin, der du und dein Pferd nachgehen. Während beim Springreiten in kurzer Zeit viel Energie gefordert wird, müssen Pferde im Distanzsport ihre Kraft über einen längeren Zeitraum aufteilen. Dieser Energiebedarf lässt sich durch die verschiedenen Inhaltsstoffe im Sportfutter beeinflussen. Stärkehaltiges Getreide liefert schnell verfügbare Energie, während Öle eher die Ausdauer deines Pferdes unterstützen. Daher solltest du bei der Auswahl eines Sportfutters auch immer berücksichtigen, wie dein Pferd seine Kraft einsetzen muss. Ein hochwertiges Sportfutter zeichnet sich zusätzlich durch hoch aufgeschlossene Inhaltsstoffe aus. So kann dein Pferd die Nährstoffe aus seinem Futter einfach aufnehmen und optimal verwerten. 3. Kraftfutter für trächtige Stuten Der Nährstoffbedarf von tragenden Stuten verändert sich ca. ab dem 9. Monat der Trächtigkeit. Der Energiebedarf steigt zu diesem Zeitpunkt etwa auf das 1,25 bis 1,4-fache des Erhaltungsbedarfs an. Daher empfiehlt es sich, deine tragende Stute ab dem 9. Monat ihrer Trächtigkeit neben der Raufutterration mit einem passenden Zuchtfutter zu unterstützen. Das Kraftfutter für deine tragende Stute sollte demnach über einen hohen Energieanteil verfügen, um ihren Konditionszustand zu sichern. Außerdem steigt der Eiweißbedarf tragender Stuten im Laufe der Trächtigkeit. Eine ausreichende Menge von Eiweiß im Zuchtfutter ist besonders wichtig für die Entwicklung des Fohlens und die spätere Milchgabe der Stute. In der späten Trächtigkeit steigt zusätzlich der Calcium-, Phosphor- und Magnesiumbedarf. Besonders Magnesium sollte ein wichtiger Bestandteil deines Stutenfutters sein, da es die Knochengesundheit des ungeborenen Fohlens unterstützt. Zink, Selen und Kuper im Futter sorgen außerdem für eine gute Entwicklung von Knorpel, Sehnen und Bänder des heranwachsenden Fohlens. Enthaltenes Vitamin E im Stutenfutter unterstützt zusätzlich die Fruchtbarkeit.  4. Kraftfutter für heranwachsende Fohlen Heranwachsende Fohlen haben aufgrund ihres Wachstums einen besonders hohen Bedarf an Energie und speziellen Nährstoffen. Ein Futter für Fohlen sollte zunächst ausreichend Aminosäuren enthalten, da diese sehr wichtig für den Stoffwechsel während des Wachstums sind. Auch der Magnesiumgehalt und das Calcium-Phosphorverhältnis im Futter sollten auf den Bedarf eines jungen Fohlens angepasst sein. Dies ist besonders wichtig für eine gute Knochenentwicklung. Wird das Knochengerüst eines Fohlens im Wachstum ausreichend gefördert, kann das Risiko auf Krankheiten wie Osteochondrose und weiteren Knochenkrankheiten gesenkt werden. Das enthaltene Podo Konzept der Pavo Zuchtlinie unterstützt zusätzlich ein gleichmäßiges Knochenwachstum des Fohlens. Dadurch können sich Gelenke und Knochen deines Fohlens optimal entwickeln.  5. Zusammenstellung Kraftfutter für alte Pferde Ein Kraftfutter für alte Pferde muss vielen besonderen Kriterien gerecht werden. Prinzipiell verlangsamt sich der Stoffwechsel alter Pferde mit der Zeit. Sie können ihrem Futter nicht mehr genügend Nährstoffe entnehmen, wenn diese nicht in ausreichender Menge und Qualität im Futter vorhanden sind. Ein Kraftfutter für alte Pferde sollte daher unbedingt ausreichend essentielle Eiweiße beinhalten, damit dein Senior auch im Alter sein Gewicht halten kann und fit aussieht. Um den ohnehin schon langsameren Stoffwechsel eines Seniors zu unterstützen, sollte auch der Zucker- und Stärkegehalt auf die Bedürfnisse deines alten Pferdes angepasst sein. Ein großer Faseranteil im Futter wirkt zudem unterstützend auf die Verdauung deines Seniors. Auch eine ausreichende Versorgung an essentiellen Vitaminen und Mineralien ist wichtig zur Unterstützung der allgemeinen Gesundheit. Gut zu wissen: Das Pavo 18Plus Seniormüsli deckt bei Einhaltung der Fütterungsempfehlung den kompletten Vitamin- und Mineralstoffbedarf deines alten Pferdes und versorgt es zusätzlich mit wichtigen Eiweißen.  6. Kraftfutter zur Unterstützung der Gesundheit Neben den gewöhnlichen Kraftfuttersorten gibt es außerdem noch solche, die dazu dienen, die Gesundheit deines Pferdes zu unterstützen. Strukturreiche Kräutermüslis, wie z.B. Pavo Care4Life, können sich positiv auf die unterschiedlichsten Bereiche deines Pferdes auswirken. Enthaltene Kräuter wie Salbei und Fenchel unterstützen beispielsweise die Atemwege des Pferdes. Estragon und Majoran werden gerne dazu verwendet, den Verdauungstrakt des Pferdes zu unterstützen. Bei einem Kräutermüsli handelt es sich um ein vollwertiges Kraftfutter mit einem niedrigen Energie-, Zucker- und Stärkegehalt. Somit ist es das ideale Futter für leicht arbeitende Freizeitpferde oder auch bei Futterneid. Für Sportpferde, die mehr Energie benötigen lässt sich das Kräutermüsli ganz einfach zu einer Kräuterzugabe umfunktionieren. Gib hierfür eine gute Handvoll Kräutermüsli zu der üblichen Futterration deines Sportpferdes, um seine Gesundheit auf natürliche Weise zu unterstützten. Kräuter sorgen außerdem für eine extra Portion Struktur im Futter und steigen so die Kautätigkeit deines Pferdes. Dadurch ist dein Pferd besonders lange mit dem Fressen seines Kräutermüslis beschäftigt und Langeweile wird vermieden. Auch nervöse und magenempfindliche Sportpferde können mit dem richtigen Futter unterstützt werden. Pavo Ease&Excel ist ein innovatives Sportfutter, das speziell für ein ausbalanciertes Säure-Basen-Gleichgewicht im Magen konzipiert wurde. Pavo Ease&Excel ist zudem sehr strukturreich und besteht aus vielen Rohfasern, um die empfindliche Verdauung deines Pferdes zu unterstützen. Enthaltene Prä- und Probiotika sorgen zusätzlich für ein ideales Bakteriengleichgewicht und eine gesunde Darmflora. Der hohe Energiegehalt des magenfreundlichen Sportfutters stellt außerdem sicher, dass dein empfindliches Pferd sportliche Höchstleistungen abrufen kann. Tipp: Vermenge dein Kraftfutter mit Luzerne, um die Kautätigkeit deines Pferdes zu steigern. Die angeregte Speichelproduktion neutralisiert den sauren Magensaft und unterstützt den Magen-Darm-Trakt. So kannst du Krankheiten wie beispielsweise Magengeschwüren vorbeugen. Wie viel Kraftfutter benötigt dein Pferd? Wie viel Kraftfutter dein Pferd tatsächlich benötigt, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Beispiele hierfür sind das Alter, die geleistete Arbeit oder der allgemeine Gesundheitszustand. Auch, wie gut dein Pferd sein Futter verwerten kann, sollte einen Einfluss auf die tägliche Fütterungsmenge haben. Manche Pferde sind sehr leichtfüttrig und nehmen schon bei einer geringen Menge an Futter zu, während andere Pferde eher schwerfüttrig sind und eine größere Portion benötigen, um ihr Gewicht zu halten. Es spricht auch nichts dagegen, die Fütterungsmenge deines Pferdes von Tag zu Tag leicht variieren zu lassen. Hat dein Pferd an einem Tag beispielsweise besonders hart trainiert, kannst du ihm ruhig eine Handvoll extra Futter in den Trog legen. Hat dein Pferd einmal kein anstrengendes Training hinter sich, kannst du die Fütterungsmenge genauso leicht nach unten korrigieren. Gibt es ein Kraftfutter ohne Zucker?  Die schnelle und einfache Antwort auf die Frage, ob ein Kraftfutter ohne Zucker existiert ist „nein“. Jedes Pferdefutter enthält zumindest den natürlichen Zucker aus seinen Rohprodukten. Allerdings gibt es Kraftfuttersorten, die besonders zucker- und stärkearm sind und keinen künstlich zugesetzten Zucker enthalten. Künstlich zugesetzter Zucker, auch Melasse genannt, wird oft angewendet, um das Pferdefutter schmackhafter zu machen oder als Bindemittel, um z.B. Pellets zusammenzuhalten. Durchschnittlich enthalten viele Kraftfuttersorten aber sogar weniger Zucker als Heu. Pavo Nature’s Best beispielsweise hat einen Zuckergehalt von 4%. Bei Heu hingegen ist auch ein Zuckergehalt von 10% keine Seltenheit. Möchtest du dein Pferd also so zuckerarm wie möglich ernähren, solltest du darauf achten, dass seinem Kraftfutter keine Melasse zugesetzt ist. Zusätzlich kannst du den genauen Zuckergehalt deines Raufutters durch eine Raufutter Analyse bestimmen lassen und gegebenenfalls dein Raufutter wechseln.    Du bist noch unsicher, ob dein Pferd ein Kraftfutter benötigt oder weißt nicht, welches Kraftfutter das richtige für dein Pferd ist? Keine Sorge, stelle deine Fragen einfach an die Pavo Fütterungsberatung. Wir helfen dir gerne weiter!
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Fütterung und Gesundheit
Pferdeweide bewirtschaften
Wenn der Frühling vor der Tür steht, die Temperaturen wärmer werden und das Gras wieder zu wachsen beginnt, ist genau der richtige Zeitpunkt, um die Weiden für die Pferde vorzubereiten. Damit die Weide den Pferden auch über die gesamte Weidesaison nachhaltig als Futter- und Bewegungsfläche dienen kann, ist ein sorgfältiges Weidemanagement besonders wichtig. Darum sollten Pferde auf die Weide Wusstest du, dass dein Pferd unter den Weidetieren den größten Bewegungsdrang hat? Es ist ein Flucht- und Lauftier und nutzt somit den Weidegang nicht ausschließlich zur Futtersuche, sondern auch zur Fortbewegung, für Sozialkontakte und zum Spielen. Ein Pferd kann pro Tag 15 bis 20 km auf der Weide zurücklegen. Zum Vergleich: eine Kuh kommt pro Tag auf 2 bis 3 km. Pferde müssen täglich die Möglichkeit haben, sich frei zu bewegen. Vor allem von Frühjahr bis Herbst bietet sich hier die Weide optimal an. Die konstante Fortbewegung beim Fressen und der soziale Aspekt der Weidehaltung sind für eine dauerhafte physische und psychische Gesunderhaltung der Pferde unerlässlich. Die optimale Pferdeweide Das Flächenangebot für Pferdeweiden ist begrenzt. Weide- und Grünland stehen in erster Linie für die Futtergewinnung für Kühe und Rinder zur Verfügung, da diese Teile die menschliche Ernährung sichern. Pferde werden deshalb meist auf kleineren Weideflächen gehalten, die für Nutztiere wenig attraktiv sind, z.B. aufgrund der Bodenqualität. Auch die Besatzdichte ist bei Pferden oft zu hoch. Laut der Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) soll ein Auslauf für zwei Pferde mindestens 150 qm haben. Für jedes weitere Pferd braucht es zusätzlich 40 qm. Dieses Mindestmaß erlaubt aber nur bedingt eine freie Bewegung in allen 3 Grundgangarten und kann kaum als Nahrungsgrundlage dienen. Um dies sicherzustellen solltest du besser von einem Hektar je Pferd ausgehen. Natürlich ist das nicht immer realisierbar. Wichtig ist dann, dass du auch während der Weidesaison auf zusätzliche Bewegung und entsprechende Fütterung achtest und gegebenenfalls sowohl Rau- als auch Kraftfutter ergänzt. Gerade bei begrenztem Platzangebot ist die Pflege und das Management der Weiden essentiell. Pferdeweiden zeichnen sich demnach durch eine optimale Kombination aus strukturreichen Raygräsern, Rotschwengel, Wiesenrispengras und Timothee Gras aus. Gut bewirtschaftete Pferdeweiden enthalten zudem viele verschiedene Kräuter. Dieser Weidetyp ist energieärmer und speziell auf den Nährstoffbedarf deines Pferdes angepasst. Neben der Saat einer speziell auf Pferde zugeschnittenen Grasmischung sollten Pferdeweiden regelmäßig gemulcht und gedüngt werden. Die Nutzung einer Umtriebsbeweidung sorgt dafür, dass der Pflanzenbestand geschützt wird, geben den Flächen Zeit zur Regeneration und legen so die Basis für ein reichhaltiges Nährstoffangebot. Welche Herausforderungen müssen Pferdeweiden standhalten? Pferdeweiden sind sowohl Futterquellen als auch Bewegungsfläche, wodurch sie auch einer starken Trittbelastung ausgesetzt sind. Vor allem bei sehr lauffreudigen und temperamentvollen Pferden, die das Rennen, Stoppen und Wenden lieben, ist die Schädigung der Grasnarbe besonders groß. Darüber hinaus muss das Gras der besonderen Beweidung durch Pferde standhalten, weil sie das Gras sehr kurz abweiden. Kühe nehmen das Gras nur mit der Zunge auf. Pferde hingegen fressen das Gras millimeterweise mit ihren Zähnen ab. Oftmals fressen Pferde dabei den sogenannten Wachstumspunkt ab, aus dem die Blätter und Stängel wachsen. Wenn jedoch der Wachstumspunkt abgefressen wird, kommt das Graswachstum nur schwerlich wieder in Gang. Das optimale Management einer Pferdeweide: Nutzung und Pflege  Auch wenn Standort und Größe einer Weide nicht immer optimal sind, kannst du dennoch mit der richtigen Pflege das Beste herausholen. Sorge für eine intakte und geschlossene Grasnarbe Eine geschlossene Grasnarbe ist das A und O einer gepflegten und gesunden Weide. Durch gezieltes Management, d.h. durch regelmäßiges Nachsähen, Düngen, Abschleppen, Striegeln, Walzen und Mulchen der Weiden ist es möglich, die Grasnarbe und den Boden zu schützen und zu unterstützen. Im Frühjahr beginnst du mit dem Abschleppen der Weiden zum Einebnen von Trittschäden und dem Striegeln zur Belüftung des Bodens. Anschließend kann gesät und gedüngt werden. Im Idealfall walzt du die Weide hinterher. Während der Saison kann die Weide bei größeren Trittspuren oder Löchern regelmäßig abgeschleppt und zur Förderung des Wachstums gemulcht werden. Auch die Regeneration von Weideflächen sorgt für eine intakte Grasnarbe. Sorge für eine saubere Weide Zum guten Weidemanagement gehört auch das regelmäßige Abäppeln. Die Reinhaltung der Weide sorgt dafür, dass weniger Geilstellen entstehen und das Risiko von Wurmbefall beim Pferd reduziert wird. Wechsle die Weideflächen und Mähe die abgeweideten Flächen aus Um eine nahrhafte und widerstandsfähige Pferdeweide zu erhalten, ist es ratsam, sie nicht bis auf die Grasnarbe abweiden zu lassen. Wechsle die Weideflächen regelmäßig und lasse sowohl Gras als auch Boden Zeit zur Regeneration. Nach dem Wechsel der Fläche sollte die abgegraste Weide gemäht bzw. gemulcht werden. Dies sorgt für ein gleichmäßiges Kürzen der Weide, wodurch das Wachstum des Grases gefördert wird und unerwünschte Beikräuter unterdrückt werden können. Manchmal ist eine Neusaat der Pferdeweide erforderlich Versuche deine Weide alle 10 Jahre neu einzusäen. Beim neuen Einsäen wird die Grasfläche umgepflügt und meist nach einer (Wiederherstellungs-)Düngung neu eingesät. Vor allem, wenn die Gräserzusammensetzung nicht mehr optimal ist, sich mehr und mehr unerwünschte Pflanzen auf der Fläche verbreiten oder der Graswuchs unzureichend wird, ist dies eine hervorragende Möglichkeit, die Weide aufzuwerten. Sind nur kleine Stellen betroffen, hilft meist auch eine Nachsaat, um die Weide zu pflegen. Für Pferdeweiden benötigst du starke Grassorten mit viel Struktur, wie z.B. Pavo Grassamen, die dem Beweiden durch Pferde standhalten können und für eine dichte Grasnarbe sorgen. Pavo Grassamen haben einen niedrigen Wachstumspunkt und sind somit widerstandsfähiger gegen das kurze Abweiden. Es hat einen niedrigen Fruktan-Index und enthält außerdem spezielle Kräuter, die die Gesundheit deines Pferdes und den Geschmack des Grases verbessern.  Tipp: Der beste Zeitpunkt für das Ein- oder Durchsäen von Grasnarben ist im März/April oder zwischen Mitte August und Mitte Oktober. Für das Einsäen benötigst du 45-60 kg/ha, zum Nachsäen reichen 30 kg/ha. Wichtig für die Erhaltung der Qualität: die Düngung der Pferdeweide  Dem Düngen von Pferdeweiden wird im Allgemeinen nicht viel Beachtung geschenkt. Um aber langfristig gerade bei „schwierigen“ oder kleinen Weideflächen eine gute Grasqualität erhalten zu können, sollte die Pferdeweiden-Düngung ein fester Bestand des Weidemanagements sein. Diese sollte jedoch nur nach analysierter Bodenprobe erfolgen, denn „Düngen nach Gefühl“ schadet am Ende mehr als es tatsächlich nutzt. Durch Überprüfung des Düngegrades kann dann ein Düngeplan erstellt werden, der speziell auf den Bedarf deiner Pferdeweide abgestimmt wird. Genauso wie eine Überdüngung ist der Verzicht auf eine Düngung ebenfalls nicht anzuraten. Dies erzeugt langfristig keine „natürlichen“ Weideflächen für Pferde, sondern nur ungepflegten Unkrautwuchs mit für die Fütterung von Pferden nicht geeigneten Pflanzen. Was sollte bei der Düngung der Pferdeweide beachtet werden?  Dem Düngen von Pferdeweiden wird im Allgemeinen nicht viel Beachtung geschenkt. Bei vielen Pferdehaltern ist es sogar verpönt, weil irrtümlich davon ausgegangen wird, dass es Stoffwechselerkrankungen fördert. Um aber langfristig eine gute Grasqualität, eine geschlossene Grasnarbe und einen gesunden, widerstandsfähigen Boden erhalten zu können, sollte die Pferdeweiden-Düngung ein fester Bestand des Weidemanagements sein. Die Dünung sollte kurz vor Beginn der Vegetationsperiode im März bis April erfolgen. Optimalerweise wird ein Düngeplan nach einer analysierten Bodenprobe erstellt, der speziell auf den Bedarf deiner Pferdeweide abgestimmt wird. Eine Düngung „nach Gefühl“ ist nicht nur ökonomisch wenig sinnvoll, es kann auch nachhaltig den Boden, das Ökosystem der Weide und das Grundwasser schädigen. Genauso verhält es sich mit dem Verzicht auf eine Düngung. Dies erzeugt langfristig keine „natürlich“ gesunde Weidefläche für Pferde, sondern nur ungepflegten Unkrautwuchs mit Pflanzen, die für Pferde ungeeignet sind. Was solltest du bei der Düngung der Pferdeweide beachtet werden? Nutze auch Jauche als Düngemittel Tierischer Mist (Jauche) hat außerordentlich gute Düngewerte und kann durchaus auf Pferdeweiden eingesetzt werden. Der Vorteil von tierischem Mist ist, dass die Düngestoffe verteilt über die Weidesaison freigesetzt werden. Nach Möglichkeit sollte bevorzugt Rinderjauche eingesetzt werden. Alternativ ist auch Schweinejauche verwendbar. Die meisten Lohnunternehmer fahren 10-20 m3/ha aus. Im Allgemeinen ist das für eine Pferdeweide sehr gut und sorgt für eine Basisversorgung der Fläche. Nutze Kunstdünger speziell für Pferdeweiden Kunstdünger beinhaltet meist die drei Elemente Stickstoff (N), Phosphat (P) und Kalium (K), weshalb er auch N-P-K-Dünger genannt wird. Der Stickstoff ist so gebunden, dass er nach Ausbringung innerhalb weniger Tage freigesetzt wird. Das Gras erhält dadurch einen enormen Wachstumsschub. Dies ist vor allem für Flächen interessant, die intensiv zur Futtergewinnung (Silage, Heulage, Heu) genutzt werden. Auf Pferdeweiden ist es hingegen viel sinnvoller, wenn die Nährstoffe über längere Zeit freigesetzt werden, wodurch das Gras längerfristig Nährstoffe zum Wachsen zur Verfügung hat. Seit einigen Jahren gibt es daher auch Kunstdünger ganz speziell nur für Pferdeweiden, wie z.B. Pavo FieldCare. Dieser enthält eine besondere Stickstoffverbindung, die sich langsam (über 2 bis 3 Monate) freisetzt. Das Gras wächst hierdurch sehr gleichmäßig und ohne den unerwünschten Wachstumsschub. Außerdem enthält Pavo FieldCare auch Phosphat, Kalium, Magnesium, Schwefel und Natrium in einem speziell auf Pferdeweiden abgestimmtem Mengenverhältnis.  Achte beim Düngen von Weiden auf die Düngeverordnung und die Sperrfristen für Stickstoff- und Phosphordünung.  Stickstoff hat einen direkten Einfluss auf den Fruktangehalt im Gras. Sind die Weiden ausreichend gedüngt und die Pflanzen gut mit Stickstoff versorgt, können sie diesen für das Wachstum mit nutzen und lagern weniger Fruktane ein. Phosphor ist besonders wichtig für das Wachstum der Wurzeln, wodurch die jungen Graspflanzen mehr Nährstoffe aus dem Boden entnehmen können. Unkräuter und unerwünschte Grassorten werden durch einen guten Phosphatgehalt zurückgedrängt. Daneben ist Phosphor für dein Pferd ein wichtiger Baustein für die Entwicklung des Knochengestells. Magnesium ist ein essentieller Bestandteil für das Blattgrün. Da im Allgemeinen der Magnesiumgehalt im Boden eher niedrig ist, ist es für die Pflanze sehr aufwendig, die benötigte Menge im Blatt einzulagern. Für Pferde, die einen hohen Magnesiumbedarf haben, bedeutet dies, dass sie nicht genügend Magnesium über die Pflanzen aufnehmen können. Zudem werden die Vorräte im Boden immer weniger, wenn nicht entsprechend gedüngt wird. Deshalb ist die Magnesiumgabe mittels eines Kunstdüngers auf einer Pferdeweide empfehlenswert. Natrium fördert nicht das Graswachstum, macht das Gras aber besonders schmackhaft für Pferde. Außerdem haben Pferde im Sommer, wenn sie viel schwitzen, einen erhöhten Bedarf an Natrium (Salz). Durch die Ausgabe an Natrium auf den Weiden erhöhst du somit die Schmackhaftigkeit des Grases und führst deinem Pferd zusätzliches Salz zu. Tipp: Auf einer Weide, die ebenfalls mit organischem Dünger (Jauche) gedüngt wird, benötigst du 200-250 kg/ha Pavo FieldCare. Ansonsten werden 300-400 kg/ha empfohlen. Kalk streuen im Herbst Auf den meisten untersuchten Pferdeweiden wurde festgestellt, dass der pH-Wert viel zu niedrig ist. Der Boden ist somit übersäuert. Dies liegt unter anderem an einer zu intensiven Nutzung ohne entsprechende Düngung, Umwelteinflüssen wie saurer Regen oder Gesteinsursprung des Bodens. In einem zu sauren Boden ist es für eine Pflanze schwieriger, Nährstoffe aufzunehmen. Kalk hilft, den pH-Wert im Boden anzuheben, indem es als Base die sauren Bestandteile bindet und neutralisiert. Der beste Zeitpunkt hierfür ist der Herbst (September bis November). Durch das Streuen von Kalk im Herbst hat der Boden über den Winter Zeit zu regenerieren und seinen pH-Wert ins Gleichgewicht zu bringen. Maßnahmen zur Pflege von ausgetrockneten Pferdeweiden Kurzfristige Maßnahmen Bei langen Dürrestrecken und anhaltender Hitze leiden auch Weideflächen extrem. Der ausgetrocknete Boden kann das Gras nicht mehr mit genügend Wasser versorgen. Das Gras vertrocknet, wird holzig und bietet deinem Pferd zudem nicht mehr genügend Nährstoffe. Gerade in dieser Zeit ist es sehr wichtig, deinem Pferd neben der täglichen Mineralfuttergabe zusätzliches Raufutter anzubieten. Nur so kann dein Pferd genügend Rohfaser aufnehmen, was für eine gesunde Verdauung essentiell ist. Neben Heu oder Heulage musst du gegebenenfalls auch Kraftfutter zufüttern, vor allem wenn dein Pferd Arbeit leistet oder zu dünn ist. Sorge bei Trockenheit und Hitze außerdem unbedingt für genügend Schattenplätze sowie ausreichend frischem Wasser auf der Weide und dem Paddock. Bahnt sich eine längere Trockenperiode an, ist es empfehlenswert, deine Pferdeweide auch vor einer Überweidung zu schützen. Gerade wenn zu viele Pferde gemeinsam auf der Fläche stehen, kann dies der Grasnarbe schaden. Das Gras wird flächendeckend sehr kurz abgefressen, sodass die Gefahr besteht, dass dein Pferd nicht nur die Grashalme, sondern auch die Graswurzeln frisst. Stehen keine Umtriebsweiden zur Verfügung, kann die Reduktion der Weidezeit oder ein Sandauslauf mit Heuraufe eine zeitweise Alternative sein. Ist deine Weide groß genug, kannst du Parzellen mit mobilen Weidezäunen oder ähnlichem abtrennen, um einzelne Stellen bewusst abgrasen zu lassen, so dass sich andere in der Zwischenzeit erholen können. Achte darauf, dass auch der abgetrennte Bereich groß genug für die jeweilige Pferdeanzahl ist. Langfristige Maßnahmen Hält die Trockenheit und die Hitze über einen sehr langen Zeitraum an, besteht die Gefahr, dass nicht nur die Graspflanzen, sondern auch deren Wurzeln austrocknen und absterben. Dies ist aber nicht immer der Fall. Graspflanzen fokussieren sich bei anhaltender Trockenheit hauptsächlich darauf, ihre Wurzeln am Leben zu erhalten. Selbst wenn deine Pferdeweide also oberhalb der Erde abgestorben scheint, ist es dennoch gut möglich, dass die Wurzeln völlig lebendig sind. Sind die Graswurzeln noch funktionsfähig, kann sich deine Weide bei ausreichender Bewässerung gut regenerieren. Egal ob die Graspflanzen abgestorben sind oder nur geschädigt, in jedem Fall sollte die Weide im Herbst nachgesät werden, um auch im kommenden Jahr eine gute Futtergrundlage zu haben. Entscheide dich in diesem Fall aber unbedingt für Grassamen speziell für Pferdeweiden, um den besonderen Anspruch von Pferden gerecht zu werden. Leider sind Giftpflanzen und unerwünschte Beikräuter viel resistenter gegen Hitze und Trockenheit als Kulturgras. Deshalb werden diese Pflanzen ihre Change nutzen und sich auf der Weide verbreiten. Kontrolliere deshalb deine Weide noch gründlicher, vor allem auf Giftpflanzen. Tipp von unserem Raufutter-Analyselabor Eurofins Agro: Um herauszufinden, ob die Graswurzeln deiner trockenen Weide noch intakt sind, kannst du einfach ein Stück Graslandschaft inklusive Wurzeln von deiner Weide entnehmen und in einen Wassereimer legen, sodass die Wurzeln nach unten zeigen. Sind die Wurzeln noch voll funktionsfähig, erkennst du nach ca. 2 Tagen erste Veränderungen an den Wurzeln. So bekommst du ein klares Bild darüber, in welchem Zustand deine Pferdeweide wirklich ist.    Auch gut zu wissen: Sind Graswurzeln vollständig braun, ist dies oft ein Anzeichen dafür, dass sie abgestorben sind. Sind die Graswurzeln hingegen noch weiß, können sich die Pflanzen meist noch gut regenerieren. Was du sonst noch beim Weidemanagement beachten solltest Kontrolle und Pflege der Weideflächen Vor allem im Frühjahr, aber auch während der Weidesaison müssen folgende Dinge kontrolliert und gegebenenfalls repariert werden. Einzäunung: Gerade bei der Einzäunung können nach dem Winter Reparaturen nötig sein. Spanne ggf. die Litze und Seile neu und überprüfe die Befestigungen an den Zaunpfählen. Morsche und kaputte Zaunpfähle müssen ausgetauscht werden. Ein defekter oder unzureichend befestigter Zaun kann im Ernstfall zu schweren Verletzungen und Unfällen führen. Stromführung: Überprüfe dein Weidezaungerät und die Stromführung auf der Weide. Schon kleine Grashalme oder Äste, die die Litze berühren, können für eine Stromableitung sorgen und somit die Einzäunung ineffektiv machen. Tränken/Wasserfässer: Bei wasserführenden Leitungen und Wasserfässern kann es über den Winter durch Frost zu Schäden kommen. Deshalb sollten vor dem Weideauftrieb die Tränken und Wasserfässer überprüft werden. Auch eine gründliche Reinigung ist wichtig, um Bakterien und Schimmelsporen zu beseitigen. Müll und andere Verletzungsquellen: Beseitige alles von der Weide, was in irgendeiner Weise für Pferde gefährlich sein kann. Müll, Sackbänder, Heunetze, Folien oder große Steine können schnell eine Verletzungsgefahr bergen. Auch Löcher und größere Unebenheiten in den Flächen sollten beseitigt werden. Pflanzenbestand: Hat die Weide den Sommer über durch Hitze oder Überweidung gelitten, sollte spätestens jetzt nachgesät werden. Giftpflanzen erkennst du meist erst etwas später im Jahr, jedoch kannst du auch schon im Frühjahr die Augen danach aufhalten. Ist deine Weide nun vollständig vorbereitet, muss noch das Wetter mitspielen. Es sollte gerade zu Beginn der Weidezeit nicht zu nass auf den Flächen sein, um Trittschäden in der Grasnarbe zu vermeiden. Aber sobald die Weiden trocken sind und genügend Aufwuchs auf den Flächen steht, dürfen sich auch deine Pferde auf eine schöne und vor allem sichere Weidesaison freuen!
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Fütterung und Gesundheit
Fellprobleme beim Pferd
Das Fell deines Pferdes ist das Spiegelbild seiner Gesundheit: ist das Fell glänzend schön und glatt, geht es auch deinem Pferd gut. Hat dein Pferd ein stumpfes, struppiges oder sogar lockiges Fell, ist dies oft ein Hinweis auf eine Störung im Organismus. Das Fell bedeckt den größten Teil der Haut und ist ein zusätzlicher Schutz für die Haut. Nur wenige Stellen am Pferdekörper besitzen kein oder nur wenig Fell, wie z.B. an den Nüstern. Wie beim Menschen auch, ist die Haut beim Pferd das größte Organ, das vor äußeren Einflüssen und Eindringlingen schützt, die Körpertemperatur des Pferdes reguliert und wichtige Funktionen der Immunabwehr übernimmt. Die Haut des Pferdes ist aus verschiedenen Schichten aufgebaut: die Oberhaut (Epidermis), die Lederhaut (Dermis) und die Unterhaut (Hypodermis). Die Haarfollikel, aus denen die Haare und somit das gesamte Fell gebildet wird, liegen in der Oberhaut. Jeder Haarfollikel enthält nur ein Haar und befindet sich schräg in der Oberhaut. Der Follikel hat eine eigene Schweißdrüse und ist außerdem mit einem kleinen Muskel verbunden, der sich zusammenziehen kann, wodurch sich das Fell aufstellt. Dies kannst du bei deinem Pferd beobachten, wenn es zum Beispiel kalt ist. Auch das Fell deines Pferdes übernimmt viele wichtige Funktionen und sieht nicht einfach nur hübsch aus:  Es schützt die Haut vor Beschädigungen, Hitze, zu starker Sonneneinstrahlung und besonders vor Kälte. Auch lästigen Eindringlingen wie Stechmücken, Bremsen oder Zecken wird durch das dichte Fell ihr „Blutsauger-Leben“ schwerer gemacht. Außerdem ist das Fell durch das Hautfett, welches durch die Talgdrüsen in der Oberhaut ausgeschieden wird, wasserabstoßend und schützt somit die Haut vor Nässe. Die Haut des Pferdes ist mit zahlreichen Nerven und Drüsen ausgestattet. Das Fell dient hier als eine Art „Sprachrohr“ und fungiert somit zur Kommunikation mit Artgenossen und leitet Reize weiter. Welche Fellprobleme kann es bei Pferden geben Im Idealfall ist das Fell deines gesunden Pferdes glatt und glänzend. Je nachdem wie das Pferd gehalten wird, kann das Fell auch durch Dreck verkrustet, verklebt oder staubig sein. Dies ist bei Offenstallhaltung normal. Während des Fellwechsels kommt es natürlich zu vermehrtem Haarverlust. Hier kannst du dein Pferd mit einer guten Fellpflege unterstützen. Diese beiden Faktoren allein sind somit kein direkter Hinweis auf ein Fellproblem. Kahle, runde Stellen, abgescheuerte Mähnen oder Schweife und krustig-blutige Stellen auf dem Fell können hingegen erste Anzeichen für Fellprobleme sein. Ursachen für Fellprobleme Schlechtsitzende, scheuernde Ausrüstung wie Sattel, Decken oder Gamaschen. Alter des Pferdes: älteren Pferden fällt häufig der Fellwechsel schwerer, so dass sie eine längere Zeit mit dem Fellwechsel beschäftigt sind als junge Pferde. Auch kann der Fellwechsel verzögert stattfinden. Infektion der Haut mit Bakterien (Räude oder Mauke) oder Parasiten. Hautpilze, vor allem in Verbindung mit einer Haltung auf dauerhaft nassen Flächen. Stoffwechselerkrankungen, wie z.B. Lebererkrankungen, Nierenerkrankungen oder Cushing (PPID). Nicht ansteckende Hautkrankheiten wie Nesselsucht und Sonnenbrand. Allergien (Kontaktallergien, Insektenallergie oder Sommerekzem) oder Übersensibilität, auf die das Pferd mit einer Fellveränderung reagiert. Auch ein starker Wurmbefall kommt bei einem stumpfen, struppigen und glanzlosen Fell in Frage. Vor allem wenn die Fellprobleme durch Bakterien, Viren oder Parasiten ausgelöst wurden, ist es wichtig, frühzeitig die Ursache zu finden. Nur dann kann rechtzeitig gegengesteuert und verhindert werden, dass sich auch andere Pferde mit dieser Hautkrankheit anstecken. Für die richtige Diagnose solltest du dein Pferd von einem Tierarzt untersuchen lassen. Erkennungsmerkmale von Fellproblemen Die meisten Fellprobleme haben ein typisches Erscheinungsbild und können leicht zugeordnet werden. Solltest du dir unsicher sein, dann nimm mit deinem Tierarzt oder einem Spezialisten Kontakt auf. Folgende Punkte können dir bei einer ersten Einschätzung helfen: Typische Fellveränderung Mögliche Auslöser Stumpf, glanzlos und struppig wirkendes Fell Hinweis auf einen (Nährstoff)Mangel und somit ggf. auf eine chronische Erkrankung der Niere oder Leber Kahle Stellen im Fell, meist kreisrund Hinweis auf eine Pilzerkrankung Ungewöhnlich langes, gelocktes Fell und Probleme beim Fellwechsel Hinweis auf das Cushing Syndrom (PPID) Krustige, schuppige Fesselbeugen Hinweis auf Mauke oder andere Infektionen durch Bakterien Abgescheuerte Mähne, teilweise mit blutigen, abgescheuerten Hautstellen Hinweis auf ein Sommerekzem Abgescheuerter Schweif Hinweis auf einen Wurmbefall Schuppiges Fell vereinzelt mit kleinen Krusten Hinweis auf Milben Bei welchen Fellproblemen des Pferdes kann die Fütterung helfen?  Die Ernährung spielt natürlich auch beim Erscheinungsbild des Pferdefells eine wichtige Rolle. Manche Fellprobleme können daher mit Hilfe einer Futteroptimierung behoben werden. Probleme mit dem Fellwechsel Zweimal im Jahr ist dein Pferd im Fellwechsel. Im Frühjahr befreit es sich von seinem dicken Winterfell, um sich auf die warmen Monate vorzubereiten. Und ab dem Spätsommer wird das Fell dann wieder dicker, um es als kuscheligen Mantel gegen Kälte und Nässe für die kalten Monate tragen zu können. So bereitet sich der Organismus deines Pferdes im Wechsel auf die nächste Jahreszeit vor. Bei gesunden Pferden dauert der Fellwechsel meistens 4 bis 6 Wochen. Dieser verläuft jedoch nicht immer ganz reibungslos, denn in dieser Zeit arbeitet der Stoffwechsel auf Hochtouren. Wenn dein Pferd schon zum älteren Semester gehört oder ein geschwächtes Immunsystem hat, kann dies den Organismus zusätzlich belasten. Es gilt: Je besser der Stoffwechsel deines Pferdes funktioniert, desto reibungsloser kann es auch durch den Fellwechsel kommen. Unterstütze dein Pferd vor allem in dieser Zeit durch regelmäßiges Putzen und befreie es mit speziellen Bürsten oder Kämmen von seinem juckenden, losen Haarkleid. Schon gewusst? Viel Bewegung und ausreichend Tageslicht regen die Durchblutung sowie den Stoffwechsel an, was sehr förderlich für den Fellwechsel ist. Auch durch eine gezielte Fütterung kannst du dein Pferd in dieser Phase unterstützen. Für den optimalen Fellwechsel sind Energie, Baustoffe für die Haare und zusätzliche Vitamine, vor allem Vitamin E und A, erforderlich. Vitamin A wird meist über das Grundfutter abgedeckt. Aber das fettlösliche Vitamin E kommt hauptsächlich in ölhaltigen Früchten wie Leinsamen, Sonnenblumenkernen und kaltgepressten Ölen vor. Besonders Leinöl und Schwarzkümmelöl enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren und haben eine positive Wirkung auf das Immunsystem sowie den Stoffwechsel. Auch die Spurenelemente Zink, Kupfer und Selen werden für den Fellwechsel benötigt. Diese kannst du deinem Pferd durch den Zusatz von Bierhefe und Kieselgur zur Verfügung stellen. Vermeide Übergewicht bei deinem Pferd – dies kann nicht nur die Ursache von diversen Wohlstandskrankheiten sein, sondern belastet vor allem auch den Stoffwechsel deines Pferdes. Nimmt dein Pferd schnell an Gewicht zu? Dann ist es empfehlenswert, die tägliche Menge Kraftfutter um mindestens ein halbes Kilo zu verringern. Achte gerade bei einer geringen oder fehlenden Kraftfutter-Fütterung auf die Zufuhr von ausreichend Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Verwende hier ein schmackhaftes, kalorienarmes Ergänzungsfuttermittel, wie z.B. Pavo DailyFit oder auch Pavo Vital. Für Pferde, die zusätzlich Vitamine benötigen, ist eine Ergänzung mit einem Vitaminbooster, wie Pavo MultiVit 15 empfehlenswert. Dieser komplette Vitaminzusatz enthält alle wichtigen Vitamine und Antioxidantien, wie die Vitamine A, E und C. Es unterstützt einen schnellen Fellwechsel und sorgt zudem für ein glänzendes Fell. Fellprobleme durch Allergien oder Übersensibilität Das Immunsystem ist imstande, schädliche Stoffe zu erkennen und zu beseitigen. Wenn das Abwehrsystem gegen Stoffe reagiert, die nicht direkt schädlich sind, ist von einer Allergie die Rede. Es gibt zahlreiche Allergien, wie zum Beispiel: Kontaktallergie: kleine Pickel bis Schwellungen Fliegen- und Insektenallergie: Sommerekzem Hautallergie: verschiedene Arten der Allergie Schleimhautallergie: wässriger Ausfluss aus den Nüstern und den Augen Nahrungsmittelallergie: Pickel Ziehe zur richtigen Diagnose und Behandlung gegen diese Leiden immer deinen Tierarzt zu Rate. Belaste den Stoffwechsel deines Pferdes nicht mit zu viel Kraftfutter. Decke den Hauptbedarf deines Pferdes ausschließlich über Raufutter und Gras. Sollte eine zusätzliche Fütterung mit Kraftfutter erforderlich sein, dann achte je nach Allergie auf Futtersorten mit einem reduzierten Zucker- und Stärkeanteil, die außerdem einen hohen Anteil an verdaulichem Eiweiß besitzen. Hier können wir dir z.B. Pavo Nature´s Best oder Pavo Care4Life empfehlen. Für ein gutes Immunsystem und einen optimalen Abbau von Abfallstoffen ist es wichtig, bei deinem Pferd für eine vollwertige Vitamin- und Mineralstoffzufuhr zu sorgen. Die Vitamine E und C helfen, die Abfallstoffe abzubauen. Mineralien sind für die Hautbildung notwendig. Unterstütze dein Pferd bei Fell- und Hautproblemen zusätzlich über die Fütterung mit sogenannten „Hautkräutern“. Besonders erwähnenswert sind hier Schwarzkümmelsamen, Mariendistel, Löwenzahn, Salbei und Brennnesselkraut. Die Kräuter können dauerhaft oder als Kur beigefüttert werden.
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Fütterung und Gesundheit
8 Mythen über Pferdefutter
Dank zahlreicher Forschungen konnte sich in den letzten Jahren das Wissen sowohl über den Nährstoffbedarf der Pferde als auch über die optimale Zusammensetzung des Pferdefutters verbessern. Trotz wissenschaftlicher Ergebnisse halten sich aber nach wie vor einige Mythen zum Thema Pferdefutter sehr hartnäckig. Rob Krabbenborg, Produktmanager und Ernährungsexperte bei Pavo, geht den 8 wohl bekanntesten Mythen auf den Grund. 1. Von Eiweiß im Pferdefutter bekommt mein Pferd "Beulen" Ein Mythos! Es wurde nicht nachgewiesen, dass Beulen durch zu viel Eiweiß verursacht werden. Sollte dein Pferd „Beulen“ haben, dann ziehe am besten deinen Tierarzt zu Rate. Solche Beulen können die Reaktion auf unterschiedliche Stoffe sein. Meist stecken Insektenstiche dahinter. Andere Gründe könnten noch sein: Dein Pferd wurde mit einem Mittel gepflegt oder gewaschen, welches es nicht verträgt; die Decke, die dein Pferd schon den ganzen Winter auf dem Rücken trägt, wurde lange Zeit nicht mehr oder noch nie gereinigt. Aber es kommen auch noch weitere Gründe in Frage, die dein Tierarzt sicher am ehesten klären kann. Einen wissenschaftlichen Nachweis, dass ein Pferd von Eiweiß Beulen bekommt, gibt es jedoch nicht. Für dein Pferd ist Eiweiß, bzw. die Bausteine „Aminosäuren“, sogar sehr wichtig. Eiweiß ist für alle lebenswichtigen Funktionen und einen gesunden Muskelaufbau essentiell. In unserem Ratgeber „Eiweiß im Pferdefutter“ haben wir alle wichtigen Informationen zu diesem Thema für dich zusammengefasst. Sollte dein Pferd einen erhöhten Eiweißbedarf haben, wie es z.B. bei Sportpferden der Fall ist, dann achte auf ein Pferdefutter, das reich an essentiellen Aminosäuren ist. Mit solch einem eiweißreichen Spezialfutter kannst du dein Pferd beim Aufbau von Muskeln und Ausdauer positiv unterstützen. 2. Mein Pferd ist alt, daher braucht es eiweißarmes Pferdefutter Ein Mythos! Die mit dem Eiweiß in Zusammenhang gebrachten Nierenprobleme, tauchen bei Pferden sehr selten auf. Mit zunehmendem Alter werden Menschen, Hunde und Katzen oftmals auf eine Art Nierendiät gesetzt, da die Nieren im fortgeschrittenen Alter nicht mehr so gut funktionieren. Dies bedeutet eine eiweißreduzierte Kost, welche die Nieren weniger belasten soll. Bei der Verstoffwechselung von Eiweiß in den Nieren fällt Harnstoff als Hauptabbauprodukt an. Bei Pferden kommen jedoch Nierenprobleme nur äußerst selten vor. Frage doch einmal deinen Tierarzt, wie oft er Pferde mit Nierenproblemen behandelt? Die Antwort wird lauten: Das kommt bei Pferden fast nie vor. Wichtig ist jedoch vor allem für ältere Pferde eine gute, ausgewogene und bedarfsgerechte Ernährung. Gerade im Alter können Nährstoffe oftmals nicht mehr richtig aufgenommen werden, so dass es schnell zum Muskelabbau und Abmagern kommen kann. Daher benötigen „Senioren“ eine ausreichende Zufuhr hochwertiger Eiweiße mit essentiellen Aminosäuren. Für alte Pferde ist Pavo 18Plus besonders empfehlenswert, denn es ist ein Futter mit leicht verdaulichen Raufasern und essentiellen Aminosäuren. Du hast ein älteres Pferd und möchtest mehr darüber erfahren, welchen Futterbedarf alte Pferde haben? Dann lese dazu auch unseren Ratgeber „Alte Pferde richtig füttern“. 3. Möhren und Äpfel enthalten zu viel Zucker Ein Mythos! Eine Möhre enthält kaum Zucker. Pferde nehmen den meisten Zucker vor allem über Gras auf. Tatsächlich besteht eine Möhre zu ca. 90% aus Wasser und bei einem Apfel gilt dasselbe. Die restlichen Bestandteile sind Ballaststoffe und eine kleine Menge an Zucker. Nehmen wir als Beispiel einmal eine große Wintermöhre mit ca. 500g: 3% dieser Möhre bestehen aus Zucker. Wenn dein Pferd diese Möhre bekommt, nimmt es somit 15g Zucker auf. Bei einem Apfel verhält es sich ähnlich, dieser enthält auch ca. 15g Zucker. Ein Pferd nimmt jedoch mit 10kg Heu ungefähr 1kg Zucker zu sich. Wenn sich ein Pferd unbegrenzt an jungem Gras bedienen kann, so steigt die Zuckeraufnahme sogar auf bis zu 2kg Zucker/Tag. Wenn Sie also Möhren verfüttern, so verabreicht man nicht so schnell zu viel Zucker – dann müssten Sie diese schon täglich eimerweise verfüttern. Auch Äpfel können Sie Ihrem Pferd durchaus hin und wieder füttern, aber auch hier in Maßen, denn gerade bei Äpfeln ist nicht der Zucker das Problem, sondern viel mehr die enthaltene Säure. Empfindliche Pferde können hierauf leicht mit Verdauungsproblemen und Durchfall reagieren. 4. Müsli ist ein „Extra“ im Pferdefutter Erneut nur ein Mythos! Müsli ist ein vollwertiges Kraftfutter. Pellets enthalten viele Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, wohingegen ein Müsli nur als „leckerer Snack“ für Pferde angesehen wird. Das stimmt aber so nicht. Müsli ist genauso vollwertig wie Pellets und sollte daher nicht zusätzlich und als Extra für Zwischendurch gefüttert werden. Pellets und Müsli sind beides Kraftfutterarten, welche die Aufgabe haben, dein Pferd mit Nährstoffen und Energie zu versorgen, sollte eine reine Raufütterung nicht ausreichend sein. Sollte dein Pferd wenig Energie benötigen, dann wähle ein Struktur-Müsli mit einer besonders natürlichen Zusammensetzung, welches außerdem wenig Zucker und Stärke enthält. 5. Müsli als Pferdefutter ist gesüßt Erneut nur ein Mythos! Müsli ist ein vollwertiges Kraftfutter. Dem Pferdefutter wird kein Süßstoff zugesetzt. Jedoch besteht die enthaltene Melasse im Kraftfutter aus bis zu 50% Zucker. Müsli hat in der Regel sogar einen geringeren Melasse-Anteil als Pellets, bei denen die Melasse als Bindemittel eingesetzt wird. Es gibt Pferde, die Futter mit weniger Melasse nicht so lecker und eher langweilig finden, denn sie schmecken natürlich nicht so süß. Aber jedes Pferd kann sich an den „neuen“ Geschmack gewöhnen. Bleibe daher standhaft, wenn es um die Umstellung auf ein neues Futter geht. Kennst du z.B. schon Pavo Care4Life? Dies ist eine Futtermischung mit 11 verschiedenen Kräutern. Der Anteil von Zucker und Stärke liegt bei nur 9% und es ist melasse- und haferfrei. 6. Zuckerrübenschnitzel enthalten immer viel Zucker Ein weiterer Mythos! Unsere Zuckerrübenschnitzel Pavo SpeediBeet und Pavo FibreBeet enthalten sogar weniger Zucker als der durchschnittliche Anteil im Heu. Bei Rübenschnitzel gibt es 3 Sorten: normale niederländische Rübenschnitzel - geeignet für die Rinderhaltung. Diese haben einen Zuckergehalt von 10 bis 12%. Deutsche Rübenschnitzel haben einen Zuckergehalt von 15 bis 20%, sind in der Regel aber billiger als die niederländischen Rübenschnitzel. Gerade bei diesen Rübenschnitzel-Sorten sollten Sie bei der Fütterung vorsichtig sein, denn sie sind tatsächlich eine wahre Zuckerbombe. Bei der 3. Sorte handelt es sich um entzuckerte Zuckerrübenschnitzel. Hört sich kontrovers an, ist aber ernährungsphysiologisch für Pferde durchaus sinnvoll. Rübenschnitzel haben einen hohen Raufaseranteil und sind daher besonders für Pferde geeignet, die zum einen zusätzliche Energie benötigen und zum anderen Raufutter nicht mehr gut kauen und verwerten können. Die Zuckerrübenschnitzel SpeediBeet von Pavo sind zuckerreduziert und haben somit einen Zuckergehalt von höchstens 5%. Das bedeutet konkret: SpeediBeet enthält in 1kg Trockensubstanz 50g Zucker. Dieser Zucker-Anteil ist geringer als der in Heu, denn Heu hat üblicherweise ca. 80 -100g Zucker pro kg Produktmenge. Für Pferde, die zusätzlich Energie benötigen, sind die entzuckerten Rübenschnitzel Pavo FibreBeet besonders gut geeignet. Neben einem niedrigen Zucker- und Stärkeanteil sind diese Rübenschnitzel zusätzlich mit Eiweiß aus Luzerne und Soja angereichert. Wozu Pferde Zucker benötigen und wie viel sie aufnehmen können, erfährst du in unserem Ratgeber „Was bewirkt Zucker beim Pferd?“. 7. Pferde bekommen durch einen Leckstein ausreichend Salz Ein Mythos! Pferde leiden häufig unter einem Salzmangel. Eine gängige Meinung besagt, dass Pferde, die einen Leckstein haben, nach Bedarf Salz aufnehmen. Allerdings zeigen nur sehr wenige Pferde tatsächlich auch Interesse an einem solchen Leckstein. Jedes Pferd sollte Zugang zu einem Leckstein haben. Das ist richtig. Achte hierbei darauf, wann der Leckstein angebraucht wurde. Dieser sollte nach 3 Monaten verbraucht sein. Lecksteine aus Meersalz oder rote Lecksteine sind eine tolle Abwechslung für dein Pferd, aber kein Muss, denn Pferde benötigen schlichtweg 40g Küchensalz ohne Jod. Der Salzbedarf bei Pferden wird in der Regel allerdings nicht durch einen Salzleckstein allein gedeckt. Betrachte daher auch die anderen Futtermittel, die dein Pferd täglich bekommt und berechne den Gesamtsalzgehalt. Das Futter von Pferden, die viel schwitzen und/oder viel harte Arbeit leisten müssen, sollte mit einer speziellen Eletrolytmischung ergänzt werden. Pferde benötigen große Mengen an Salz und Elektrolyten. Dies gilt nicht nur bei Pferden, die schwere Arbeit leisten müssen, sondern auch im Sommer, wenn Pferde durch die hohen Temperaturen vermehrt auch ohne Arbeit schwitzen. Bei leichter Arbeit oder einem ruhigen 2-stündigen Ausritt mit 20 Minuten Trab und 5 Minuten Galopp, verliert ein Pferd schon 4 Liter Schweiß. Bei einem 4-stündigen Ausritt kommt das Pferd schon auf 10-15 Liter Schweiß, in dem viel Natrium und Kalium enthalten ist. Es benötigt dann 40 bis 60g Salz, um diesen Verlust wieder auszugleichen. Wenn du Woche für Woche hart trainierst und dein Pferd bekommt zusätzlich kein Salz, so wird die Leistung rapide abnehmen. 8. Pferde benötigen immer Kraftfutter Wieder ein Mythos! Nicht jedes Pferd benötigt zwangsläufig die Zufütterung mit Kraftfutter. Eine gute Basis in der Pferdefütterung sollte immer das Raufutter in Ergänzung mit einem Mineralfutter darstellen. Wenn dein Pferd (z.B. bei Sportpferden) zusätzlich Energie benötigt, so ist die Zugabe eines Kraftfutters durchaus sinnvoll. Aber wie viel Kraftfutter ein Pferd benötigt, hängt vom Training, der Raufuttermenge und -qualität sowie der Pferderasse ab. Bei einem Pony, das hauptsächlich auf der Wiese steht, ist eine Versorgung mit ausreichend Raufutter und Mineralfutter in der Regel ausreichend, um den Energie- und Nährstoffbedarf zu decken. Bei Sportpferden und „schwerfüttrigen“ Pferden hingegen ist eine Raufütterung allein oft nicht ausreichend, so dass die Beifütterung von einem bedarfsgerechten Kraftfutter erforderlich ist, um den Energieerhalt, bzw. den Leistungsaufbau unterstützen zu können. Achte bei der Auswahl des Kraftfutters für dein Pferd darauf, dass sowohl die Sorte als auch die Menge individuell an den Bedarf deines Pferdes angepasst wird. Verteile die Gesamtkraftfuttermengen auf mehrere kleine Portionen am Tag. Und bevorzuge strukturreiche Kraftfuttersorten, die außerdem die Kautätigkeit anregen und die Fresszeiten verlängern. In unserem Ratgeber „Energie im Pferdefutter“ erfährst du mehr über eine bedarfsgerechte Versorgung für dein Pferd. Fazit: Leider halten sich viele Mythen über Pferdefutter zu Unrecht hartnäckig in den Köpfen einiger Pferdebesitzer. Wichtig ist grundsätzlich eine bedarfsgerechte, vollwertige Ernährung mit ausreichend Raufutter als Basis, damit dein Pferd langfristig gesund bleibt. Solltest du Fragen zur Fütterung deines Pferdes haben, so steht dir das Pavo Team der Fütterungsberatung gern mit Rat und Tat zur Seite.
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Fütterung und Gesundheit
Die 10 wichtigsten Inhaltsstoffe im Ergänzungsfutter für Pferde
Alle essentiellen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sollte dein Pferd täglich über sein Futter aufnehmen. Für ein gesundes Pferdeleben sind Vitalstoffe enorm wichtig. Aber es gibt immer wieder Phasen, in denen der Nährstoffbedarf besonders hoch ist und die tägliche Aufnahme über das Grundfutter nicht ausreicht. In diesem Fall kommen dann gesunde und hochwertige Ergänzungsfutter zum Einsatz. Es gibt eine Vielzahl an Ergänzungsfuttermitteln, die deinem Pferd hochwertigen Inhaltsstoffen bestimmte Nährstoffe zuführen und für verschiedene Probleme eine Lösung bieten. Welche Probleme deines Pferdes mit welchem Ergänzungsfutter gelöst werden können, erfährst du im Pavo Ratgeber „Wie Ergänzungsfutter die Pferdegesundheit unterstützen kann“. Inhaltsstoffe, Nährstoffe – Wo liegt der Unterschied? Inhaltsstoff und Nährstoff: das sind 2 Begriffe, die im Sprachgebrauch oft als Synonyme verwendet werden. Das ist zwar nicht wirklich falsch, aber es gibt einen kleinen Unterschied. Inhaltsstoffe bezeichnen in der Regel die gesamte Zusammensetzung eines Produktes. Inhaltsstoffe werden auch als Zutaten bezeichnet. In einem Pferdefutter können beispielsweise Luzerne, Dinkel, Timotheegras, Maiskeimöl und Leinsamen als Inhaltsstoffe enthalten sein. Nährstoffe sind die verschiedenen organischen und anorganischen Bestandteile der Inhaltsstoffe, die zur Aufrechterhaltung des Stoffwechsels benötigt werden. Zu den Nährstoffen zählen die energieliefernden Makronährstoffe „Kohlenhydrate, Fette und Proteine“ und die Mikronährstoffe „Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente“. Viele Nährstoffe können aus anderen Nährstoffen hergestellt werden. Bei diesem Prozess verbraucht der Körper Energie. Andere Nährstoffe müssen mit der Nahrung aufgenommen werden und zählen somit zu den essentiellen Nährstoffen. Welche Nährstoffe aus den Inhaltsstoffen sind besonders wichtig? Und wie wirken diese unterstützend im Pferdekörper? 1. Aminosäuren für Pferde Aus Aminosäuren werden Proteine bzw. Eiweiße gebildet. Die Aminosäuren werden über die tägliche Nahrung deines Pferdes aufgenommen und bestehen aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff. Zum jetzigen Zeitpunkt sind etwa 20 verschiedene Aminosäuren bekannt. Wie und wo wirken Aminosäuren? Für den Organismus deines Pferdes sind Aminosäuren essentiell. Besonders während der intensiven Muskelaufbauphase spielen die Aminosäuren eine wichtige Rolle. Sie unterstützen den gesunden und kräftigen Aufbau von Muskelgewebe. Aber nicht nur für den Aufbau von Muskelgewebe werden Aminosäuren benötigt. Proteine sind an vielen weiteren, körperlichen Prozessen beim Pferd beteiligt. Eiweiß wird für das Immunsystem, für das Huf- und Haarwachstum, für die Bildung von Botenstoffen im Gehirn und Nervensystem sowie für die Zellgeneration im gesamten Pferdekörper benötigt. Ohne ausreichend Aminosäuren werden zahlreiche Prozesse im Organismus gehemmt. Daher werden Aminosäuren auch als „Bausteine des Lebens“ bezeichnet. Welche Aminosäure-Quellen gibt es? Aminosäuren werden in 2 Gruppen eingeteilt: Die essentiellen Aminosäuren werden vom Körper nicht selbst hergestellt. Sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Zu den essentiellen Aminosäuren zählen z.B. Lysin, Methionin, Tryptophan, Leucin, Isoleucin, Threoin, Valin, Histidin und Phenylalanin. Die nicht-essentiellen Aminosäuren können vom Körper selbst hergestellt werden. Eine Aufnahme muss nur bedingt über die Nahrung stattfinden. Bei Beschwerden, besonderen Bedürfnissen oder Aufnahmedefiziten sollten diese dennoch zugefüttert werden. Zu den nicht-essentiellen Aminosäuren zählen u.a. (Beta-)Alanin, Glutamin, Arginin und Glycin. Über das tägliche Raufutter nimmt dein Pferd schon einen Großteil der benötigten Aminosäuren auf. Je nach Qualität des Raufutters können Pferde 20 bis 70 % der essentiellen Aminosäuren aus dem täglichen Raufutter verdauen und nutzen. Je besser die Qualität deines Raufutters ist, desto mehr Aminosäuren gehen in den Organismus deines Pferdes über. Raufutter mit minderwertiger Qualität, welches besonders trocken und holzig ist, schließt die Proteine stark in den Stängeln ein. Die Nährstoffe werden dann gar nicht oder nur sehr schwerfällig im Dünndarm zerlegt. Es ist demnach sehr wichtig, auf die Qualität deines Raufutters zu achten. Falls du dir über die Qualität unsicher bist, empfehlen wir dir einen Raufutter Schnelltest. Pavo Ergänzungsfutter-Empfehlung mit Aminosäuren Pavo MuscleBuild enthält unter anderem die essentiellen Aminosäuren Lysin und Methionin, die dein Pferd bei einem schnellen Muskelaufbau und bei der Stärkung seiner Muskulatur unterstützen. Pavo MuscleCare ist mit Beta-Alanin angereichert und sorgt für eine optimale Versorgung von steifen oder verspannten Muskeln nach einem anstrengenden Training. Pavo ProteinPlus ist die ideale Ergänzung bei einer eiweißarmen Raufutter- und/oder Kraftfutterfütterung und einem erhöhten Proteinbedarf. 2. Biotin für Pferde Biotin ist auch als Vitamin H bekannt, gehört aber eigentlich zu der Familie der B-Vitamine (Vitamin B7). Es ist ein wasserlösliches Vitamin, welches über die Dickdarmflora in den Organismus übergeht. In der Regel wird Biotin über die tägliche Nahrung aufgenommen. Eine schlechte Qualität des Futters kann jedoch dazu führen, dass dein Pferd zu wenig Biotin über das Futter aufnimmt. Und auch bei Hitze oder während einer trockenen Periode ist es möglich, dass deinem Pferd nicht genügend Biotin zur Verfügung steht. Wie und wo wirkt Biotin? Die Haut, das Fell und die Hufe deines Pferdes bestehen aus Kreatin, ein faseriges Protein. Für einen starken Aufbau von Kreatin wird Biotin benötigt. Der Pferdekörper kann Biotin nur in geringem Maße speichern. Einen Überschuss des Vitamins scheidet der Körper über den Darm aus. Große Auswirkungen hat Biotin auf die Hufe deines Pferdes. Mangelerscheinungen sind daher dort oft als erstes erkennbar. In der Sommerzeit wirken Pferdehufe häufig brüchiger und trocken, da die Hitze den Hufen Flüssigkeit entzieht. Biotin unterstützt den Organismus deines Pferdes bei der Bildung von neuem und elastischem Hufhorn. Biotin wirkt sich darüber hinaus positiv auf das Fellkleid und die Haut aus. Welche Biotin-Quellen gibt es? Ein hochwertiges Grundfutter wie Heu ist das A und O. Denn in der täglichen Ernährung finden sich meist die höchsten Anteile von Biotin. Aber auch Gras oder frisches Obst weisen oft einen hohen Wert an Biotin auf. Achte bei der täglichen Fütterung auf das richtige Verhältnis zwischen Raufutter, Weidegras, Mineralfutter und Kraftfutter. Wenn du dein Pferd überfütterst, wird die Darmflora gestört und die Synthese der Nährstoffe wird eingeschränkt. Pavo Ergänzungsfutter-Empfehlung mit Biotin Pavo BiotinForte hat einen besonders hohen Biotin-Anteil und enthält zudem alle elementaren Bausteine für die Hufe wie Aminosäuren, Lecithin, Kupfer, Zink, Mangan und Schwefel. Pavo Vital ist ein schmackhaftes, natürliches Mineralfutter, das zudem getreide- und melassefrei ist. Neben dem Tagesbedarf an Vitaminen und Mineralstoffen enthält es außerdem ein Extra an Biotin und sorgt somit für eine optimale Unterstützung der Huf- und Fellgesundheit. 3. Calcium für Pferde Der Mineralstoff Calcium ist ein essentieller Nährstoff für das gesamte Knochengerüst des Pferdes. Calcium wird auch als Mengenelement bezeichnet, da es in besonders großen Mengen im Organismus vorkommt. Pro Kilogramm Körpergewicht eines Pferdes sind bis zu 50 mg Calcium in den Knochen und im Gewebe vorzufinden. Wie und wo wirkt Calcium? Die größte Menge Calcium befindet sich in den Knochen und Zähnen. Der Mineralstoff sorgt im Skelett für Stabilität und Kraft. Eine kleine Menge an Calcium ist im Gewebe und Blut zu finden. Dort spielt es eine essentielle Rolle bei der Nerven- und Muskelerregbarkeit und stabilisiert die Zellmembranen im gesamten Pferdekörper. Darüber hinaus wird Calcium bei der Zellteilung benötigt. Ein Mangel an Calcium ist bei Fohlen besonders schwerwiegend. Wenn sie bereits in den ersten Wochen nicht genügend Calcium bekommen, wird die Knochenfestigkeit beeinträchtigt und es kann zu Überbeinen, Verbiegungen oder Fehlstellungen der Gliedmaßen kommen. Auch ein Calcium-Mangel bei ausgewachsenen Pferden kann die Knochenstabilität schwächen und einen steifen Gang hervorrufen. Welche Calcium-Quellen gibt es? Eine ausgewogene und bedarfsgerechte Fütterung von hochwertigem Raufutter versorgt dein Pferd mit ausreichend Calcium. Kräuterreiches Heu ist oftmals calciumreich, aber auch Rübenschnitzel verfügen über eine große Menge des Mineralstoffs. Pavo Ergänzungsfutter-Empfehlung mit Calcium Pavo Podo®Care unterstützt dein Fohlen in den ersten Lebensmonaten mit vielen essentiellen Baustoffen für einen starken Knochenbau. Neben einem hohen Calcium-Anteil enthält das Ergänzungsfutter auch die Mineralstoffe Phosphor, Magnesium und Vitamin D im richtigen Verhältnis. 4. Glucosamin für Pferde Glucosamin ist ein hochkonzentrierter Aminozucker, der zu den natürlichen Knorpelschutzstoffen gezählt wird. Er ist ein Bestandteil des Bindegewebes, des Knorpels und der Gelenkflüssigkeit. Wie und wo wirkt Glucosamin? Glucosamin ist der wichtigste Schutzstoff für Knorpel und Gelenke. Dieser wird für eine kräftige Zellstruktur der Gelenke benötigt und sorgt für die Festigkeit des Knorpels. Zusätzlich „schmiert“ es die Gelenke und trägt so zum Erhalt der optimalen Gelenkgesundheit bei. Fehlt das Glucosamin, verschleißen die Gelenke und es kann zu schwerwiegenden Folgen kommen. Welche Glucosamin-Quellen gibt es? Ein gesunder Pferdekörper kann Glucosamin in ausreichender Menge selbst herstellen. Wenn dein Pferd fit ist und an keiner Krankheit leidet, musst du dir zumeist keine Gedanken über Glucosamin machen. Im Alter des Pferdes lässt die Glucosaminproduktion nach, ebenso wird die Produktion während Gelenkkrankheiten oder Entzündungen wie z.B. bei Arthrose beeinträchtigt. Auch ein erhöhter Bedarf, z.B. bei dauerhaft starker Gelenkbeanspruchung im Turniersport, kann dazu führen, dass der Pferdekörper nicht in der Lage ist, selbst ausreichend Glucosamin zu produzieren. In diesen Fällen kann die Zufütterung des Knorpelschutzstoffs sinnvoll sein. Oftmals stammt das Glucosamin in Futterergänzungen aus natürlichen Quellen wie z.B. der Grünlippmuschel. Pavo Ergänzungsfutter-Empfehlung mit Glucosamin Pavo Mobility enthält Glucosamin, Chondroitin und Hyaluronsäure, die eine gute Funktion der Gelenke und Produktion der Gelenkflüssigkeit unterstützen. Dieses Ergänzungsfutter kann präventiv bei Sportpferden oder bei Pferden mit Sehnen- und Gelenkproblemen eingesetzt werden. 5. Magnesium für Pferde Wie Calcium ist auch Magnesium ein Mengenelement und somit in besonders großer Quantität im Pferdekörper zu finden. In den Knochen beträgt der Anteil an Magnesium fast 12 %. Darüber hinaus sind Spuren des Mineralstoffes auch in den Muskeln zu finden. Wie und wo wirkt Magnesium? Der Mineralstoff ist an vielen Prozessen des Körpers beteiligt. So kann es für lockere Muskeln sorgen, das Nervensystem sowie die Blutkreisläufe stimulieren, den Skelettaufbau unterstützen und den Widerstand gegen Stress beeinflussen. Nach einem anstrengenden Training sind die Muskeln oft angespannt und dein Pferd hat möglicherweise stark geschwitzt. In dieser Situation ist der Bedarf an Magnesium besonders hoch. In Stresssituationen verbraucht dein Pferd ebenfalls Magnesium. Ein Mangel an Magnesium birgt das Risiko, dass dein Pferd noch anfälliger für Stress ist. Gestresste Pferde sollten unbedingt immer ausreichend Magnesium bekommen. Heranwachsende Fohlen benötigen neben einer ausgewogenen Menge an Calcium auch genügend Magnesium. Achte unbedingt auf das richtige Verhältnis zwischen Calcium und Magnesium. Zu viel Calcium in der täglichen Ration verdrängt das Magnesium, welches dann unbenutzt über den Urin ausgeschieden wird. Welche Magnesium-Quellen gibt es? Die natürliche Quelle für genügend Magnesium ist Heu von sehr guter Qualität. Selten liegt der Magnesiumgehalt im Raufutter über 0,8 g pro Kilogramm. Weitere Futtermittel wie Hafer, Mais, Kleie und Zuckerrübenschnitzel besitzen einen Anteil von über 1 g Magnesium pro Kilogramm. Sollte das tägliche Grundfuttermittel nicht ausreichen, bieten sich entsprechende Ergänzungen an. Pavo Ergänzungsfutter-Empfehlung mit Magnesium Pavo Eplus sorgt mit u.a. Magnesium für lockere Muskeln und optimiert die Muskelkoordination. Dein Pferd bewegt sich sichtbar geschmeidiger und kann Anstrengungen leichter aushalten. Pavo E‘lyte versorgt dein Pferd nach starkem Schwitzen mit wichtigen Körpersalzen wie u.a. Magnesium, Natrium und Chlorid. Pavo NervControl ist mit 3 Formen von Magnesium angereichert. Dieses Ergänzungsfutter hilft auf natürliche Weise, die innere Ruhe deines Pferdes wiederherzustellen und zu erhalten. Pavo Podo®Care unterstützt mit 2,3 % Magnesium pro Kilogramm das gesunde Knochenwachstum bei jungen Fohlen. 6. Natrium für Pferde Natrium ist ein Mineralstoff, der viele essentielle Funktionen im Organismus des Pferdes unterstützt. Besonders die Verbindung zwischen Natrium und Chlorid, auch als Salz (Natriumchlorid) bekannt, spielt in der Pferdefütterung eine wichtige Rolle. Wie und wo wirkt Natrium? Natrium zählt neben Chlor und Kalium zu den sogenannten Elektrolyten. Dies sind Körpersalze, die elementare Funktionen im Nervensystem übernehmen und an der Produktion von Enzymen sowie Hormonen beteiligt sind. Natrium ist wesentlich für den Wasserhaushalt im Organismus und für die Verteilung der Körperflüssigkeiten im Blut und Gewebe verantwortlich. Wenn Elektrolyte im Pferdekörper fehlen, können die Muskeln nicht mehr richtig arbeiten. Die Ausdauer und Leistungsfähigkeit deines Pferdes nimmt ab. Große Anstrengungen und Hitze bringen dein Pferd ins Schwitzen. Hierdurch verliert es neben Flüssigkeit und anderen Elektrolyten auch große Mengen an Natrium. Werden diese nicht wieder rechtzeitig aufgefüllt, kann dies zu einem Elektrolytmangel führen. Welche Natrium-Quellen gibt es? Die täglichen Futtermittel wie Raufutter enthalten kaum Salz. Eine natürliche Salzfütterung ist demnach nahezu unmöglich. Allein in Rüben und Melasse sind höhere Natriumvorkommen zu finden. Um dein Pferd dennoch mit genügend Natrium zu versorgen, biete ihm grundsätzlich einen Salzleckstein an. Füttere deinem Pferd bei einem erhöhten Bedarf (z.B. wenn es oft und viel schwitzt) zusätzlich ein natriumreiches Ergänzungsfutter. Pavo Ergänzungsfutter-Empfehlung mit Natrium Pavo E'lyte enthält neben Natrium weitere wichtige Körpersalze und unterstützt dein Pferd beim Aufbau einer Flüssigkeits- und Elektrolytreserve. Somit tritt ein Mangel an Körpersalzen weniger schnell auf. Nach der Belastung wird das Flüssigkeits-/Elektrolytgleichwicht zudem schneller wieder ausgeglichen. 7. Selen für Pferde Selen zählt zu den Spurenelementen und wird im Pferdekörper nur in kleinen Mengen benötigt, für die Gesundheit ist es dennoch enorm wichtig. Für den Zellschutz, aber auch für starke Muskeln ist Selen essentiell. Wie und wo wirkt Selen? Das lebenswichtige Spurenelement Selen wird vom Pferdekörper zwar nur im Milligramm-Bereich aufgenommen, beeinflusst aber verschiedene Stoffwechselprozesse im Organismus. Es unterstützt die körpereigenen Abwehrkräfte, ist an der Bildung von Antikörpern und Botenstoffen beteiligt, stimuliert mit weiteren Vitalstoffen die Zellteilung und unterstützt die Fruchtbarkeit. Besonders die antioxidativen Eigenschaften von Selen werden geschätzt. Ein Mangel an Selen zeigt sich durch ein schwaches Abwehrsystem, Leistungsdefiziten und Verspannungen der Muskulatur. Auch Haarbruch, eine steife Hinterhand und Sommerekzem können auf ein Defizit an Selen hinweisen. Welche Selen-Quellen gibt es? Selen wird kaum über das tägliche Raufutter aufgenommen. Daher ist es wichtig, Selen durch ein vollwertiges Mineralfutter oder über Futterergänzungsmittel anzubieten. Beachte aber, dass du deinem Pferd niemals zu viel Selen zufütterst. Eine Überdosierung von mehr als 10 mg Selen pro Tag kann zu einer Vergiftung führen. Solltest du einen Mangel an Selen oder eine Überdosierung feststellen, setze dich unbedingt mit deinem Tierarzt in Verbindung. Pavo Ergänzungsfutter-Empfehlung mit Selen Pavo Eplus ist mit 6 mg organischem Selen pro Kilogramm angereichert. Die antioxidativen Eigenschaften des Selens unterstützen in Zusammenarbeit mit weiteren Mineralstoffen und Vitaminen die Neutralisierung freier Radikale in den Muskeln. 8. Vitamin B für Pferde Unter Vitamin B wird eine Gruppe aus 8 wasserlöslichen Vitaminen zusammengefasst. Dazu gehören Thiamin (B1), Riboflavin (B2), Niacin (B3), Pantothensäure (B5), Pyridoxin (B6), Biotin (B7), Folsäure (B9) und Cobalamin (B12). Diese Vitamine sind an verschiedenen Stoffwechselvorgängen im Pferdekörper beteiligt. Dein Pferd kann den Vitalstoff nur in geringen Mengen im Organismus speichern. Sorge daher dafür, dass dein Pferd immer mit ausreichend B-Vitaminen über die Fütterung versorgt wird. Wie und wo wirken B-Vitamine? Die 8 B-Vitamine sind an einer Vielzahl von Prozessen im gesamten Organismus beteiligt. So unterstützen verschiedene B-Vitamine den Kohlenhydratstoffwechsel, die Oxidations- und Reduktionsprozesse von Fettsäuren und Aminosäuren im Körper sowie die Herstellung von roten Blutkörperchen. Darüber hinaus sind einige B-Vitamine antioxidativ wirksam und unterstützen somit ein gesundes Abwehr- und Nervensystem. Stress, Nervosität, Leistungsschwäche, Appetitlosigkeit und ein angeschlagenes Immunsystem können Anzeichen für einen Vitamin-B-Mangel sein. Da diese Mangelerscheinungen aber unspezifisch und darüber hinaus vielfältig sind, empfehlen wir dir ein Gespräch mit deinem Tierarzt. Eine schlechte Heuqualität, eine gestörte Darmflora oder Stress können ein Defizit auslösen. Auch zu viel Kraftfutter kann der Grund für einen Vitamin-B-Mangel sein. Welche Vitamin B Quellen gibt es? Die artgerechte Fütterung von hochwertigem Raufutter versorgt dein Pferd mit den benötigten B-Vitaminen. Ein vollwertiges Mineralfutter enthält ebenfalls alle B-Vitamine. Pavo Ergänzungsfutter-Empfehlung mit Vitamin B Pavo HealthBoost ist unter anderem mit den Vitaminen B1, B2, B6 und B12 angereichert. Mit seinem ausgeglichenen Vitamin- und Mineralstoffkomplex aktiviert es die körpereigene Abwehr, verleiht deinem Pferd zusätzliche Energie und unterstützt sein Darmgleichgewicht. Pavo MultiVit15 ist ein vollständiger Vitaminzusatz und enthält auch die Vitamine B1, B2, B6 und B12. Es ist die richtige Unterstützung beim Fellwechsel und für ein gesundes Immunsystem. 9. Vitamin C für Pferde Das wasserlösliche Vitamin C ist auch unter dem Namen „Ascorbinsäure“ bekannt. Pferde können Vitamin C in der Regel selbst herstellen. Das Vitamin ist für ein starkes Immunsystem und für diverse Stoffwechselvorgänge essentiell. Wie und wo wirkt Vitamin C? Vitamin C besitzt eine besonders starke, antioxidative Wirkung. Es unterstützt die normale Funktion des Immunsystems und neutralisiert freie Radikale im Körper. Darüber hinaus fördert Vitamin C Entgiftungsprozesse im Körper und stimuliert die Kollagenbildung für Gelenke, Knorpel, Fell und Hufe. Ein schwerwiegender Mangel kommt selten vor. Durch bestimmte Situationen, z.B. nach Krankheiten, in einer Stresssituation oder während des Fellwechsels kann sich der Vitamin-C-Bedarf deines Pferdes erhöhen. Außerdem lässt die Eigensynthese von Vitamin C im Alter des Pferdes nach. Welche Vitamin-C-Quellen gibt es? Pferde können im Gegensatz zu Menschen das Vitamin C selbst im Körper herstellen, da ein spezielles Enzym die Produktion der Ascorbinsäure anregt. Über das tägliche Futter muss Vitamin C nicht aufgenommen werden, wenn dein Pferd gesund und fit ist. Eine Zufütterung von Vitamin C kann in besonderen Situationen (Krankheiten oder bei alten Pferden) über natürliche Quellen wie Hagebutten, Fenchel oder Karotten erfolgen. Auch spezielle Ergänzungsfuttermittel versorgen dein Pferd mit Vitamin C. Pavo Ergänzungsfutter-Empfehlung mit Vitamin C Pavo MultiVit15 ist ein vollständiger Vitaminzusatz und enthält 14.000 mg Vitamin C pro Kilogramm. Darüber hinaus enthält es auch die Antioxidantien Vitamin A und E. 10. Vitamin E für Pferde Vitamin E ist ein fettlösliches Vitamin und gilt als starkes Antioxidans. Der Pferdekörper kann Vitamin E nicht selbst synthetisieren. Es wird über eine ausgewogene und gesunde Fütterung aufgenommen. Wie und wo wirkt Vitamin E? Das starke Antioxidans sorgt dafür, dass Abfallprodukte, wie freie Radikale, in den Zellen und dem Gewebe neutralisiert werden. Besonders während des Trainings ist Vitamin E essentiell, da es durch eine antioxidative Wirkung Muskelschäden oder Muskelübersäuerungen vorbeugen kann. Auch bei weiteren Entzündungen wie z.B. Arthritis wirkt Vitamin E unterstützend. Fehlt Vitamin E im Körper, sind die Zellen nicht mehr ausreichend vor freien Radikalen geschützt. Die Antikörperbildung wird beeinträchtigt und das Immunsystem wird schwächer. Darüber hinaus kann sich ein Vitamin-E-Mangel auf die gesunde Herz- und Skelettmuskulatur auswirken. Ferner ist Vitamin E auch als Fruchtbarkeitsvitamin bekannt. Ein Mangel kann somit zu Fruchtbarkeitsstörungen führen. Welche Vitamin-E-Quellen gibt es? Der tägliche Vitamin-E-Bedarf wird in der Regel aus frischem Gras aufgenommen. Ein täglicher Weidegang reicht für die Versorgung demnach oft aus. Auch in Sonnenblumen-, Weizenkern- und Maiskernöl sind Spuren von Vitamin E zu finden. Öl kann in kleinen Mengen unter das Pferdefutter gemischt werden. Pavo Ergänzungsfutter-Empfehlung mit Vitamin E Pavo EPlus ist das Ergänzungsfutter für lockere Muskeln. Durch Vitamin E unterstützt dieses Ergänzungsfutter die gesunde Funktion der Muskeln. Pavo MuscleCare unterstützt den Pferdekörper durch Vitamin E und weiteren Vitalstoffen bei der Neutralisierung von Abfallstoffen in den Muskeln. Pavo Fertile ist mit dem Furchtbarkeitsvitamin E angereichert und unterstützt die Rosse und die Aufnahmefähigkeit deiner Stute. Pavo MultiVit15 bietet deinem Pferd viele zusätzliche Vitamine z.B. während des Fellwechsels. Es enthält einen hohen Anteil des Antioxidans Vitamin E sowie Vitamin A und C.  
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Fütterung und Gesundheit
Öl in der Pferdefütterung
Die Futterration eines Pferdes mit Öl zu ergänzen ist heutzutage keine Seltenheit mehr. Viele Pferdebesitzer greifen zu bekannten Ölsorten wie z.B. Leinöl, Schwarzkümmelöl oder auch Reiskeimöl, um den Gesundheitszustand ihres Pferdes bestmöglich zu unterstützen. Jedoch ist Öl in der Pferdefütterung nicht gleich Öl. Wie auch andere Futtermittel, verfügt jede Ölsorte über ein ganz individuelles Fettmuster sowie Eigenschaften, die unterschiedliche Vor- und Nachteile aufweisen. Das bedeutet wiederum, dass nicht jedes Öl für jedes Pferd gleichermaßen gut geeignet ist. Informiere dich daher vorab, wann Öl eine sinnvolle Ergänzung in der Fütterung darstellt, welches Öl für dein Pferd am besten geeignet ist und wie viel es von diesem Öl benötigt. Was ist Öl überhaupt? Bei Ölen und Fetten handelt es sich um pure Energieträger, die weder Eiweiße noch Kohlenhydrate enthalten. Der Unterschied zwischen Ölen und Fetten liegt vor allem in ihrem Schmelzpunkt. Öle sind bei Raumtemperatur flüssig, während Fette fest sind. Zudem sind Fette (mit Ausnahme von Kokos- und Palmfett) tierischen Ursprungs und enthalten überwiegend langkettige, gesättigte Fettsäuren. Diese können von deinem Pferd jedoch kaum verdaut werden und sollten daher nicht in den Futtertrog gelangen. Öle hingegen verfügen über einen hohen Anteil an einfach bis mehrfach gesättigten Fettsäuren. Besonders die Fettsäuren Omega-3 und Omega-6 sind essentiell für dein Pferd und unterstützen zahlreiche Körperprozesse. Mit Ausnahme von Fischöl sind Öle pflanzlicher Herkunft und werden von Pferden gern gefressen. Warum dein Pferd Öl benötigt Für seine Gesunderhaltung benötigt dein Pferd vor allem wichtige Omega-Fettsäuren. Der Pferdekörper kann diese jedoch nicht selbst herstellen, weswegen es wichtig ist, dass sie über die Nahrung zugeführt werden. Bekommt dein Pferd zu wenig Omega-Fettsäuren, erkennst du dies beispielsweise an einem stumpfen Fell, einem geschwächten Immunsystem, Abgeschlagenheit oder generellem Unwohlsein. Über einige Futtermittel, wie z.B. Getreide, enthält dein Pferd bereits eine gewisse Menge Öl pro Tag. Hafer beispielsweise verfügt über einen Öl-Anteil von ca. 5%. Fütterst du deinem Pferd also täglich 2 kg Hafer, erhält es gleichzeitig auch 100 ml Öl. Getreidesorten verfügen jedoch einzig über einen hohen Omega-6, nicht aber über einen hohen Omega-3-Gehalt. Im Überschuss, bzw. im falschen Verhältnis zu Omega-3, können Omega-6-Fettsäuren sogar entzündungsfördernd wirken und der Gesundheit deines Pferdes eher schaden als nutzen. Ergänze daher eine getreidereiche Futterration immer mit einem Omega-3-reichen Öl, um den hohen Omega-6-Fettsäuren-Gehalt auszugleichen. Im richtigen Verhältnis von 3:1 weisen Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren folgende Vorteile auf: Glänzendes Fell Starke Haut Entzündungshemmende Wirkung Positive Wirkung auf die Atemwege Träger für fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) Die Verdauung von Öl bei Pferden Sicherlich hast du auch schon einmal diesen Satz gehört: „Pferde haben keine Gallenblase und können daher auch kein Öl verdauen.“ Hierbei handelt es sich um eine sehr verbreitete Annahme, die jedoch nicht ganz der Wahrheit entspricht. Es ist richtig, dass Pferde keine Gallenblase besitzen. Jedoch haben Pferde nur deshalb keine Gallenblase, da sie diese für ihre spezielle Ernährungsphilosophie nicht benötigen. Pferde ernähren sich von Natur aus überwiegend fettarm und nehmen den ganzen Tag über sehr faserreiche Futtermittel, wie z.B. Heu oder Gras auf. Um diese Nahrung optimal zu verdauen, bedarf es keiner großen Menge an Gallenflüssigkeit, die in einer Gallenblase gelagert werden müsste. Die vergleichsweise geringe Menge an Galle, die dein Pferd für das Verdauen von Ölen braucht, speichert es in der Leber. Hier ist genug Gallensäure vorhanden, um die aufgenommen Öle so zu verarbeiten, dass sie gut verstoffwechselt werden können. Laut Meyer & Coenen verfügen Pferde mit ca. 3 kg Gallensaft je 100 kg Körpergewicht täglich sogar über eine gute Fettverdauungskapazität.  Darüber hinaus kann sich eine Fütterung von Ölen auch positiv auf den Verdauungstrakt deines Pferdes auswirken. Verfügt dein Pferd beispielsweise über einen hohen Energiebedarf, ist es nötig, diesen durch ausreichend Raufutter in Kombination mit einem Kraftfutter zu decken. Energiereiche Kraftfuttersorten beinhalten meist Getreide, wie z.B. Hafer, und verfügen somit über einen hohen Stärkegehalt als Energielieferant. Die Verdauungskapazität von Stärke bei Pferden ist jedoch begrenzt. Eine langfristige Fütterung von zu viel Stärke kann den Verdauungstrakt belasten und zu ernsten gesundheitlichen Folgen, wie z.B. Hufrehe führen. Ersetzt du nun einen Teil des Kraftfutters durch ein energiereiches Öl, kannst du die Stärkezufuhr in der Futterration deines Pferdes reduzieren und den empfindlichen Verdauungstrakt entlasten. Beachte dabei jedoch, dass auch die Verdauungskapazität von Ölen bei Pferden begrenzt ist. Wird zu viel Öl gefüttert, können die Darmsonden verkleben, was eine gute Verstoffwechselung des Futters erschwert. Füttere deinem Pferd daher langfristig nie mehr als 200-250 ml Öl pro Tag. Für Pferde mit einem hohen Energiebedarf, wie z.B. Sportpferde, ist eine Kombination aus Stärke und Ölen als Energiequellen ideal geeignet, um optimale Leistungen zu erzielen Welches Öl eignet sich für dein Pferd? Für Pferde eignen sich viele unterschiedliche Ölsorten. Berücksichtige bei der Auswahl des Öls für dein Pferd auch immer die gesamte Futterration sowie seine individuellen Bedürfnisse. Leinöl Leinöl ist das wohl bekannteste Öl für Pferde. Es verfügt über einen relativ hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren und ist so in der Lage, einen hohen Anteil an Omega-6-Fettsäuren in der Fütterung auszugleichen. Außerdem sorgt es für ein glänzendes Fell und kann deinem Pferd besonders im Fellwechsel zugutekommen. Zu beachten ist jedoch die relativ kurze Haltbarkeit. Ist das Leinöl angebrochen, sollte es innerhalb von 6-8 Wochen verbraucht werden. Schwarzkümmelöl Schwarzkümmelöl wird oft aufgrund seiner besonderen Eigenschaften ausgewählt. Insbesondere zeigt es positive Wirkungen auf die Atemwege, bei Hautproblemen und bei Allergien. Jedoch kann Schwarzkümmelöl in hoher Dosierung zu Nebenwirkung im Magen-Darm-Trakt deines Pferdes führen und beispielsweise Durchfall verursachen. Achte daher darauf, deinem Pferd (600 kg) nicht mehr als 15 ml Schwarzkümmelöl pro Tag zu füttern. Reiskeimöl Reiskeimöl verfügt über einen hohen Anteil an Gamma-Oryzanol. Dieses regt den Stoffwechsel zur Muskelbildung an, weswegen Reiskeimöl vor allem für Sportpferde sehr beliebt ist. Der genaue Anteil an Gamma-Oryzanol ist abhängig von der jeweiligen Reiskeimöl-Sorte. Fischöl Fischöl ist besonders wegen seinem hohen Omega-3-Fettsäure-Gehalt sehr beliebt. Eine weitere Besonderheit ist außerdem, dass Fischöl die Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA enthält, welche von Natur aus entzündungshemmend wirken. Bei anderen Ölen muss der Stoffwechsel deines Pferdes die aufgenommenen Fettsäuren erst in diese Form umwandeln. Allerdings empfinden viele Pferde das stark riechende Öl als ungenießbar und rühren ihr Futter nicht mehr an, sobald es mit Fischöl angereichert ist. Ahifloweröl Ahifloweröl ist ein neues Öl in der Pferdeernährung und verfügt von Natur aus über weitaus mehr Omega-3-Fettsäuren als andere Pflanzen- und Samenöle. Darüber hinaus bietet es alle gesundheitlichen Vorteile von Fisch-, Oliven-, und Leinöl in nur einer Pflanze. Im Gegensatz zu Fischöl, ist Ahifloweröl pflanzlichen Ursprungs und wird von Pferden sehr gern gefressen. Ahiflower bildet den Hauptbestandteil im neuen Pflanzenöl Pavo OmegaFit. Dieses besitzt außerdem die einzigartige entzündungshemmende Omega-6-Fettsäure GLA (Gamma-Linolensäure). Die Omega-3 sowie Omega-6-Fettsäuren in Pavo OmegaFit sind im idealen Fettsäureverhältnis (3:1) enthalten und unterstützen den allgemeinen Gesundheitszustand deines Pferdes. Zudem wirkt Pavo OmegaFit positiv auf Haut und Fell, Mobilität und Gelenke, Atmung, Immunsystem und die (Muskel-)Regeneration. Woran erkennst du ein qualitativ hochwertiges Öl für Pferde?  Ein hochwertiges Öl für dein Pferd sollte in erster Linie immer kaltgepresst sein. Die Herstellung kaltgepresster Öle erfolgt deutlich schonender als die von raffinierten Ölen. So wird sichergestellt, dass die wertvollen Inhaltsstoffe, wie Vitamine und essentielle Fettsäuren, im Öl bestmöglich erhalten bleiben. Ein weiterer wichtiger Indikator für die Hochwertigkeit eines Öls ist das Fettsäuremuster, also das Mengenverhältnis der verschiedenen Fettsäuren in einem Öl. Bei einem hochwertigen Öl sollte der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren in jedem Fall über dem Omega-6-Fettsäuren-Gehalt liegen. Idealerweise beträgt das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren im Öl 3:1. Das passende Öl für dein Pferd optimal dosieren Öl enthält doppelt so viel Energie wie Stärke, weswegen es schnell zu einem Energieüberschuss kommen kann, wenn zu viel Öl gefüttert wird. Dieser Energieüberschuss kann beispielsweise Übergewicht verursachen oder auch dazu führen, dass dein Pferd schwerer zu händeln ist. Passe die Ölmenge daher immer auf den individuellen Bedarf deines Pferdes an und miss das Öl genau ab, bevor du es über das Futter gibst.  Viele Futtermittelhersteller bieten ihr Öl bereits in Verpackungen an, die auf den ml genau dosierbar sind. Leinöl eignet sich vor allem gut als Energielieferant für dein Pferd. Hier genügen bereits 40 ml pro Tag für ein 600 kg schweres Pferd. Ahifloweröl (Pavo OmegaFit) unterstützt besonders den allgemeinen Gesundheitszustand deines Pferdes. Füttere hierzu einfach 30 ml pro Tag für ein 600 kg schweres Pferd. Hat dein Pferd einen hohen Energiebedarf, empfiehlt sich auch eine Kombination aus beiden Ölen. Hat dein Pferd einen niedrigen bis mittleren Energiebedarf, genügt die Zugabe von Ahifloweröl, um dein Pferd mit den essentiellen Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren zu versorgen.   Grundsätzlich kann Öl dauerhaft gefüttert werden. Beginnst du jedoch gerade erst mit der Ölfütterung ist es sehr wichtig, den Verdauungstrakt deines Pferdes langsam an das Öl zu gewöhnen. Starte hierfür mit einer kleinen Menge pro Tag und steigere diese täglich um ein paar ml, bis die gewünschte Menge erreicht ist. Zudem ist es sinnvoll, die tägliche Ölmenge über alle Mahlzeiten am Tag zu verteilen. Dies zeigt eine effektivere Wirkung als die Fütterung der kompletten Menge in nur einer Mahlzeit. Fütterst du ein Kraftfutter, welches schon sehr energiereich ist, bzw. bereits Öle enthält, ist ein zusätzliches Öl zur Energiebereitstellung nicht erforderlich. Jedoch kann eine kleine Menge eines gesundheitsfördernden Öls, wie z.B. Ahifloweröl, vorteilhaft sein, den allgemeinen Zustand deines Pferdes zu unterstützen und es mit den wichtigen Omega-Fettsäuren zu versorgen. Achte dabei auch immer auf das richtige Omega-3 zu Omega-6 Fettsäureverhältnis von 3:1 und gleiche einen hohen Omega-6-Gehalt durch ein Omega-3 reiches Öl aus. Hast du noch weitere Fragen zu Ölen in der Pferdefütterung oder wünschst du eine persönliche Beratung? Dann kontaktiere die Pavo Fütterungsberatung. Unsere Experten sind gern für dich da.  
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Fütterung und Gesundheit
Islandpferde - das Rasseportrait der besonderen Gangpferde
Der Inselstaat Island hoch im Norden ist bekannt für endlose Landschaften, Vulkane, Geysire und für eine ganz besondere Pferderasse: den Islandpferden. Seit Jahrhunderten ist das Islandpferd auf der Insel beheimatet. Aber auch in Deutschland und ganz Europa gilt das kleine Pferd als ein beliebtes, gutmütiges und robustes Gangpferd. Die Rasse ist einzigartig und stellt daher auch ganz besondere Ansprüche an seine Fütterung und Haltung. Die Geschichte des Islandpferdes Die Geschichte der Islandpferde liest sich wie ein faszinierendes Märchen aus längst vergangenen Zeiten. Vor fast tausend Jahren brachten nordische Wikinger die ersten Pferde zwischen 800 und 900 nach Christus auf die Insel. Man vermutet, dass ihre Vorfahren die sogenannten "Celtic Ponys" aus England, Schottland und Irland waren, die sich auf Island vermehrten. Die Wikinger arbeiteten gemeinsam mit ihren Pferden auf dem Feld und nutzten sie außerdem zur Fortbewegung durch die hügeligen Landschaften der Insel. So entwickelte sich im Laufe der Zeit die einzigartige Rasse der Islandpferde, wie wir sie heute kennen. Die raue Natur Islands prägt das Leben der Islandpferde. Hier sind starker Wind und Regen keine Seltenheit. Doch die Islandpferde haben sich schnell an dieses robuste Klima angepasst. Mit ihrem dicken Fell und ihren üppigen Mähnen trotzen sie Schnee, Regen und Wind. Es sind zähe und widerstandsfähige Robustpferde, die mit den Herausforderungen der Natur mühelos umgehen können. Bis heute besteht ein striktes Importverbot von Pferden nach Island. Einmal die Insel verlassen, dürfen die Pferde nicht mehr zurückkehren. So werden heute nur diejenigen als "Islandpferde" anerkannt, die von reinen Islandlinien abstammen. Es ist ein beeindruckendes Zeugnis für die Reinheit und Authentizität dieser Pferderasse. Dennoch haben sich die Islandpferde ihren Weg in andere Länder gebahnt, darunter auch Deutschland. Erst nach dem zweiten Weltkrieg kamen die Islandpferde in größerer Zahl nach Deutschland. Hier eroberten sie schnell die Herzen der Menschen und wurden zu einer der populärsten Pferderassen. Die kleinen Pferde mit einem Stockmaß von 130 bis 150 cm bezaubern nicht nur durch ihre kompakte Größe, sondern auch durch ihre faszinierenden Farb- und Mustervarianten. In Deutschland werden Islandpferde nicht nur als Freizeitpartner geschätzt, sondern sie zeigen auch ihr Können im Sport. Ihr freundliches Wesen, ihre Trittsicherheit und ihre robuste Natur machen sie zu vielseitigen Begleitern. Islandpferde sind erst mit 7 Jahren vollständig ausgewachsen und zählen somit zu den Spätentwicklern. Sie werden daher meistens erst ab dem 4. oder 5. Lebensjahr eingeritten. Im Vergleich beginnt die Ausbildung bei Warmblutpferden oft schon mit 3 Jahren. Islandpferde zählen zu einer sehr langlebigen Pferderasse. Es ist nicht selten, dass ein Isländer weit über 30 Jahre alt wird. Mit einem entsprechend guten Gesundheitszustand kann er auch sehr lange ohne Probleme geritten werden. Dein Isländer begleitet dich somit einen Großteil deines Lebens, so dass du mit ihm gemeinsam eine sehr lange und schöne Zeit erleben kannst. Der besondere Gang der Isländer: der Tölt Islandpferde gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Gangpferden. Neben den üblichen Gangarten Schritt, Trab und Galopp beherrschen fast alle Isländer den sogenannten Tölt, einen sehr bequemen Gang im Viertakt. Vergleichbar ist dieser Gang mit dem Schritt. Allerdings tragen nur 1 Bein oder 2 Beine das Pferd während der Schrittfolge. Dabei wird das Vorderbein hoch angehoben. Der Tölt ist als Gangart genetisch veranlagt.  Ein erfahrener Reiter kann den Tölt trainieren und perfektionieren. Inzwischen gehören Gangpferdeturniere zum festen Hochleistungssport der Pferde. Der Pass – ein weiterer besonderer Gang der Isländer Der Pass wird auch Rennpass genannt, da er sehr spektakulär ist und überwiegend im schnellen Renntempo geritten wird. Eine Geschwindigkeit von 45 km/h ist bei gut ausgebildeten Islandpferden keine Seltenheit. Der Pass enthält eine gut sichtbare Schwebephase. In dieser Phase berührt kein Huf den Boden. Es ergibt sich ein Zweitakt und die Beinpaare der gleichen Seite berühren fast synchron den Boden. Genau wie der Tölt ist der Pass ein sehr erschütterungsfreier Gang und eine beliebte Disziplin während Gangpferdeprüfungen oder Turnieren. Islandpferde haben besondere Ansprüche an die Fütterung  Die Fütterung von Islandpferden Auch wenn Islandpferde zu den Robustpferden gehören, so stellen sie dennoch hohe Ansprüche an ihre Fütterung. Oftmals benötigen Isländer energie- und eiweißarmes Futter, haben aber einen erhöhten Bedarf an bestimmten Vitaminen und Mineralien. Daher ist es eine echte Herausforderung, dein Islandpferd mit ausreichend Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Rohfasern zu versorgen.   Seetang Auf Island fressen Pferde vor allem im Winter angeschwemmten Seetang, um ihren Nährstoffbedarf decken zu können. Seetang enthält eine breite Palette von Vitaminen und Mineralien. Darunter Jod, Eisen und Calcium. Der Tang enthält auch Vitamin B12, Vitamin D, Vitamin E, Magnesium, Kupfer, Selen, Zink und Omega-3-Fettsäuren. Es gibt viele verschiedene Arten von Algen, so dass der Gehalt je nach Algenart und Wachstumsbedingungen variieren kann. Die wertvollen Inhaltsstoffe unterstützen nicht nur ein glänzendes Fell, eine gesunde Haut und starke Hufe, sondern fördern die Gesunderhaltung der kleinen Inselpferde. Vorsicht ist allerdings geboten bei einer zusätzlichen Fütterung von Algen. Die meisten Kraft- und Ergänzungsfuttermittel decken bereits den Bedarf deines Pferdes an Jod, Eisen, Calcium, Vitamin B12, Vitamin D, Vitamin E, Magnesium, Kupfer, Selen und Zink. Eine zusätzliche Zufuhr dieser Nährstoffe durch Algen kann zu einem Ungleichgewicht führen. Daher ist eine ausgewogene und bedarfsgerechte Futterration für deinen Isländer wichtiger, als nur die zusätzliche Fütterung von Algen allein. Fressen Isländer wirklich Fisch? Ja, aber nur in den harten Wintermonaten auf Island. Wenn die Nahrungssuche auf den Weideflächen schwerer wird und die dicke Schneedecke Flechten, Moos und Gras verdeckt, gehen viele Herden auf die Futtersuche am Meer und an den Flüssen. Einige Pferdebesitzer auf Island füttern ihren Pferden dann auch aktiv Fisch zu. Islandpferde fressen Dorsch und Hering, um ihren Bedarf an Nährstoffen auch im Winter zu decken. In der Pferdewelt ist dieses Verhalten einzigartig, da Pferde in der Regel reine Pflanzenfresser sind. Der Fisch stammt oft aus Fischabfällen der einheimischen Fischer, welche in Fässern oder Tonnen auf den Weiden der Isländer angeboten werden. Aufgrund der effizienteren Fischverarbeitung bleibt weniger Abfall übrig. Die Islandpferde gleichen daher dieses Defizit durch die Aufnahme von Seetang aus, welcher an den Stränden angeschwemmt wird.   Schwefel Schwefel ist ein Nährstoff, der bei der Fütterung von Islandpferden häufig zur Sprache kommt. Schwefel ist unerlässlich für die Bildung von Disulfidbindungen in Kreatin, das z.B. für den Huf wichtig ist. Schwefel wird meist über schwefelhaltige Aminosäuren, wie Cystein und Methionin, aber auch über B-Vitamine wie Thiamin und Biotin, über das Futter zugeführt. Ein Schwefelmangel kommt bei Pferden selten vor. Studien zeigen, dass der Schwefelbedarf eines Pferdes durch eine ausreichende Versorgung mit hochwertigem Protein gedeckt wird (Quelle: Equine applied and clinical nutrition). Um den Schwefelbedarf deines Islandpferdes zu decken, ist es daher wichtig, ein Futter zu wählen, das eine hochwertige Proteinquelle enthält. Es ist dann nicht mehr nötig, zusätzlichen Schwefel hinzuzufügen. Auch hier ist das Ziel, eine ausgewogene Futterration zu erhalten.   Raufutter Unabhängig von der Pferderasse sollte die Basis einer guten Fütterung immer qualitativ hochwertiges Raufutter bilden. Pferde sind Pflanzenfresser und benötigen verdauliche Rohfasern. Diese tragen zu einer gesunden Verdauung bei. Der Nährstoffgehalt des Raufutters ist jedoch oft ein unbekannter Faktor. Das stellt in der gesunden Fütterung von Islandpferden eine große Herausforderung dar. Sie benötigen oft wenig Energie und Eiweiß, haben aber einen erhöhten Vitamin- und Mineralienbedarf. Du bist dir bei deiner Heuqualität unsicher? Dann ist die Durchführung einer Raufutter-Analyse empfehlenswert, um Informationen über Trockenmasse, Energie, Protein und Zucker zu erhalten. Oft ist es auch möglich, eine erweiterte Analyse durchführen zu lassen, die Auskunft über den Mineralstoffgehalt gibt. Die Ergebnisse ermöglichen es dir, das restliche Futter optimal auf das Raufutter und somit den Bedarf deines Isländers abzustimmen. Achte auch immer auf die Qualität des Raufutters. Es sollte natürlich frei von Staub, Schimmel und Pilzsporen sein.   Zucker und Stärke Alle Pferde benötigen Zucker, da dieser im Körper in Glukose umgewandelt wird. Glukose ist eine wichtige Energiequelle insbesondere für die Muskeln und das Gehirn. Es stimmt jedoch, dass Islandpferde nur sehr wenig Zucker und Stärke im Futter brauchen. Wie viel Zucker und Stärke dein Isländer im Futter braucht, hängt unter anderem davon ab, wie viel Zucker es über sein Raufutter aufnimmt und wie hoch sein Leistungsniveau ist. Es gibt zwei Möglichkeiten, wie dein Pferd die gespeicherte Energie aus dem Futter für die Muskelarbeit nutzen kann: 1. Aerober Energiestoffwechsel - benötigt Sauerstoff. Diese Form des Energiestoffwechsels erfolgt langsam und versorgt dein Pferd mit Energie für Schritt, langsamen Trab und Galopp. Dies wird oft als Ausdauerleistung bezeichnet und verbrennt sowohl Kohlenhydrate (Stärke und Zucker) als auch Fett. Das ist zum Beispiel bei einem Islandpferd der Fall, das im Schritt oder leichten Trab in den Wald geht. Es wird keinen hohen Bedarf an Zucker und Stärke haben, da es wahrscheinlich seine Energiespeicher in den Muskeln nicht nutzen muss. 2. Anaerober Energiestoffwechsel - benötigt keinen Sauerstoff. Bei diesem Energiestoffwechsel wird die Energie sehr schnell umgewandelt. Nur Glukose (Zucker) und Glykogen (gespeicherte Glukose) können in Energie umgewandelt werden. Das bedeutet, dass deinem Pferd diese Energie nur für einen kurzen Zeitraum zur Verfügung steht. Dies kommt zum Tragen, wenn dein Pferd explosive und schwere Arbeit erbringen muss, z.B. bei einer kurzfristigen und intensiven Leistung wie dem Sprint oder starkem Tölt. Als Abfallprodukt entsteht Milchsäure. Kann diese nicht ausreichend schnell abgeführt werden, kann es zur Übersäuerung mit starken Muskelschmerzen kommen. Bei intensivem Training kann es daher sinnvoll sein, leicht verdauliche Zucker und Stärke über das Futter zuzuführen, damit dein Pferd seine Energiespeicher schnell auffüllen kann.   Vitamine und Mineralien Islandpferde haben einen erhöhten Bedarf an bestimmten Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Vor allem das dichte Fell und die lange Mähne benötigen eine extra Portion an Nährstoffen, wie z.B. Biotin, damit die Haarpracht auch im vollen Glanz erstrahlen kann. Angesichts des rauen Wetters auf Island benötigen die kleinen Pferde zudem gute Abwehrkräfte. Daher ist besonders der Bedarf an immunstärkenden Nährstoffen wie Zink, Kupfer und Selen erhöht, die in ausreichender Menge mit der täglichen Fütterung aufgenommen werden müssen. Zusammenfassend ist wichtig, dass dein Islandpferd ein Futter und/oder ein Vitamin- und Mineralstoffzusatz erhält, das in der richtigen Dosierung genau auf seine Bedürfnisse abgestimmt ist. Es ist oft nicht sinnvoll, nur einzelne Präparate zu mischen, da die Wechselwirkung und Aufnahme der verschiedenen Nährstoffe komplex sind. Dies kann dann sogar zu einem Nährstoff-Ungleichgewicht bei deinem Pferd führen. Unsere Pavo Futterexperten beraten dich gern zur Fütterung deines Isländers. Das Futterangebot der Isländer auf Island und in Deutschland im Vergleich Das Leben sowie die Fütterung der Islandpferde auf der Insel und auf dem europäischen Festland sind grundverschieden. Auf Island ist das Futterangebot mit seinen wenigen Grünflächen eher karg. In Deutschland sind die Weiden hingegen sehr reichhaltig. Nicht selten setzen die Isländer hier schon im Sommer zu viel Speck an, den sie auch über die Wintermonate nicht mehr loswerden. In der folgenden Tabelle geben wir dir einen Überblick zum Futterangebot auf Island und in Deutschland.    Island Deutschland Weide Auf Island gibt es wenige „echte“ Grünflächen und oft ist das Gras karg sowie nährstoffarm. Dafür knabbern Islandpferde gerne Moos, Flechten und Kräuter, mit denen sie alle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente aufnehmen. Freilebende Islandpferde auf Island sind bis zu 16 Stunden mit der Futtersuche beschäftigt und scharren im Winter ihr Futter auf Weideflächen unter einer dichten Schneedecke frei.   Weideflächen zeichnen sich in Deutschland durch eine große und reichhaltige Grasfläche aus, die voller Eiweiße und Fruktan ist. Karge Weiden mit spärlichem Grasbewuchs sind in Deutschland ebenfalls zu finden. Dieser Weidetyp ist für leichtfuttrige Pferde mit einem niedrigeren Energiebedarf optimal. Die Frühlings- und Sommermonate ist die typische „Weidezeit“ für Pferde in Deutschland. Aber auch im Herbst und Winter stellen einige Pferdebesitzer ihre robusten Pferde auf die Weide. Üblicherweise ist das Nährstoffangebot auf den Winterweiden karger als in den Sommermonaten.   Raufutter Bei Bedarf füttern Pferdebesitzer im Winter und auch in den Sommermonaten auf Island Raufutter hinzu, um das Gewicht der Pferde zu erhalten. Dieses Raufutter besteht oftmals aus trockenem und energiearmem Heu oder Stroh.   Raufutter ist bei uns die Grundlage der Pferdefütterung. Etwa 70% bis 100% der täglichen Fütterung besteht aus strukturreichem und natürlichem Raufutter. Die bekanntesten Raufuttersorten in Deutschland sind Gras, Heu und Heulage. Die Qualität des Raufutters ist in Deutschland je nach Region und Art des Futters unterschiedlich. Daher wird dies auch häufig mit Raufutterersatzprodukten ergänzt.   Kraftfutter Auf Island bekommen die Pferde selten bis nie Kraftfutter neben dem Grundfuttermittel. Nur manche Sportpferde bekommen während der Ausbildung ein Kraftfutter, welches einen niedrigen Energie- und Eiweißwert, dafür aber einen hohen Mineralstoffwert aufweist. Pferde mit großem Bewegungsdrang oder Sportpferde bekommen in Deutschland energie- und eiweißreiches Kraftfutter aus Getreide oder Müsli. Handelsübliche Kraftfuttersorten mit viel Energie und Eiweiß belasten allerdings den Organismus und sind für Isländer nicht geeignet. Daher sollte bei Bedarf das Futter mit einem Kraftfutter für Islandpferde ergänzt werden.   Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente Aufgrund der rauen Wetterbindungen auf Island benötigen Isländer ein starkes Immunsystem. Daher ist der Bedarf an immunstärkenden Nährstoffen wie Zink, Kupfer, Selen, Schwefel und Biotin bei Islandpferden erhöht. Biotin wirkt sich darüber hinaus auch auf den Haut-, Horn- und Fellstoffwechsel aus. Ihren Bedarf an Nährstoffe nehmen Isländer durch ihr Grundfutter auf. Besonders die isländischen Flechten, Kräuter und Moose sind sehr nährstoffreich.     Über das Raufutter und Weidegras nehmen Pferde bereits Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente auf. Der tägliche Bedarf kann aber mit unserem wenig artenreichen Raufutter allein nicht gedeckt werden, so dass die Ergänzung mit einem vollwertigen Mineralfutter wichtig ist. Sollte ein besonderer Nährstoffbedarf bestehen, ist die zusätzliche Fütterung eines speziellen Ergänzungsfuttermittels empfehlenswert.     Typische Erkrankungen von Islandpferden in Deutschland Islandpferde sind sehr robuste Pferde, die an raue Wetterbedingungen gewöhnt sind. Wind, Regen und Schnee machen deinem Isländer nichts aus. Dein Pferd kann daher in Deutschland das ganze Jahr im Freien gehalten werden, solange du ihm eine gute Unterstellmöglichkeit bietest. Aufgrund ihrer Isolation auf der Insel gibt es nur wenige Krankheiten, die sich in der Zuchtgeschichte der Pferde zeigen. Die Einfuhr von Pferden nach Island ist streng verboten. Dadurch sind typische Pferdekrankheiten auf der Insel kaum bekannt. Eine Einfuhr von Pferden aus dem europäischen Festland wäre fatal und könnte den Bestand der Islandpferde stark gefährden. Die Isländer auf Island kennen Tierärzte nur flüchtig und werden gegen typische Krankheiten oder Influenzaviren nicht geimpft. Importierte Islandpferde werden in Deutschland regelmäßig mit verschiedenen Krankheiten konfrontiert. Das Immunsystem behauptet sich zwar gegen schlechte Wetterbedingungen, aber eine Abwehrform gegen Viren und Bakterien ist bei Isländern weniger ausgeprägt. Zu den häufigsten Krankheiten, an denen Isländer leiden, zählen u.a. typische Pferdekrankheiten wie Sommerekzem und Hufrehe, die auf Island nicht bekannt sind. Auch sogenannte Wohlstandskrankheiten, wie EMS, entwickeln sich bei Isländern nur auf dem europäischen Festland. EMS – Das Equine Metabolische Syndrom bei Islandpferden Definition EMS wird auch als Equines Metabolisches Syndrom bezeichnet und ist eine typische Wohlstandskrankheit. Diese Krankheit betrifft das endokrine System des Pferdes, also die Hormondrüse. Die Pferde leiden dabei zumeist an Übergewicht und Fettdepots am Mähnenkamm, über den Augen und an der Kruppe. Ursachen und Auslöser Ursache ist häufig eine viel zu energiereiche Fütterung ohne entsprechende körperliche Aktivität, so dass es zu einem erheblichen Energieüberschuss im Organismus des Pferdes kommt und der Stoffwechsel entgleist. Isländer leiden bei falschen Fütterungsbedingungen öfter unter EMS, da sie in ihrer Heimat ausschließlich karges und energiearmes Futter gewöhnt sind. In Deutschland aber weisen die Weiden und Futtermittel eher einen hohen Anteil an Energie auf. Besonders Kraftfutter ist davon betroffen, aber auch Raufutter mit ungünstiger Zusammensetzung kann zu viel Energie und Eiweiß enthalten. Empfehlungen Durch eine langsame Futterumstellung, die besser auf die Bedürfnisse von Isländern abgestimmt ist, sowie mehr Bewegung mit einer ausgewogenen Gewichtsreduktion kann das EMS langfristig gut therapiert werden. Achte dabei auf energie- und eiweißarme Futtermittel. Dies betrifft sowohl das tägliche Raufutter als auch das Mineralfutter und Kraftfutter. Wenn du dir über die Qualität und den Energiegehalt deines Raufutters unsicher bist, kannst du auch einen Raufutter-Schnelltest durchführen. Hufrehe bei Islandpferden Definition Hufrehe ist eine Erkrankung der Hufe. Hierbei entzündet sich die Huflederhaut zwischen Hufbein und Hornkapsel. Ein fühliger Gang, Lahmheit und warme Hufe können die ersten Symptome dieser Entzündung sein. Ursachen und Auslöser Die Ursachen der Hufrehe sind vielfältig. Bei Islandpferden wird aber angenommen, dass fehlerhafte Fütterungsbedingungen die Erkrankung auslösen. Der Körper der Isländer ist große Mengen an Zucker sowie Stärke nicht gewöhnt und eine Überfütterung belastet den Organismus des Pferdes so stark, dass es zu Stoffwechselstörungen und Hufrehe kommen kann. Empfehlungen Beuge Hufrehe bei Islandpferden vor, in dem du die Fütterung an den tatsächlichen Erhaltungsbedarf anpasst. Dieser ist bei Islandpferden in der Regel recht gering. Dazu eignet sich eine ausgewogene Fütterung von hochwertigem Raufutter und wenig bis kein Kraftfutter. Achte bei einer reinen Raufütterung auch auf den Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Ergänze daher das Raufutter mit einem Mineralfutter. Hufrehe sollte jedoch umgehend von einem Tierarzt untersucht und behandelt werden.   Sommerekzem bei Islandpferden Definition Das Sommerekzem ist eine allergische und juckende Hautkrankheit. Wenn dein Pferd an einem Sommerekzem leidet, scheuert und schubbert es sich stark. Überall scheint es zu jucken und zu kratzen. Dieses Verhalten kann zu schweren Hautverletzungen und entzündbaren Wunden führen. Ursachen und Auslöser Ein Sommerekzem wird von Insektenstichen ausgelöst. Während eines Stichs sondert die weibliche Stechmücke ein Sekret mit Eiweißbausteinen ab. Auf dieses Sekret reagieren sensible Pferde mit starken, allergischen Reaktionen. Dass vor allem Islandpferde an dieser Hautkrankheit leiden,  liegt an ihrer historischen Herkunft: Durch die rauen Wetterbedingungen auf Island verirren sich kaum Stechmücken oder andere stechende Insekten auf die Insel, von Sommerekzemen sind auf Island also kaum Pferde betroffen. Auch eine eiweiß- und zuckerhaltige Fütterung kann das Sommerekzem bei Islandpferden begünstigen, da eine Überfütterung auch das Immunsystem überbelastet. Darüber hinaus wird angenommen, dass ein fehlerhaftes Weidemanagement oder Reaktionen auf Impfungen das Sommerekzem bei Islandpferden auslösen. In den ersten Generationen der Isländer auf dem europäischen Festland galt das Sommerekzem als eine Krankheit, die besonders viele Pferde betraf. Heute hat sich diese Situation normalisiert. Die Veranlagung für ein Sommerekzem kann weitervererbt werden. Empfehlungen Mit Ekzemerdecken und einem kühlen, dunklem Unterstand bietest du deinen Islandpferden bereits einen guten Schutz vor Insekten. Es ist essentiell, den Juckreiz bei einem Sommerekzem mit speziellen Pflegemitteln zu lindern. Lass dich auch einmal von deinem Tierarzt zur optimalen Behandlung für dein Pferd beraten. Ekzemer-Pferde besitzen einen erhöhten Bedarf an Zink, Kupfer und Selen.   COPD/Husten bei Islandpferden Definition Die chronisch-obstruktive Bronchitis wird oft als COPD (Chronic-Obstructive Pulmonary Disease) abgekürzt. COPD ist eine langwierige Erkrankung der Atemwege des Pferdes mit starkem Husten und Schleimbildung in den Bronchien. Dabei wird die natürliche Reinigungsfähigkeit der Lunge gestört. Die vermehrte Schleimbildung kann im Laufe der Krankheit die Atemwege verengen und verstopfen. Ursachen und Auslöser COPD entsteht durch eine unbehandelte Bronchitis, die sich in den Atemwegen und Schleimhäuten festsetzt. Auch Staub, Fremdkörper und Allergene können die Lungen belasten und eine Bronchitis auslösen. Die Fremdkörper belasten die empfindlichen Lungen der Islandpferde, die auf Island frische Luft und wenig Staubbildung gewöhnt sind. Empfehlungen Wenn dein Islandpferd an einer Hustenerkrankung leidet, ist eine schnelle und konstante Behandlung durch einen Tierarzt essentiell. Mit einem qualitativ hochwertigen und staubfreien Raufutter kannst du die Staubbelastung bereits im Vorfeld eindämmen und das Risiko von Husten und Bronchitis verringern. Auch bei einer Offenstallhaltung ist die Staubbelastung durch die Einstreu und Heu geringer.   Spat bei Islandpferden Definition Spat wird auch Knochenspat genannt und ist eine Form der Arthrose. Diese entzündliche Krankheit betrifft die Sprunggelenke der Hinterhand des Pferdes und führt zu einer Knorpelrückbildung. Dies lässt die Gelenke degenerativ verschleißen. Im Laufe eines unbehandelten Spats können die Gelenke versteifen und die Bewegungsfreiheit wird stark eingeschränkt. Ursachen und Auslöser Islandpferde erkranken häufiger an Spat. Dies liegt an einer angeborenen Fehlstellung der Hintergliedmaße, die einige Islandpferde haben. Ein Islandpferd mit einer Fehlstellung entwickelt aber nicht zwingend Spat. Empfehlungen Pferde, die an Spat erkranken, können nicht mehr geheilt werden. Ein Tierarzt muss Spat unbedingt untersuchen und therapieren. Mit einer ausgewogenen Fütterung ohne Übergewicht und ausreichend Bewegung kannst du trotz Spat noch viel Freude an deinem Islandpferd haben.   EOTRH bei Islandpferden Definition EOTRH ist die Abkürzung von Equine Odontoclastic Tooth Resorption and Hypercementosis und bezeichnet eine schmerzhafte Zahnkrankheit der Schneide- und Hakenzähne. Erste Anzeichen dieser Krankheit sind Probleme beim Fressen, starkes Abnehmen und eine deutliche Zahnsteinbildung an den Schneidezähnen. Wenn die Krankheit weiter fortschreitet, wirken die Zähne durch das Zurückweichen des Zahnfleisches extrem lang und stehen im steilem Winkel zueinander. In der Regel sind Pferde ab dem 15. Lebensjahr von EOTRH betroffen. Ursachen und Auslöser Durch die Reinzucht der Islandpferde wird angenommen, dass diese Krankheit erblich bedingt ist. Auch die Knochenhärte von Robustpferderassen wird als mögliche Ursache genannt. Lange und harte Zähne wirken auf den gesamten Kiefer starken Druck aus und sollen so die Erkrankung auslösen. Bis heute ist diese Erkrankung noch recht unerforscht und die genauen Ursachen sind ungeklärt. Empfehlungen Durch ein regelmäßiges Prüfen und eventuelles Kürzen der Schneidezähne durch einen fachkundigen Tierarzt kann EOTRH vorgebeugt werden. Darüber hinaus bekommen Pferde mit Zahnproblemen spezielles Futter, das auch mit einer eingeschränkten Kaufunktion aufgenommen werden kann. Eingeweichtes (Rau-)Futter ist für Pferde mit Zahnproblemen besonders empfehlenswert.
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Fütterung und Gesundheit
Wie Ergänzungsfutter die Pferdegesundheit unterstützen kann
Ob nach besonderer Anstrengung oder nach einer längeren Krankheit mit Ruhephase – es gibt verschiedene Gründe, warum Pferde einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen haben können. Deswegen greifen Pferdebesitzer oft auf Ergänzungsfutter zurück. Doch was sind Ergänzungsfuttermittel überhaupt? Wie wirken sie und bei welchen Problemen kann ein Ergänzungsfuttermittel deinem Pferd helfen? Warum ein Ergänzungsfutter sinnvoll sein kann Wenn dein Pferd z.B. ein stumpfes Fell, einen steifen Gang, ein nervöses Gemüt oder brüchige Hufe hat, können dies Anzeichen für einen Vitamin- oder Mineralstoffmangel sein. Um diesen Mangel deines Pferdes ausgleichen zu können, empfiehlt sich das Zufüttern von Ergänzungsfuttermitteln. Mit einer gezielten Zusammensetzung unterstützt du die Pferdegesundheit – und dein Pferd erhält alle Vitamine und Mineralstoffe, die es braucht. Es ist wichtig, dass du nicht einfach auf gut Glück oder nach Gefühl drauf los fütterst, sondern grundsätzlich Rücksprache mit deinem Tierarzt oder einem Fütterungsexperten hältst. Mit der Zeit wird der Erfolg sichtbar Die Zufütterung von Ergänzungsmitteln ist ein Prozess, der Zeit benötigt. Nach einmaligem Füttern wirst du noch keine direkten Veränderungen an deinem Pferd bemerken. Wenn du aber ein Ergänzungsfutter gemäß Fütterungsempfehlung optimal dosierst und über einen längeren Zeitraum verwendest, wirst du die positiven Ergebnisse an deinem Pferd erkennen können. Die verschiedenen Ergänzungsfutterarten können entweder dauerhaft oder als Kur gefüttert werden. Achte hier auf die Fütterungsempfehlung und die entsprechenden Hinweise auf der Verpackung. Achtung: Manche Ergänzungsfuttersorten können bei nicht sachgemäßer Fütterung oder bei der Kombination von bestimmten Produkten zu Nebenwirkungen oder zur Reduzierung der Wirkung führen. Halte dich daher immer an den Rat eines Experten. Behalte den Überblick in der Vielzahl der Ergänzungsfuttersorten Nun fragst du dich sicherlich, wie du ein Ergänzungsfuttermittel am besten für dein Pferd einsetzen kannst und vor allem, welches Futtermittel für dein Pferd und seine „Problemchen“ geeignet ist?   Im Folgenden beantworten wir Fragen zum Nähstoffmangel, was mögliche Ursachen sind und welche Ergänzungsmittel hierbei unterstützen können. Welche Pferdeergänzungsfutter eignen sich für Fell und Fellwechsel? Genau wie die Haut des Menschen, schützt das Fell des Pferdes vor äußeren Einflüssen, dient zur Regulation der Körpertemperatur und übernimmt als Schutz wichtige Funktionen der Immunabwehr. Das Fell meines Pferdes ist glanzlos und stumpf Wichtige Nährstoffe: Kupfer, Zink, Mangan und Aminosäuren unterstützen den gesunden Fellwuchs deines Pferdes. Außerdem benötigt dein Pferd Biotin, welches ein gesundes Wachstum und den Glanz des Fells fördert. Die Vitamine B6, B7 und B8 unterstützen den Aufbau und den Erhalt von Körperzellen. Kommt es zu einem Mangel dieser Nährstoffe, kann das Fell deines Pferdes stumpf und glanzlos erscheinen. Mögliche Ursachen: Nach einer Krankheit ist der Stoffwechsel deines Pferdes oft ganz durcheinander und braucht wieder seine Zeit, um in Gang zu kommen. Fellprobleme können außerdem auf Stoffwechselerkrankungen in der Leber und den Nieren oder auf Cushing hinweisen. Unsere Empfehlung: Nutze für dein Pferd Ergänzungsfuttermittel, die Biotin als Hauptinhaltsstoff enthalten. Besonders geeignet sind Kombinationen aus Nährstoffen, wie es z.B. beim Pavo BiotinForte der Fall ist. Mein Pferd hat Probleme beim Fellwechsel Wichtige Nährstoffe: Für einen problemlosen und schnellen Fellwechsel benötigen das Immunsystem und der Stoffwechsel deines Pferdes ausreichend Energie sowie die Vitamine A, B, E und C. Mögliche Ursachen: Beim Fellwechsel läuft der Stoffwechsel deines Pferdes regelrecht auf Hochtouren und verbraucht sehr viel Energie. Ältere Pferde neigen häufig zu Problemen mit dem Fellwechsel, aber auch nach Krankheiten oder im Winter fehlen oft die nötigen Nährstoffe für einen reibungslosen Wechsel des Fells.   Unsere Empfehlung: Greife auf Ergänzungsfuttermittel zurück, die ein breites Spektrum an Vitaminen aufweisen. Zu empfehlen ist z.B. Pavo MultiVit15. Dieser komplette Vitaminzusatz enthält außerdem Antioxidantien wie die Vitamine A, E und C. Welche Pferdeergänzungsfutter eignen sich für Gelenke, Sehnen und Muskeln? Die Gelenke und Muskeln deines Pferdes werden bei jeder Bewegung beansprucht. Je mehr Pferde im Training sind, umso höher ist der Anspruch auf ihre Gelenke, Sehnen und Muskeln. Für korrekte Bewegungen ist ein gut funktionierender Bewegungsapparat für alle Pferde essentiell wichtig. Mein Pferd hat einen steifen Gang Wichtige Nährstoffe: Für einen reibungslosen Bewegungsablauf benötigen die Gelenke deines Pferdes die körpereigenen Aminosäuren Glucosamin, Chondroitin oder Hyaluronsäure. Diese Nährstoffe fördern die Produktion der Gelenkflüssigkeit und unterstützen die Gesundheit der Gelenke. Wenn dein Pferd diese Nährstoffe nicht mehr ausreichend selbst produzieren kann, wird die Gelenkgesundheit erheblich beeinträchtigt. Mögliche Ursachen: Dauerhaft hohe Belastungen des Gelenkapparates können zu Versteifungen in den Gelenken führen. Dies ist z.B. bei sportlichen Anstrengungen, Übergewicht oder aber auch bei zu wenig Bewegung der Fall. Im hohen Alter lässt außerdem die körpereigene Synthese der relevanten Nährstoffe nach. Probleme mit Gelenke und Sehnen können manchmal auch erste Anzeichen für chronische Erkrankungen wie Arthrose sein. Halte hierzu am besten Rücksprache mit deinem Tierarzt. Unsere Empfehlung: Ein Kombi-Präparat aus Kollagen mit Glucosamin, Chondroitin und Hyaluronsäure sowie essentiellen Aminosäuren unterstützen ganzheitlich die Funktion der Gelenke deines Pferdes und sind somit am besten geeignet. Kombi-Ergänzungsfuttermittel, wie z.B. Pavo Mobility, kannst du präventiv und bei ersten Anzeichen von Gelenkbeschwerden zufüttern. Mein Pferd leidet an verspannten und übersäuerten Muskeln Wichtige Nährstoffe: Beta-Alanin ist eine nicht-essentielle Aminosäure und ein Teil von Carnosin. Carnosin unterstützt die Pufferkapazität der Muskeln gegen Milchsäure. Zusätzlich sorgt Magnesium für eine geschmeidige Muskelkoordination. Antioxidantien wie Vitamin E und C helfen deinem Pferd, die Abfallstoffe in den Muskeln zu neutralisieren. Mögliche Ursachen: Häufig sind zu hohe Anstrengungen nach langen Ruhephasen die Ursache. Aber auch intensive Trainingstage oder Turniere können Gründe für eine Muskelübersäuerung sein. Unsere Empfehlung: Durch das Zufüttern von Beta-Alanin kann der Körper mehr Carnosin produzieren und so eine Übersäuerung der Muskulatur verzögern. Außerdem solltest du dein Pferd mit ausreichend Magnesium sowie Vitamin E und C versorgen. Für Pferde und Ponys im Ausdauersport, vor und nach großen Anstrengungen sowie bei verspannten und übersäuerten Muskeln empfehlen wir Pavo Eplus mit Magnesium, Vitamin E, C und Selen. Für die Versorgung der Muskulatur von Sportpferden nach einer großen Anstrengung und für Pferde, die zu Kreuzverschlag und Muskelübersäuerung neigen, ist Pavo MuscleCare mit Beta-Alanin, Vitamin E, C und B6 sowie Cholin besonders gut geeignet. Der Muskelaufbau meines Pferdes läuft schleppend Wichtige Nährstoffe: Die Ausbildung junger Pferde sollte nie überstürzt werden, sondern fordert von dir und deinem Pferd viel Zeit und Geduld. Für einen optimalen Muskelaufbau benötigt dein Pferd essenzielle Aminosäuren, Vitamin C und Lecithin. Mögliche Ursachen: Wenn das Training nicht im Einklang mit der Fütterung, bzw. der Nährstoffzufuhr steht, kann es schnell zu Mangelerscheinungen und trägem oder sogar rückläufigem Muskelaufbau kommen. Dies kommt besonders häufig bei jungen Pferden vor, die gerade am Anfang ihrer Ausbildung stehen, oder bei Sportpferden, die nach einer Ruhephase wieder zu schnell ins harte Training genommen werden. Unsere Empfehlung: Das Futterergänzungsmittel Pavo MuscleBuild unterstützt dein Pferd beim schnellen Muskelaufbau. Es enthält essentielle Aminosäuren, Vitamin C und Lecithin. Wichtig ist aber, dass du mit deinem Pferd ausgewogen trainierst und auch neben Futterergänzungsmitteln einen optimalen Ernährungsplan zusammenstellst. Welches Pferdeergänzungsfutter eignet sich für die Hufe? Pferdehufe sind auf das Tragen von schweren Lasten ausgelegt und sorgen für einen reibungslosen Ablauf des Bewegungsapparates. Außerdem sind sie für den Herz-Blutkreislauf des Pferdes essentiell wichtig. Die Hufe sollten daher stets gut gepflegt werden. Die Hufe meines Pferdes sind spröde und trocken Wichtige Nährstoffe: Starke Pferdehufe benötigen Biotin. Dieser Nährstoff unterstützt die Bildung einer elastischen und starken Hornsubstanz. Weitere elementare Bausteine für die Hufe sind Aminosäuren, Lezithin, Kupfer, Zink, Mangan und Schwefel. Mögliche Ursachen: Besonders im Sommer leidet die Hufqualität. Trockene Luft und staubige Wiesen entziehen den Hufen die Feuchtigkeit und lassen diese brüchig, trocken und rissig werden. Ein zu hoher Abrieb, z.B. bei Pferden ohne Eisen, führen außerdem dazu, dass die Hufe nur mühsam und langsam nachwachsen. Unsere Empfehlung: Neben der äußerlichen Hufpflege kannst du diese auch von innen unterstützen. Achte bei der Wahl deines Ergänzungsfutters sowohl auf einen hohen Biotingehalt als auch auf wesentliche Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kupfer, Zink und Schwefel, wie es z.B. bei Pavo BiotinForte der Fall ist. Welches Ergänzungsfutter ist zur Unterstützung der Psyche geeignet? Ein empfindsames, nervöses, aber auch besonders träges Pferd ist dir bestimmt schon einmal in deinem Reitalltag begegnet. Es ist oft schwer, Pferde mit diesen besonderen Charaktereigenschaften zu „händeln“ oder zu motivieren. Mein Pferd ist sensibel, nervös oder gestresst Wichtige Nährstoffe: Aktive Bestandteile wie Magnesium und L-Tryptophan sind Bausteine für den Neurotransmitter Serotonin und helfen, die Signalweiterleitung im Nervensystem zu verbessern. Dadurch baut sich die Spannung im Körper schneller ab und dein Pferd lässt sich besser kontrollieren.  Mögliche Ursachen: Sensible Pferde weisen oft einen niedrigeren Wert von Serotonin im Blut auf, so dass sie auf stressige Situationen besonders empfindsam reagieren. Vor allem Veränderungen im Alltag deines Pferdes, wie neue Weidekammeraden, Turniere oder ein Stallwechsel, stellen eine große psychische Belastung dar. Unsere Sensibelchen reagieren dann mit Stresssymptomen wie z.B. Durchfall, Magengeschwüre oder Koliken. Sie haben Probleme damit, die innere Ruhe nach einer Veränderung wiederherzustellen. Unsere Empfehlung: Pavo NervControl ist ein Ergänzungsfutter, das speziell für sensible und nervöse Pferde entwickelt wurde. Es enthält wichtige Bestandteile wie Magnesium und L-Tryptophan und hilft deinem Pferd, mit Stresssituationen besser umgehen zu können. Achtung: Bitte die Karenzzeit für Turniere und Wettbewerbe im Auge behalten. Mein Pferd ist träge Wichtige Nährstoffe: Ein aktives Pferd benötigt Vitalität und Energie. Die Vitamine A, D, E, B und C liefern deinem Pferd Vitalität. Die Mineralstoffe Eisen, Kupfer, Zink und Mangan versorgen dein Pferd mit Energie. Mögliche Ursachen & Symptome: Nach einer Krankheit, großen Anstrengungen oder bei alten Pferden kommt es schnell zu Konditionsrückständen. Das Immunsystem sowie das Darmgleichgewicht deines Pferdes sind angeschlagen und der Organismus belastet. Daran erkennst du, dass dein Pferd mehr Energie benötigt. Unsere Empfehlung: Unterstütze das Immunsystem und die Darmgesundheit deines Pferdes mit Präbiotika, Lecithin sowie wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen, wie sie z.B. im Pavo HealthBoost enthalten sind. Wenn Pferde extra Vitamine benötigen, ist außerdem die zusätzliche Fütterung eines kompletten Vitaminzusatzes wie Pavo MultiVit 15 empfehlenswert. Welches Pferdeergänzungsfutter eignet sich bei starkem Schwitzen? Im Sommer und bei einem anspruchsvollem Training oder Wettkampf kann dein Pferd schnell ins Schwitzen geraten. Das Schwitzen ist normal und wichtig zur Regulierung der Körpertemperatur. Allerdings gehen hierbei neben Flüssigkeit auch viele Mineralstoffe verloren, die mit der Fütterung wieder aufgefüllt werden müssen. Mein Pferd schwitzt besonders stark, schnell und viel Wichtige Nährstoffe: Der Schweiß deines Pferdes besteht zum größten Teil aus Wasser, aber auch aus Körpersalzen. Zu den Körpersalzen zählen Natrium, Kalium und Chlorid, die auch als Elektrolyte bezeichnet werden. Mögliche Ursachen: Warme Temperaturen oder körperliche Anstrengungen bringen dein Pferd schneller und vermehrt ins Schwitzen. Der Mangel an Elektrolyten im Körper kann dann zu Kreislaufproblemen führen. Außerdem können Flüssigkeiten nicht mehr gut im Körper gehalten werden. Dann schwitzt dein Pferd noch mehr und seine Ausdauer nimmt ab. Unsere Empfehlung: Wenn dein Pferd viel schwitzt, ist das Zufüttern von Elektrolyten sehr empfehlenswert. Mit Pavo E’lyte gleichst du den Verlust der Körpersalze deines Pferdes aus. Dein Pferd kann eine Flüssigkeits- und Elektrolytreserve aufbauen und der Mangel an Körpersalzen tritt weniger schnell auf.     Welches Pferdeergänzungsfutter unterstützt die Darmgesundheit? Der Verdauungstrakt des Pferdes ist komplex und sehr empfindlich. Die Auswahl der richtigen Futtermittel sowie eine langsame Futterumstellung spielen für die Darmflora eine wichtige Rolle und haben einen großen Einfluss auf die gesamte Gesundheit deines Pferdes. Wie unterstütze ich mein Pferd nach Krankheiten wie Immunschwäche oder Durchfall? Wichtige Nährstoffe: Für das Immunsystem und die Darmgesundheit ist eine ausreichende Versorgung mit Antioxidanten wie Vitamin A und C sowie Mineralstoffen wie Kupfer oder Zink wichtig. Zusätzlich können Präbiotika und Lecithin das Darmgleichgewicht unterstützen. Mögliche Ursachen: Die Ursachen für eine Immunschwäche oder Durchfall sind vielschichtig und können verschiedene Gründe haben. Fütterungs- und Haltungsfehler, aber auch andere Erkrankungen können das Immunsystem und die Verdauung deines Pferdes beeinträchtigen. Du solltest in akuten Fällen unbedingt deinen Tierarzt kontaktieren, denn nur sein Fachwissen hilft bei der Genesung. Unsere Empfehlung: Vitamine, Antioxidantien und Präbiotika können die Vitalität deines Pferdes fördern und den Darm wieder ins Gleichgewicht bringen. Pavo HealthBoost versorgt dein Pferd mit wichtigen Nährstoffen, wie z.B. den Vitaminen A, B, C, E und K und den Mineralstoffen Kupfer, Zink und Mangan. Zusätzlich unterstützt es mit Hefekulturen und Lecithin das Immunsystem und das Darmgleichgewicht. Welches Pferdeergänzungsfutter eignet sich für Zucht & Fohlen? Eine korrekte Fütterung ist die Grundlage für eine gesunde Entwicklung. Trächtige und laktierende Stuten benötigen in dieser intensiven Zeit zusätzliche Unterstützung. Fohlen, Jährlinge und junge Pferde im Wachstum sowie Deckhengste benötigen ebenfalls spezifische Nährstoffe. Außerdem benötigen sie von bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen deutlich mehr als andere Pferde, während andere Nährstoffe gerade nicht in zu großer Menge angeboten werden sollten. Ich möchte die Fruchtbarkeit meiner Stute unterstützen Wichtige Nährstoffe: Besonders Vitamin E (auch bekannt als „Fruchtbarkeitsvitamin“) und Beta-Carotin sind 2 wichtige Nährstoffe, die ein fruchtbares Pferd braucht. Fortpflanzungsprobleme können ein großer Indikator für das Fehlen von Vitamin E im Pferdekörper sein.  Mögliche Ursachen: In der Natur nehmen Pferde das Vitamin E durch ölhaltige Grashalme auf. Bei Pferden, die ihr ganzes Leben auf Weiden verbringen, kommt der Vitamin-E-Mangel eher selten vor. Eine einseitige Fütterung mit nur wenig Weidegang birgt das Risiko eines Vitamin-E-Mangels. Stuten können dann z.B. kein rossetypisches Verhalten zeigen. Auch ein vorzeitiges Absterben des Embryos kann auf einen Vitamin-E-Mangel hinweisen. Unsere Empfehlung: Um die Fruchtbarkeit deiner Stute zu unterstützen, empfiehlt sich ein Ergänzungsfutter mit einer hohen Konzentration an Vitamin E und Beta-Carotin wie Pavo Fertile . Es wurde speziell entwickelt, um die Fruchtbarkeit von Stuten zu unterstützen und die Rosse zu fördern. Außerdem hilft Pavo Fertile dabei, das Risiko auf ein frühes Absterben des Embryos zu verringern und unterstützt ein schnelleres Abgehen der Nachgeburt. Ich möchte die Leistung meines Deckhengstes unterstützen Wichtige Nährstoffe: Bei Deckhengsten ist eine gut ausgeprägte und lockere Muskulatur wichtig. Magnesium und Antioxidantien tragen wesentlich zur Geschmeidigkeit der Muskeln bei. Außerdem gilt grundsätzlich Vitamin E als Fruchtbarkeitsvitamin und sollte bei der Fütterung eines Hengstes gerade zur Deckzeit nicht fehlen. Mögliche Ursachen: Ein Mangel an Vitamin E entsteht, wenn der erhöhte Bedarf bei Deckhengsten in der Fütterung nicht beachtet wird. Unsere Empfehlung: Um Deckhengste nach großen Anstrengungen zu unterstützen, empfehlen wir Pavo Eplus mit Magnesium, Vitamin E, C und Selen. Das Fohlen meiner Stute soll sich optimal entwickeln Wichtige Nährstoffe: Fohlen haben einen erhöhten Bedarf an Calcium, Magnesium und Phosphor, den sogenannten Knochenwachstums-Nährstoffen. Mögliche Ursachen: Ein Mangel an den Knochenwachstums-Nährstoffen führt bei Fohlen zu schlechtem Wachstum oder sogar Knochendeformationen. Aber auch ein Überschuss oder ein falsches Verhältnis dieser Nährstoffe zueinander haben negative Folgen: das Fohlen wächst viel zu schnell, so dass sich die Knochen und die Knochenfestigkeit nicht richtig entwickeln können. Unsere Empfehlung: Das Wachstum der Fohlen, Jährlingen und Zweijährigen sollte durch ein spezielles Ergänzungsfutter, wie Pavo Podo®Care gefördert werden. Es unterstützt den Knochenstoffwechsel, wodurch sich das Fohlen optimal entwickeln kann. Das Geheimnis liegt im richtigen Verhältnis zwischen Calcium, Magnesium und Phosphor und in der speziellen Form, in der die Stoffe angeboten werden. Außerdem trägt Pavo Podo®Care zu einem gleichmäßigen Wachstum bei und unterstützt die Durchblutung. Dieses Fohlen-Ergänzungsfutter ist in Pelletform und als Paste erhältlich. Wenn Fohlen noch keine Pellets fressen wollen, kann die Paste ganz einfach einmal täglich mit einer Spritze über das Maul verabreicht werden. Warum solltest du dein Pferd mit Ergänzungsmittel unterstützen? Ergänzungsfuttermittel versorgen dein Pferd mit Nährstoffen und decken seine speziellen Bedürfnisse ab. Hierdurch können Ergänzungsfuttermittel gezielt einsetzt werden. Ergänzungsfuttermittel haben eine hohe Konzentration an Wirkstoffen. Zudem bestehen all unsere Pavo Ergänzungsfuttermittel aus einer Basis von natürlichen Inhaltsstoffen, verzichten auf synthetische Farbstoffe, Konservierungsmittel und sind durch die Granulatform einfach zu dosieren. Aufgrund der Natürlichkeit werden die Produkte auch gut von sonst sehr wählerischen Pferden gefressen. Dann kannst du das Futterergänzungsmittel leichter unter das Grundfuttermittel mischen und die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Pferdes unterstützen. Hast du noch Fragen zum Thema Ergänzungsfuttermittel? Unsere Pavo Fütterungsberatung hilft dir gern weiter!
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Fütterung und Gesundheit
Pferdefutter im Winter ohne Weidegang
Spätestens mit Herbstbeginn sinkt der Nährstoffgehalt des Grases auf den Pferdeweiden. Grund dafür ist, dass das Gras durch die zunehmende Kälte und Feuchtigkeit wesentlich wasserreicher und rohfaserärmer wird, aber auch weniger Zucker, Eiweiß und Vitamine enthält. Somit bietet die Weide nicht mehr ausreichend Nährstoffe, um dein Pferd im Winter optimal zu versorgen. Deswegen ist es wichtig, dass du dich bereits vor Beginn der kalten Jahreszeit über geeignetes Pferdefutter informierst, damit dein Pferd gesund und gestärkt durch den Winter kommt. Außerdem hat dein Pferd in den Herbst- und Wintermonaten mit verschiedenen Faktoren zu kämpfen, wie z.B. einem erhöhten Energiebedarf, dem Fellwechsel oder diversen Bewegungseinschränkungen, die du mit der richtigen Wahl des Futters positiv unterstützen kannst. Sobald die Außentemperatur sinkt, setzt bei deinem Pferd der Fellwechsel ein. Dabei wird das leichte Sommerfell langsam und stetig durch das dicke und wärmende Winterfell ersetzt. Für diesen Vorgang benötigt dein Pferd viel Energie, denn die Energiereserven und Nährstoffe werden jetzt teilweise für den Fellwechsel gebraucht. Außerdem benötigt dein Pferd aufgrund der kalten Temperaturen vermehrt Energie, um die eigene Körpertemperatur auch bei niedrigen Temperaturen konstant zu halten. Deswegen ist es wichtig, dass dein Pferd bereits zu Beginn der Wintermonate über einen ausreichend gefüllten Energie- und Nährstoffspeicher verfügt, um die Voraussetzung für die Entwicklung eines kräftigen Winterfells zu erfüllen. Gleichzeitig beugst du der Gefahr einer Unterversorgung bei deinem Pferd vor. Üblicherweise verbringt dein Pferd im Winter viel mehr Zeit in Ruhephasen oder im Stall und bewegt sich dadurch auch weniger bzw. kann sich nur eingeschränkt bewegen. Das ist grundsätzlich ok für dein Pferd, da dieses Verhalten in seinem Urinstinkt verankert ist. So wurde bei Wildpferden beobachtet, dass diese sich im Winter viel weniger bewegen, um möglichst viel Energie zu sparen. Trotzdem ist es wichtig, dass dein Pferd im Stall nicht einrostet und trotz Kälte ausreichend bewegt wird. Denn durch die eingeschränkte Bewegungsmöglichkeit kann es gleichzeitig zu Einschränkungen im Magen-Darm-Trakt deines Pferdes kommen. Zusätzlich trinken die meisten Pferde in der kalten Jahreszeit auch weniger Wasser, was in Kombination mit dem Bewegungsmangel zu Verstopfungskoliken führen kann. Mit diesem Wissen im Hinterkopf kannst du das richtige Pferdefutter für dein Pferd wählen, damit es eine ausreichende Versorgung mit Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen hat, um gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Achte auf diese Inhaltsstoffe bei der Fütterung im Winter Sowohl im Sommer als auch im Winter solltest du deinem Pferd ausreichend Heu von guter Qualität zur Verfügung zu stellen.  Wie bereits erwähnt, kann es in den kalten Tagen eher zu Problemen im Magen-Darm-Trakt oder sogar zu Koliken kommen. Wenn aber dein Pferd auch im Winter mit hochwertigem Raufutter versorgt ist, dann reduzierst du die Wahrscheinlichkeit von Magen-Darm-Problemen. Die Basis einer guten Pferdefütterung besteht grundsätzlich aus Raufutter ergänzt mit Vitaminen und Mineralstoffen. Wenn du deinem Pferd ein Mineralfutter fütterst, dann achte dabei auf einen möglichst hohen Vitamingehalt in organischer Form. In Hinblick auf den energiezehrenden Fellwechsel kannst du zusätzlich ein Ergänzungsfutter mit hohem Gehalt an Biotin, Zink und Kupfer wählen. Sollte der Energiebedarf deines Pferdes über eine reine Heufütterung hinausgehen, so bietet sich eine bedarfsgerechte Ergänzung mit einem Kraftfutter an. Auch eine zusätzliche Fütterung von Leinsamen ist förderlich für die Verdauung deines Pferdes und hat außerdem einen positiven Effekt auf die Gesundheit von Hufen und Fell. Kleie unterstützt ebenfalls die Darmaktivitäten deines Pferdes und verringert die Wahrscheinlichkeit von Verstopfungskoliken. 6 Tipps für extreme Kälte 1. Verhindere das Einfrieren des Trinkwassers Das Wichtigste, worauf du bei kaltem Wetter achten musst, ist das Wasser. Sorge dafür, dass dein Pferd immer Wasser zum Trinken hat. Prüfe mindestens zweimal am Tag, ob noch genügend Wasser vorhanden ist und ob die Leitungen oder der Wassertrog nicht eingefroren sind. 2. Ausreichend Raufutter zur Verfügung stellen Pferde halten sich hauptsächlich durch Fressen warm. Stelle also bei kalten Temperaturen sicher, dass dein Pferd genug zu fressen hat und gib ihm extra Raufutter, wenn die Temperatur unter -10⁰C fällt. 3. Einen Unterstand bereitstellen Wenn dein Pferd rund um die Uhr draußen ist, ist ein Unterstand auf der Wiese die perfekte Lösung. Auf diese Weise kann sich dein Pferd aussuchen, wo es stehen möchte. Aber auch Gebäude oder ein Waldrand können deinem Pferd bei schlechtem Wetter Schutz bieten. 4. Decke dein Pferd (zusätzlich) ein Pferde, die geschoren sind oder älter sind, brauchen eher Schutz vor der Kälte als gesunde Pferde mit einem dicken Winterfell. Eine (zusätzliche) Decke kann da helfen. 5. Verwöhne dein Pferd mit einer schönen warmen Mahlzeit Was kann bei kaltem Wetter besser sein als ein schönes warmes Getränk? Wenn du dein Pferd verwöhnen willst, bereite eine schöne Mahlzeit mit warmem Wasser zu. Zum Beispiel Pavo FibreBeet (Mix aus Superfasern aus SpeediBeet und Luzerne), Pavo FibreNuggets (Heucobs) oder einem Pavo Mash. Dein Pferd erhält dabei auch zusätzliche Rohfasern für eine gute Verdauung – eine Win-Win-Situation! 6. Bieten einen weichen Untergrund im Falle einer Hufrehe Pferde, die Hufrehe haben (oder dazu neigen), sind bei kaltem Wetter besonders empfindlich. Achte also auf eine weiche Oberfläche und achte vor allem auf den Zucker-/Stärkegehalt Im Kraftfutter. Biete zusätzlich zum Kraftfutter ausreichend zuckerarmes Raufutter an, zum Beispiel Pavo SpeediBeet. Die richtige Auswahl des Pferdefutters für den Winter  Es existiert nicht DAS richtige Pferdefutter für die Wintermonate, das du gedankenlos allen Pferden füttern kannst. Jedes Pferd hat seine ganz besonderen Bedürfnisse beim Futter, die es zu beachten gilt. Manche Pferde haben Unverträglichkeiten, die man bei der Futterauswahl berücksichtigen muss. Außerdem sind Pferde kleine Feinschmecker und Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Letztendlich weißt du am besten, welche Sorte Pferdefutter für dein Pferd genau richtig ist.  Im Folgenden bieten wir dir eine Übersicht gängiger Pavo Pferdefuttersorten, die den Bedürfnissen eines Pferdes im Winter gerecht werden und erklären dir, was das Besondere an dem jeweiligen Futter ist. Dann kannst du das optimale Winter(ergänzungs)futter für dein Pferd auswählen und es ausreichend mit allen Nährstoffen versorgen, auch wenn kein Weidegang möglich ist. Im Folgenden bieten wir dir eine Übersicht gängiger Pavo Pferdefuttersorten, die den Bedürfnissen eines Pferdes im Winter gerecht werden und erklären dir, was das Besondere an dem jeweiligen Futter ist. Dann kannst du das optimale Winter(ergänzungs)futter für dein Pferd auswählen und es ausreichend mit allen Nährstoffen versorgen, auch wenn kein Weidegang möglich ist.   Pavo SlobberMash Beim Pavo SlobberMash handelt es sich um ein vollwertiges Mashfutter, das reich an Vitaminen und insbesondere reich an Vitamin C ist. Zusätzlich enthält es einen hohen Anteil an Leinsamen sowie Kleie zur Unterstützung des Fellwechsels. Pavo SlobberMash wird mit heißem Wasser zubereitet und ist sofort verzehrfertig, was dein Pferd zum einen von Innen aufwärmt und zum anderen für eine extra Portion Flüssigkeitsaufnahme sorgt. Das warme Mash ist leicht verdaulich und ein abwechslungsreicher Leckerbissen für dein Pferd.     Pavo Care4Life  Das Besondere an Pavo Care4Life sind die 11 verschiedenen Kräuter, u.a. Calendula und Echinacea, welche die Gesundheit deines Pferdes in den Wintermonaten unterstützen und eine gute Alternative zum fehlenden Weidegang bieten. Weitere Informationen zu den Kräutern in Pavo Care4Life findest du hier. Außerdem enthält Pavo Care4Life weitere Vitamine und Mineralstoffe in organischer Form und verzichtet dabei komplett auf Melasse und Hafer!      Pavo Vital Mineralfutter Ein gutes Raufutter bildet die Grundlage jeder Futterration, jedoch enthalten Raufuttersorten alleine nicht ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Das Pavo Vital Mineralfutter bildet hier eine gute Ergänzung, wenn dein Pferd kein oder nur sehr wenig Kraftfutter pro Tag bekommt. Pavo Vital besteht aus 100% natürlichen Zutaten, deckt den Tagesbedarf an Selen und enthält eine extra Portion Biotin, was die Huf- und Fellgesundheit deines Pferdes optimal unterstützt. Außerdem ist der Stärke und Zuckergehalt sehr gering und Pavo Vital Mineralfutter ist frei von Getreide und Melasse.   Pavo BiotinForte Pavo BiotinForte ist ein Ergänzungsfutter mit einer hohen Konzentration an Biotin sowie weiteren Spurenelementen, Mineralien Zink, Kupfer, Lezithin, Schwefel und essentiellen Aminosäuren. Dadurch sorgt Pavo BiotinForte für ein gesundes Haarkleid, unterstützt dein Pferd beim Fellwechsel und bei spröden oder brüchigen Hufen. Pavo HealthBoost Das Ergänzungsfutter Pavo HealthBoost stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte deines Pferdes und unterstützt zusätzlich das Darmgleichgewicht. Außerdem enthält es ebenfalls alle wichtigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Pavo HealthBoost eignet sich vor allem dann, wenn sich dein Pferd nach Konditionsrückstand erholen soll oder du die Abwehrkräfte deines Pferdes stärken möchtest.     Pavo MultiVit15 Das Ergänzungsfutter Pavo MultiVit 15 enthält ein breites Spektrum an Vitaminen, wie z.B. Vitamin A, E und C, sowie weitere Antioxidantien zur Stärkung des Abwehrsystems und der Vitalität deines Pferdes. Es eignet sich optimal für Pferde, die Probleme mit dem Fellwechsel haben, denn Pavo MultiVit 15 fördert einen schnellen Haarwechsel und ein glänzendes Fell. Solltest du weitere Fragen dazu haben, welche Pavo Futtersorten in den Wintermonaten am besten geeignet sind für dein Pferd oder falls du dir deine Auswahl der Pavo Futtersorte einfach nur von einem Profi bestätigen lassen möchtest, dann kannst du dich mit der Pavo Fütterungsberatung in Verbindung setzen. Wir helfen dir gerne weiter und beantworten dir alle offenen Fragen. Des Weiteren hast du die Möglichkeit, den Pavo Fütterungskompass online zu nutzen, um dir direkt eine Futtermittelempfehlung auswerten zu lassen.
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Fütterung und Training
Raufutterqualität 2022: Proteingehalt historisch niedrig und Zuckergehalt in die Höhe geschossen
Pavo führte gemeinsam mit Eurofins Agro in den Jahren 2021 und 2022 über 5.500 Futteranalysen in den Niederlanden, Belgien und Deutschland durch. Die Analysen zeigen, dass die Energiewerte im Raufutter in diesem Jahr etwas niedriger als im Jahr 2021 sind, doch der größte Unterschied beim Eiweiß- und Zuckergehalt festzustellen ist. Der Eiweißgehalt ist historisch niedrig und der Zuckergehalt ist bedenklich hoch.   Heutzutage lassen immer mehr Pferdebesitzer ihr Raufutter analysieren. "Eine sehr gute Entwicklung", sagt Rob Krabbenborg, Produktmanager bei Pavo. "Ein erwachsenes Pferd frisst ca.  10 Kilo Heu oder Heulage pro Tag. Um eine vollständige und maßgeschneiderte Ration anbieten zu können, musst du zumindest wissen, wie viel Energie, Eiweiß und Zucker dein Pferd aus  dem Raufutter erhält. Die Qualität des Futters, die letztendlich anstrebt wird, ist von Pferd zu Pferd unterschiedlich. Eine trächtige Stute braucht zum Beispiel mehr Eiweiß als ein Freizeitpferd".   Proteingehalt historisch niedrig und deutliche Unterschiede Der Proteingehalt der weist sehr große Unterschiede bei den untersuchten Raufutterproben auf: von sehr niedrigen bis hin zu einigen sehr hohen Werten. Während im letzten Jahr 49 % der Proben einen niedrigen bis sehr niedrigen Eiweißwert aufzeigten, sind es in diesem Jahr sogar 66 %. Krabbenborg: "Damit ist der Eiweißgehalt historisch niedrig. Fällt das Futter in die Kategorie "sehr eiweißarm", dann liegt der Wert  für die meisten Pferde unter dem Erhaltungsbedarf. Um dein Pferd gesund zu erhalten, solltest du deine Fütterung in diesem Fall mit einem proteinreichen Kraftfutter oder einem speziellen Proteinsupplement, wie z. B. Pavo ProteinPlus, ergänzen.  Zuckergehalt drastisch gestiegen Auch der Zuckergehalt der Raufutteranalysen zeigt eine kritische Tendenz. Im Jahr 2021 enthielten 33 % der Proben einen hohen bis sehr hohen Zuckergehalt. Im Jahr 2022 steigt dieser Anteil auf  44 %. "Das bedeutet, dass fast die Hälfte der Heuproben nicht für zuckersensible Pferde geeignet ist. In diesem Fall muss man sich nach einem geeigneteren Raufutterersatz umschauen", rät Krabbenborg. Energiewert etwas gesunken Im Jahr 2020 wiesen bereits 51 % aller untersuchten Futterproben einen niedrigen bis sehr niedrigen Energiegehalt auf. Im Jahr 2022 trifft das Ergebnis auf 57% zu. "Wir sehen also etwas mehr Raufutter mit niedrigeren Energiewerten, wobei es besonders für Sportpferde wichtig ist, diese in der Fütterung ausreichend auszugleichen." Pavo Raufutter Schnelltest Der Pavo Raufutter Schnelltest wurde 2016 zusammen mit Eurofins Agro entwickelt: die erste "schnelle" Analyse, bei der Pferdebesitzer ihr Raufutter auf Energie-, Protein- und Zuckergehalt zum Selbstkostenpreis testen lassen können. Inzwischen wurde dem Standard-Schnelltest der Trockensubstanzgehalt beigefügt. Darüber hinaus gibt es auch eine erweiterte Analyse, den Pavo Raufutter Schnelltest Plus, der die Mineralien und Spurenelemente im Raufutter erfasst. All diese Aufschlüsse sind für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit deines Pferdes von großer Bedeutung.
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Fütterung und Gesundheit
Immunsystem des Pferdes
Regelmäßig kommen Pferde mit Fremdkörpern wie Krankheitserregern oder Bakterien in Kontakt. Das Immunsystem stellt dabei eine natürliche Schutz- und Abwehrfunktion dar. Je stärker die Immunabwehr ist, desto niedriger ist das Risiko, dass dein Pferd an z.B. Mauke oder Husten erkrankt. Es ist daher sehr wichtig, ein schwächelndes Immunsystem schnell zu erkennen und dieses mit den richtigen Maßnahmen zu stärken. Welche Aufgaben übernimmt das Immunsystem? Ein intaktes und starkes Immunsystem übernimmt eine Barrierefunktion und schützt den Körper vor Eindringlingen wie Bakterien, Viren, Pilzen, Parasiten und Verunreinigungen. Ein intaktes Abwehrsystem wird damit aber schnell fertig. Darüber hinaus schützt eine besonders leistungsfähige Abwehr den Pferdekörper sogar vor eigenen, fehlerhaften Zellen, die Krankheiten und Infektionen auslösen können. Das Immunsystem von Pferden ist ein sehr komplexes System, bestehend aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen. Sie arbeiten alle im Einklang miteinander und schützen so den Pferdekörper. Zu den wichtigsten Schutzmechanismen gehören z.B. das Fell des Pferdes und die Haut, die das Eindringen von Fremdkörpern verhindern oder zumindest erschweren. Auch die Körperflüssigkeiten tragen dazu bei, dass unerwünschte Eindringlinge abgewehrt und/oder unschädlich gemacht werden. Hierzu gehören beispielsweise die Tränen, welche Fremdkörper aus den Augen spülen, der Speichel, welcher den oberen Teil des Verdauungstrakts des Pferdes schützen und auch die Magensäure, deren saurer pH-Wert von kaum einem Eindringling vertragen wird. Ganz essentiell wichtig ist auch die Darmflora. Dort sind körpereigene Bakterien und Pilze angesiedelt, die bei einem intakten Immunsystem eine starke Abwehr gegenüber fremden Organismen bilden. Über die Darmwand wird der größte Teil der Nährstoffe aufgenommen und gleichzeitig schädliche sowie krankmachende Substanzen abgewehrt. Bei einer stress- oder fütterungsbedingten Störung der Darmflora erhöht sich die „Durchlassrate“ für Viren, Bakterien und Pilze. Oftmals kann eine Schwächung des Immunsystems auf eine Störung des Verdauungstrakts und der Darmflora zurückgeführt werden. Der Darm beinhaltet etwa 70 bis 80 % aller Zellen, die im Körper die sogenannten Antikörper, auch Lymphozyten genannt, produzieren. Diese Immunabwehrzellen sind in den Blutbahnen des Körpers aktiv, erkennen Eindringlinge schnell und greifen diese an. Bereits neutralisierte Bakterien und Viren werden dann in einem Verzeichnis gespeichert. Hierdurch hat das Immunsystem deines Pferdes die Möglichkeit, bei einer ähnlichen Erkrankung die Viren und Bakterien schnell zu erkennen und rasch zu eliminieren. Wenn in einem Blutbild des Pferdes die Anzahl der Lymphozyten höher ist als üblich, ist dies ein Zeichen dafür, dass die Körperabwehr auf Hochtouren läuft. Zu wenig Lymphozyten weisen möglicherweise auf die Hormonstörung PPID hin. Direkt nach der Geburt eines Fohlens sind noch keine Antikörper vorhanden und das Immunsystem ist anfällig. Antikörper nimmt das Fohlen erst über die erste Muttermilch, das sogenannte Colostrum (auch Biestmilch genannt) auf. Im Laufe eines Pferdelebens wird die Immunabwehr stärker und lernt bei der Bekämpfung von Krankheiten stetig dazu. Nur im Alter wird der Stoffwechsel wieder langsamer und das Immunsystem schwächer. Das Immunsystem deines Pferdes stärken Ein gesundes Pferd benötigt ein leistungsfähiges Immunsystem. Du kannst das Abwehrsystem deines Pferdes auf verschiedene Weise stärken und unterstützen. Die Basis bilden eine ausgewogene Fütterung und eine artgerechte, stressfreie Haltung. Fütterung Die richtige Fütterung hat einen sehr großen Einfluss auf das Immunsystem deines Pferdes. Vitamine und Mineralstoffe werden über den Darm aufgenommen, die das gesamte Abwehrsystem deines Pferdes stärken. Beachte die folgenden Tipps, um das Immunsystem deines Pferdes durch eine gesunde Fütterung zu unterstützen. 1. Füttere ausreichend und nur hochwertiges Raufutter Die Grundlage der Pferdefütterung ist genügend Raufutter von guter Qualität. Ein hochwertiges Grundfutter ohne Staub- oder Schimmelpilzbelastung, dafür aber mit vielen Nährstoffen, stärkt das Immunsystem des Pferdes erheblich. Die Ballaststoffe aus dem Raufutter dienen den gesunden Bakterien im Darm als Nahrung. Du kannst die Qualität des Raufutters mit einer entsprechenden Analyse bestimmen. Sollte dein Raufutter eine schlechte Qualität besitzen, gibt es entsprechende Raufutterersatzprodukte, die dein Pferd mit Nährstoffen und Ballaststoffen versorgen, wenn das „normale“ Raufutter nicht ausreicht. 2. Versorge dein Pferd mit ausreichend Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen Die Immunabwehr deines Pferdes kannst du mit Vitalstoffen sehr gut unterstützen. Der Mineralstoff Zink und das Vitamin C helfen beim internen Zellschutz. In jedem Fall sollte dein Pferd neben guten Raufutter auch immer ein vollwertiges Mineralfuttermittel erhalten, um eine ausreichende Versorgung sicherzustellen. Im Winter oder wenn dein Pferd ein angeschlagenes Immunsystem hat und schnell krank wird, kannst du es durch ein geeignetes Ergänzungsfuttermittel zusätzlich unterstützen. Pavo HealthBoost enthält Hefekulturen und Lecithin und unterstützt die körpereigene Abwehr sowie das Darmgleichgewicht. Pavo MultiVit15 ist ein kompletter Vitaminzusatz und enthält ein breites Spektrum an Vitaminen und Antioxidantien, wie die Vitamine A, E und C. 3. Nutze Kräuter zur Stabilisierung des Immunsystems Auch in der Natur findest du viele Helfer für das Immunsystem deines Pferdes. Heilkräuter enthalten viele wertvolle Pflanzenstoffe, die sich positiv auf den Organismus deines Pferdes auswirken. Pflanzen wie Echinacea oder Löwenzahn haben eine immunstärkende Wirkung und können ganz einfach unter das reguläre Futter gemischt werden. In unserem Ratgeber „Gesunde Heilkräuter und Pflanzen für Pferde“ kannst du nachlesen, welche Kräuter die Gesundheit und die Immunabwehr deines Pferdes unterstützen. Haltung Eine artgerechte Haltung beeinflusst das Immunsystem. Schon kleine Veränderungen machen sich schnell bemerkbar. Mit den folgenden Tipps kannst du die Haltung positiv verändern und so das Abwehrsystem deines Pferdes unterstützen. 1. Sorge für so wenig Stress wie möglich Pferde sind sensible Tiere. Stress spüren sie sehr schnell, was sich häufig auch auf die Gesundheit auswirkt. Wenn ein Pferd gestresst ist, gerät oft der Darm in Aufruhr und es kann zu einer Störung der Darmflora kommen. Damit dein Pferd darunter nicht leidet, solltest du Stress im Alltag minimieren. Stallwechsel und lange Transporte wirken sich schnell negativ auf die Immunabwehr aus, eine stabile Herdensituation hingegen gibt deinem Pferd Sicherheit und minimiert seinen Stress. Darüber hinaus verdient dein Pferd nach einem intensiven Training eine längere Erholungsphase. Denn auch unangemessene Überanstrengungen können zu körperlichem Stress, wie z.B. einer Übersäuerung der Muskeln, führen. 2. Biete deinem Pferd genügend Bewegung & frische Luft Ein langer Aufenthalt in der Box hat oftmals einen negativen Einfluss auf das Immunsystem des Pferdes. Stehende und stickige Luft belasten die Atemwege des Pferdes erheblich. Passe die allgemeinen Haltungsbedingungen an, wenn dein Pferd eine schwächelnde Immunabwehr aufweist oder oft hustet. Eine staubfreie Umgebung durch hochwertige Einstreu ist ganz wichtig. Zusätzlich werden bei wenig Bewegung verschiedene Prozesse im Körper nicht angekurbelt und das Immunsystem kann nicht richtig „arbeiten“. Das Austoben auf der Wiese und genügend frische Luft sind Balsam für die Seele – und unterstützen zusätzlich die körpereigene Abwehr deines Pferdes. 3. Nach dem Training oder bei extremen Witterungen dein Pferd nicht auskühlen lassen Während eines anstrengenden Trainings fangen die meisten Pferde an zu schwitzen. Achte darauf, dass dein Pferd nach dem Training beim Abreiten in Bewegung bleibt und decke es danach ein, sollte es noch nicht trocken sein. Vor allem bei extremen Wetterbedingungen ist ein schnelles Eindecken nach dem Training wichtig, so dass dein Pferd nicht auskühlt und sich erkältet. Bei empfindlichen Pferden ist es eine Überlegung wert, diese bei langanhaltender Kälte oder Regen auch dauerhaft einzudecken. Wenn du merkst, dass dein Pferd oft krank ist und die Immunabwehr nicht wirklich wieder in Gang kommt, dann ziehe hier auf jeden Fall deinen Tierarzt zu Rate. Bedenke, dass vor allem Krankheiten des Immunsystems schnell einen chronischen Verlauf annehmen können, den es unbedingt gilt zu vermeiden. Woran du ein geschwächtes Immunsystem an deinem Pferd erkennst Es kommt gar nicht selten vor, dass sonst fitte Pferde plötzlich Anzeichen eines geschwächten Immunsystems zeigen. Wiederholte Krankheiten und ungewöhnlich lange Heilungsphasen von Verletzungen können auf eine schwache Körperabwehr hinweisen. Dann arbeiten die Antikörper nicht richtig und können die Eindringlinge im Pferdekörper nicht vollständig neutralisieren. Besonders Hautkrankheiten wie Sommerekzeme oder Hautpilze zeugen von einem schwachen Abwehrsystem, vor allem durch die permanent geschädigte Hautschutzbarriere. Besonders bekannt für ein anfälliges Immunsystem sind Hustenerkrankungen oder Durchfall. Dann gibt es noch zwei Besonderheiten: Junge Fohlen haben ein sehr schwaches Immunsystem. Die ersten Antikörper nimmt ein Fohlen erst über das Colostrum der Mutterstute auf. Deswegen ist es wichtig, das Immunsystem von jungen Pferden zu schützen, es keinen extremen Wetterbedingungen auszusetzen und Krankheiten zu vermeiden, bzw. schnell zu behandeln. Auch ältere Pferde haben ein schwächeres Immunsystem, denn der gesamte Stoffwechsel läuft nicht mehr so rund wie in jungen Jahren. Alte Pferde sind oftmals nicht nur anfälliger für Krankheiten, sondern haben mit dem Krankheitsverlauf dann auch noch länger zu kämpfen. Daher ist eine besondere Fürsorge für die Senioren nicht übertrieben, sondern absolut gerechtfertigt, um ihnen auch einen langen und schönen Lebensabend bereiten zu können. Warum könnte das Immunsystem deines Pferdes geschwächt sein? Es sind oft die äußeren Einflüsse, welche die Immunabwehr deines Pferdes negativ beeinflussen. Zu diesen Faktoren zählen u.a.: Stress z.B. durch einen Stallwechsel oder nach einer Operation. Extreme Wetterbedingungen wie z.B. Kälte, Dauerregen und Wind. Überforderung und körperliche Überbelastung nach anstrengenden Trainingseinheiten. Fehlerhafte Fütterung, zu wenig Raufutter und Nährstoffmangel. (Unentdeckte) Krankheiten oder Infektionen, die den Organismus des Pferdes belasten. Eine gestörte Darmflora. Schlechte Haltungsbedingungen, wie z.B. starke Staubbelastung, Schimmel oder zu wenig frische Luft. Selten ist es ein einziger Faktor, der das Immunsystem deines Pferdes schwächt. Betrachte die Situation deines Pferdes ganzheitlich und überlege dir, welche äußeren Einflüsse in den letzten Wochen und Monaten auf dein Pferd wirkten und wie du die Situation verbessern kannst. Hast du Fragen zur optimalen Fütterung und Haltung bei einer geschwächten Körperabwehr? Dann kontaktiere unsere Pavo Fütterungsberatung. Wir helfen dir gern weiter.
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Fütterung und Gesundheit
Mögliche Formen der Pferdehaltung
Pferde sind von Natur aus Herdentiere mit einem großen Bedürfnis an sozialen Kontakten. Außerdem haben sie einen sehr ausgeprägten Bewegungsdrang. Dies haben sie noch von ihren Vorfahren übernommen, die in freier Natur ständig auf der Suche nach Futter und Wasser waren und sich hierbei bis zu 16 Stunden am Tag fortbewegten. Ausreichende Bewegung und der Kontakt zu Artgenossen sind daher auch heute noch besonders wichtig für eine artgerechte Pferdehaltung. Die größten Unterschiede liegen heutzutage vor allem in der Boxen- und Offenstallhaltung. Beide Haltungsformen zeigen verschiedene Vor- und Nachteile. Auch unterschiedliche Abwandlungen oder Kombinationen sind möglich. Informiere dich ausreichend zu den Unterstellmöglichkeiten für dein Pferd, so dass du entscheiden kannst, welche Haltungsform den individuellen Bedürfnissen deines Pferdes am besten gerecht werden und natürlich auch zu deinen Ansprüchen passt. Boxenhaltung vs. Offenstallhaltung  Boxenhaltung Boxenhaltung bedeutet, wie der Name schon sagt, dass dein Pferd für eine bestimmte Zeit des Tages in einer geschlossenen Pferdebox gehalten wird. Eine Pferdebox ist durchschnittlich mind. 3,50 m x 3,50 m groß und sollte deinem Pferd genug Freiraum bieten, sich entspannt hinzulegen, umzudrehen und ein paar Schritte zu gehen. Je nach Weide-, Paddock-, und Reitzeiten kann der Zeitraum, den dein Pferd in der Box verbringt, täglich variieren. Viele Pferdebesitzer lassen ihre Pferde auch den ganzen Tag über auf dem Paddock oder auf der Weide und holen sie nur über Nacht in den Stall. Im Herbst und Winter hat die Boxenhaltung zum Beispiel den Vorteil, dass dein Pferd trocken und geschützt stehen kann, wenn das Wetter draußen sehr ungemütlich ist und die Außenanlage aufgrund der Witterung sehr matschig ist. Allerdings ist die Boxenhaltung bei vielen Pferdebesitzern umstritten, da das Pferd seinem ständigen Bewegungsdrang nicht effizient genug nachgehen kann. Trotzdem gibt es einige Gründe, die für eine Haltung in der Box sprechen. 1. Verminderung des Verletzungsrisikos Pferde mit einem hohen Temperament, die dazu neigen ständig wild über die Wiesen zu tollen, können durch eine begrenzte Haltung in der Box ihr Verletzungsrisiko minimieren. Auch dein Sportpferd, welches am Wochenende ein wichtiges Turnier bestreiten soll, hat bei der Boxenhaltung ein geringeres Verletzungsrisiko. Das bedeutet natürlich nicht, dass temperamentvolle Pferde und Turnierpferde ausschließlich in der Box gehalten werden sollen. Ausreichend Bewegung an der frischen Luft ist essentiell für die Gesunderhaltung und die Ausgeglichenheit eines jeden Pferdes. Dennoch können begrenzte Weide- und Paddockzeiten sowie kleinere Auslaufflächen dazu beitragen, dein Pferd zu schonen, wenn es sein Temperament nicht selbst zügeln kann. 2. Einfache Abmessung individueller Futterrationen Pferde stehen in einer Box in der Regel allein, so dass du einen genaueren Einblick darüber hast, wie viel Heu und Kraftfutter dein Pferd tatsächlich frisst, was bei einer Herdenhaltung schwieriger nachvollziehbar ist. Dies kann dein Management vereinfachen, wenn du z.B. ein dickes Pferd hast, das kontrolliert abnehmen soll. Auch für rangniedrige Pferde kann eine Fütterung in der Box vorteilhafter, bzw. stressfreier sein, da sie hier nicht von ranghöheren Pferden verdrängt werden können, sondern ihre Mahlzeit ganz in Ruhe und vollständig aufnehmen können. 3. Mangelhaftes Sozialverhalten Manche Pferde sind schwieriger im Kontakt mit anderen Pferden oder Menschen als andere. Sie können bei einer Offenstallhaltung in einer Herde manchmal sogar eine echte Verletzungsgefahr darstellen. Diese Pferde werden häufig in der Box gehalten, um sich und andere nicht ernsthaft zu gefährden. Natürlich – und vor allem – brauchen aber auch diese Pferde genügend Auslauf und Beschäftigung an der frischen Luft, um ausgeglichener zu werden. Bekommen sie nicht genügend Abwechslung, könnte sich ihr Verhalten sogar verschlimmern. Ist es gar nicht möglich, dein Pferd zusammen mit anderen Pferden auf das Paddock oder die Weide zu stellen, ist es dennoch empfehlenswert, es mit einem sicheren Zaun dazwischen in die Nähe anderer Pferde zu stellen. So kann dein Pferd seine Artgenossen sehen und trotzdem ein gewisser Teil der Herde sein, ohne dass jemand verletzt wird. Grundsätzlich sollte kein Pferd den ganzen Tag über ausschließlich in einer Box gehalten werden. Jedes Pferd benötigt neben ausreichend frischem Wasser und einer faserreichen Fütterung eben auch täglichen Auslauf und soziale Kontakte für ein artgerechtes und rundum zufriedenes Pferdeleben. Eine reine Boxenhaltung ohne ausreichende Bewegung kann schnell zu Langeweile und unerwünschtem Verhalten, wie Koppen und Weben, führen. Daher ist es für dein Pferd in Boxenhaltung besonders wichtig, dass du Abwechslung in seinen Alltag integrierst. Salzlecksteine, Spielzeuge für die Pferdebox und ausreichende Paddock- und/oder Weidezeiten sorgen hier für ein ausgeglichenes Pferd. Auch du als Pferdebesitzer profitierst von einem ausgeglichenen Pferd, da es so umgänglicher in der täglichen Arbeit wird. Weitere Formen der Boxenhaltung  Neben den klassischen Pferdeboxen gibt es heute auch weitere Formen der Boxenhaltung. Viele moderne Reitställe verfügen zum Beispiel über ein individuelles Paddock angrenzend an jede Pferdebox. Diese ermöglichen den Pferden einen beliebigen Ausgang und gleichzeitig einen trockenen Rückzugsort. Die meist kleinen Außenbereiche sind allerdings kein Ersatz für ein großes Paddock oder eine weitläufige Weide, die dein Pferd benötigt, um sich ausreichend und in seiner natürlichen Form bewegen zu können. Paddock-Boxen sind allerdings ideal, sollte eine Offenstallhaltung für dich und dein Pferd keine Option sein. Offenstallhaltung Im Gegensatz zur Boxenhaltung leben Pferde in einer Offenstallhaltung prinzipiell die ganze Zeit draußen. Durch einen großen, überdachten Stall haben sie dann die Möglichkeit, sich nach Bedarf zurückzuziehen und sich vor Wind und Wetter zu schützen. Eine Haltung im Offenstall hat vor allem den Vorteil, dass sich dein Pferd nach eigenem Ermessen frei bewegen kann – ganz seines natürlichen Ursprungs. Dadurch wird zum Beispiel Langeweile vorgebeugt. In einer klassischen Offenstallhaltung leben Pferde in der Regel als Herde zusammen. Dies hat den Vorteil, dass Pferde in ihrem Sozialverhalten sowie ihrer Aufmerksamkeit gegenüber ihrer Umgebung gestärkt werden. Außerdem animieren sich Pferde gegenseitig zum Spielen oder zum Laufen, weswegen eine Offenstallhaltung besonders gut für leichtfüttrige und übergewichtige Pferde geeignet ist. Im Winter oder bei kälteren Temperaturen können Pferde, die viel Energie zur Warmerhaltung ihres Körpers benötigen, mit einer Decke unterstützt werden. So kannst du vorbeugen, dass beispielsweise alte Pferde im Winter abbauen. Ein großer Nachteil der Offenstallhaltung ist allerdings, dass rangniedrige Pferde es häufig schwer haben, genügend Raufutter aufzunehmen und zur Ruhe zu kommen, sollte der Platz für die Anzahl der Pferde pro Herde nicht groß genug oder nicht ausreichend Futter- und Wasserstellen vorhanden sein. Sie werden dann von ranghöheren Pferden verscheucht und fressen dadurch meist unter Stress. Solltest du dieses Verhalten bei deinen Pferden beobachten, dann sorge unbedingt für mehr Futter- und Ruhestellen in deinem Offenstall. Hierzu kannst du zum Beispiel mehrere Heunetze an unterschiedlichen Stellen platzieren. Wird dein rangniedriges Pferd dann von einem Futterplatz vertrieben, hat es immer noch die Möglichkeit zu einem anderen zu wechseln und dort die Nährstoffe aufzunehmen, die es benötigt. Weitere Formen der Offenstallhaltung  Neben der klassischen Offenstallhaltung gibt es mittlerweile noch weitere Abwandlungen, die das Leben deines Pferdes noch artgerechter gestalten sollen. 2 beliebte Formen des Offenstalls sind hier der Paddock Trail und der Aktiv- bzw. Bewegungsstall, auch als Laufstall für Pferde bekannt.  Paddock Trail Das Konzept des Paddock Trails oder auch „Paddock Paradise“ genannt, kommt ursprünglich vom amerikanischen Hufschmied Jamie Jackson. Er beobachtete jahrelang Wildpferde und war besonders angetan von ihrer beinahe perfekten Hufgesundheit. Sein Konzept Paddock Paradise besteht einfach gesagt aus einem Paddock, das eine Wanderroute für Pferde darstellt. Diese Wanderroute ist in Form eines Kreises aufgebaut und schafft verschiedene Bewegungsanreize, die dein Pferd zum Laufen animieren. Die Hauptbewegungsanreize, die dein Pferd auf diesem Weg erhält, sind verschiedene Futterstationen. In geringen Abständen werden beispielsweise Heuraufen, Heunetze und Futterkrippen angebracht, die dein Pferd nacheinander abläuft. Da Pferde von Natur aus sehr neugierige Tiere sind, werden sie nicht die ganze Zeit ruhig an nur einer Futterstelle stehen bleiben, sondern auch die anderen naheliegenden Stationen erkunden. Das hat den Vorteil, dass dein Pferd vergleichsweise kleinere Portionen zu sich nimmt und sich zwischen den einzelnen Fresseinheiten mehr bewegt, was das natürliche Fressverhalten unterstützt. Wasserstellen hingegen werden oft weiter auseinander platziert und liegen somit nicht direkt an den Futterstationen. Dies bringt dein Pferd dazu, weitere Strecken zurückzulegen und motiviert es hin- und herzulaufen. Oft werden auch Hindernisse, Spielsachen und Abkürzungen auf dem Paddock platziert, um den Trail noch interessanter für dein Pferd zu gestalten. Durch die vielen Stationen im Paddock Trail wird die Langeweile deines Pferdes minimiert und Verhaltensstörungen wie Koppen oder Weben vorgebeugt. Lebt dein Pferd in einer Herde und kann den Paddock Trail zusammen mit seinen Artgenossen ablaufen, fühlt es sich sogar noch wohler und ausgelassener. Als Hufschmied betonte Jackson außerdem noch, wie wichtig der richtige Paddockboden für die Hufgesundheit der Pferde sei. Im Idealfall solle der Paddock Trail aus verschiedenen Untergründen wie Sand, Kies, Beton, etc. bestehen, um die Hufbeschaffenheit eines Pferdes zu verbessern. Aktivstall Der größte Unterschied zwischen Aktivstall und Paddock Trail sind die moderneren, automatisierten Fütterungsprozesse. Pferde, die in einem Aktivstall leben, können sich hier mit Hilfe eines Chips, der beispielsweise als Fußband getragen wird, portionsweise ihr Futter abholen. Dies hat den großen Vorteil, dass man die Ration für jedes Pferd genau bestimmen kann. So können beispielsweise auch verschiedene Kraftfuttersorten in unterschiedlicher Menge gefüttert werden, was bei einer klassischen Krippenfütterung nicht so leicht umzusetzen wäre. Durch die automatisierte Fütterung kannst du deinem Pferd täglich auch mehrere kleine Portionen füttern. So unterstützt du das natürliche Fressverhalten und senkst gleichzeitig das Risiko auf eine fütterungsbedingte Kolik. Für dich als Pferdebesitzer hat dieser automatische Fütterungsprozess den großen Vorteil, dass du dein Pferd nun nicht mehrmals täglich selbst füttern musst, sondern es genügt, die einzelnen Futterautomaten aufzufüllen. Außerdem kannst du durch diesen automatischen Prozess genau nachverfolgen, welches Pferd wann und wie viel am Tag gefressen hat. Hierdurch lässt sich auch erkennen, welche Pferde vielleicht noch Probleme bei der Verwendung des Futterchips haben. Diese Pferde können dann individuell trainiert und gefördert werden. Auch für rangniedrige Pferde, die sonst Probleme haben, einen Platz an der Heuraufe zu ergattern, sind die vielen verschiedenen Futterplätze ideal, um in Ruhe fressen zu können. Genau wie der Paddock Trail bietet auch ein Aktivstall verschiedene Bewegungsanreize mit Fress-, Spiel-, Wasser-, und Liegestationen. So wird dein Pferd optimal beschäftigt und erhält zusätzliche Bewegung an der frischen Luft. Bewegungs-, bzw. Laufställe für Pferde werden mittlerweile mehr und mehr in größeren Reitbetrieben eingeführt, da sie eine artgerechte Pferdehaltung unterstützen. Allerdings ist die Installation eines Aktivstalls auch sehr kostspielig, weshalb sie nicht für jeden Pferdebesitzer in Frage kommen. Der Paddock Trail und auch der Aktivstall zeigen jedoch einen Nachteil gegenüber der gewöhnlichen Offenstallhaltung: Da die Fläche, auf der die Pferde sich im Paddock Trail und im Aktivstall aufhalten, für gewöhnlich viel größer ist als beim Offenstall, muss nun auch eine größere Fläche bewirtschaftet werden. Daher solltest du dir vor der Anschaffung eines Paddock Trails oder eines Aktivstalls Gedanken darübermachen, wie du diesen am besten pflegen und sauber halten kannst. Eine gepflegte Umgebung ist sehr wichtig für das Wohlbefinden deines Pferdes und sollte nicht vernachlässigt werden.   Der Einfluss auf die saisonale Weidehaltung  Auch wenn dein Pferd in einem klassischen Offenstall, Paddock Trail oder Aktivstall gehalten wird, sollte es natürlich seinen Bedürfnissen gerecht angeweidet werden. Dein Pferd sollte am Anfang der Weidesaison auf keinen Fall zu viel frisches Gras auf einmal bekommen, da dies seinen Verdauungstrakt durcheiner bringen könnte und so das Risiko für Koliken ansteigt. Idealerweise liegt dein Paddock Trail oder dein Laufstall direkt neben einer Pferdeweide. Dadurch kannst du den Zugang zur Weide ganz einfach durch Zäune, Tore, etc. regeln. Je nachdem, wie viel frisches Gras dein Pferd verträgt, kannst du den Zugang zur Weide täglich zeitlich begrenzen. Grenzt deine Pferdeweide nicht an dein Paddock, kannst du dein Pferd wie gehabt für eine bestimmte Zeit auf die Weide bringen. Achte in beiden Fällen allerdings darauf, die Fütterung deines Pferdes auf den aktuellen Weidegang anzupassen. Viele Pferde benötigen in dieser Zeit weniger Kraftfutter, da sie durch das frische Gras bereits mehr Energie aufnehmen. Grundsätzlich gehört – egal ob Boxenhaltung, klassischer Offenstall, Paddock Trail oder Aktivstall – zu einer artgerechten Pferdehaltung: Ausreichend Bewegung an der frischen Luft Genügend Tageslicht Kontakte zu anderen Pferden Ausreichend frisches Wasser Eine individuelle Fütterung mit ausreichend Raufutter Eine gepflegte Umgebung (Box, Offenstall, Paddock, Weide)
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Fütterung und Gesundheit
Energie im Futter für Freizeitpferde
Der Energiebedarf deines Pferdes ist ein sehr individueller Faktor. Er ist unter anderem abhängig von Trainingshäufigkeit, Trainingsdauer, Trainingsintensität, Alter und Gewicht. Freizeitpferde können ihren Grundenergiebedarf meistens schon durch eine Fütterung von ausreichend Raufutter und einem guten Mineralfutter decken. Anders als Hochleistungssportpferde, benötigen sie nicht immer die Zugabe eines Kraftfutters. Zu entscheiden, ob dein Freizeitpferd zur Deckung seines Energiebedarfs ein Kraftfutter benötigt, ist allerdings nicht immer einfach. Um diese Entscheidung treffen zu können, musst du zunächst den genauen Energiebedarf deines Pferdes bestimmen. Kennst du diesen Bedarf, kannst du das optimale Fütterungskonzept für dein Freizeitpferd wählen. Für die Gesundheit deines Pferdes ist es sehr wichtig, die richtige Menge an Energie zu füttern. Erhält es z.B. zu viel Energie, steigt das Risiko auf ernstzunehmende Wohlstandskrankheiten. Den Energiebedarf deines Freizeitpferdes bestimmen  Grundsätzlich hat ein 600 kg schweres Freizeitpferd, welches nur leicht gearbeitet wird, einen Energiebedarf von ca. 91 Mj vE (verdauliche Energie). Verständlicherweise wirst du dich nun vermutlich fragen:  Was genau definiert denn „leichte Arbeit“? Und welches ist dann jetzt das richtige Futter für mein Pferd? Als Antwort auf diese Fragen wurde der Pavo Energy Level Plan  entwickelt. Das Pavo Energy Level hilft dir, den individuellen Energiebedarf deines Freizeitpferdes zu bestimmen und zeigt dir zusätzlich, welche Futtersorten optimal für diesen Bedarf geeignet sind. Der Pavo Energy Level Plan besteht aus 3 Stufen: Energy Level Low Energy Level Medium Energy Level High Energy Level Medium und Energy Level High beziehen sich hauptsächlich die Trainingsintensität von Sportpferden. Für dich und dein Freizeitpferd ist jedoch besonders interessant herauszufinden, ob ihr auf Energy Level Low trainiert oder vielleicht sogar darunterliegt. Energy Level Low beschreibt leichte Arbeit und bedeutet wöchentlich mindestens 3-4 Trainingseinheiten mit durchschnittlich 30-60 Minuten pro Tag, davon ca. 48% Schritt, 48% Trab und 2% Galopp. Das Training umfasst alle bewussten Bewegungen, wie z.B. auch das Longieren oder das Spazierengehen. Ob du mit deinem Pferd auf Energy Level Low trainierst, kannst du ganz einfach anhand weniger Schritte bestimmen. Miss hierfür eine Woche lang, wie viele Minuten du dein Pferd im Schritt reitest, trabst und galoppierst. Teile diese Werte dann durch 7, um die durchschnittliche Trainingsdauer pro Tag zu erhalten. Rechnest du diese Minuten dann in Prozentzahlen um, kannst du sie einfach mit der Pavo Energy Level Übersicht vergleichen. Ein Wochentrainingsplan auf Energy Level Low könnte beispielsweise so aussehen: Vergleichst du nun die prozentuale Auswertung dieses Trainingsplans mit den prozentualen Angaben des Pavo Energy Level Plans, erfährst du, ob sie den Werten von Energy Level Low entsprechen. Mit einer durchschnittlich täglichen Trainingsdauer von 31,6 Minuten liegt dieser Trainingsplan knapp über der Mindesttrainingsdauer für Energy Level Low. Pferde, die auf diesem Niveau trainieren, haben einen leicht erhöhten Bedarf an Energie, welcher problemlos durch eine angepasste Fütterung gedeckt werden kann.   Trainierst du mit deinem Pferd weniger als in Energy Level Low angegeben? Dann hat es vermutlich auch keinen erhöhten Energiebedarf. Würdest du deinem Pferd nun zusätzlich ein Kraftfutter füttern, würde es mehr Energie erhalten, als es eigentlich benötigt. Je nach Höhe des Kalorienüberschusses, führt dies zu einem leichten bis starkem Übergewicht. Die zusätzlichen Kilos belasten dann die Gelenke deines Pferdes und steigern zudem das Risiko auf Krankheiten wie Hufrehe, EMS und Diabetes. Im Falle eines geringen Bedarfs genügt es demnach, dein Freizeitpferd mit ausreichend Raufutter und einem guten Mineralfutter zu versorgen, um seinen Energiebedarf zu decken. Möchtest du deinem Pferd doch ein kleines Extra in den Futtertrog legen, um beispielsweise Futterneid zu vermeiden, eignen sich sehr energiearme Müslis wie das Care4Life Kräutermüsli oder das EasyMix Müsli ohne Kräuter, die zudem kein Getreide und keine Melasse enthalten.   Du trainierst mit deinem Pferd intensiver, als in Energy Level Low angegeben? Dann sieh dir unseren Ratgeber „Energie im Futter für Sportpferde“ an, um das passende Futter für dein Pferd zu finden. Das passende Fütterungskonzept für dein Freizeitpferd Dein Freizeitpferd leistet leichte Arbeit auf Energy Level Low und hat somit einen geringen Energiebedarf. Damit dein Pferd nun durch sein Futter genau so viel Energie enthält, wie es benötigt, ist es wichtig, seine Futterration auf eine geringe Energiezufuhr auszulegen. Betrachte daher die gesamte Fütterung deines Freizeitpferdes, um das passende Fütterungskonzept wählen zu können.     Raufutter ist die Basis Eine ausreichende Fütterung von Raufutter ist essentiell wichtig für die Gesundheit aller Pferde. Die Futterration deines Freizeitpferdes sollte daher immer zu 70% bis 100% aus hochwertigem Raufutter bestehen. Durch das Kauen von Raufutter produziert dein Pferd Speichel. Dieser Speichel hilft nicht nur, das aufgenommene Futter in den Magen zu befördern, sondern neutralisiert zusätzlich den sauren Magensaft und fördert die Zufriedenheit. Dieser Prozess kann vorbeugend auf ernsthafte Magenprobleme, wie z.B. Magengeschwüre, wirken. Außerdem dienen die Ballaststoffe aus dem Raufutter den gesunden Bakterien im Dickdarm und Blinddarm deines Pferdes als Nahrung. Somit sorgt eine ausreichende Raufutterversorgung für eine gesunde Darmflora. Spare daher nie an Raufutter für dein Pferd, ganz gleich ob Freizeit- oder Sportpferd. Energiearmes Kraftfutter als Ergänzung Trainiert dein Pferd auf Energy Level Low, benötigt es neben dem Raufutter ein energiearmes Kraftfutter, welches seinen leicht erhöhten Bedarf deckt. Ein Blick auf die Nährstoffe zeigt dir, welche Futtersorten für dein Freizeitpferd geeignet sind: Geringer Eiweißgehalt: Pferde, die auf Energy Level Low trainieren, haben keinen erhöhten Bedarf an Eiweißen. Demnach eignen sich Futtersorten mit geringem Eiweißgehalt ideal für dein gesundes Freizeitpferd. Zählt dein Pferd jedoch bereits zu den Senioren, benötigt es zusätzliche Eiweiße für den Konditionserhalt. Hier eignen sich eiweißreiche Müslis, die speziell auf den Bedarf von älteren Pferden abgestimmt sind. Auch sehr dünne Pferde im Konditionsaufbau können von einer eiweißreichen Fütterung profitieren. Achte bei einer eiweißreichen Fütterung immer darauf, die Eiweißzufuhr an den individuellen Bedarf deines Pferdes anzupassen. Zu viel Eiweiß im Futter kann bei deinem Pferd Überschuss führen und die Nieren sowie die Leber belasten. Wenig Zucker und Stärke: Zucker und Stärke liefern schnell verfügbare Energie und sind daher vor allem im Futter für Spring- und Rennpferde relevant. Für dein Freizeitpferd genügt bereits ein zucker- und stärkearmes Pferdefutter, um seinen geringen Bedarf an Energie zu decken. Erhält dein Freizeitpferd zu viel Zucker und Stärke, kann dies seinen empfindlichen Verdauungstrakt sogar durcheinanderbringen und so Krankheiten wie z.B. Hufrehe begünstigen.   Wenig Fette und Öle: Fette und Öle erhöhen den Energieanteil im Pferdefutter und sind daher vor allem für Sportpferde relevant. Dein Freizeitpferd benötigt demnach kein Extra an Fetten und Ölen in seinem Futter. Einzig in besonderen Situation, wie z.B. dem Fellwechsel, kann es sinnvoll sein, dein Pferd mit einem Öl zu unterstützen. Bei einer Fütterung von Öl ist es generell sehr wichtig, eine Gesamtmenge von 500 ml pro Tag nicht zu überschreiten. Wird diese Menge langfristig überschritten, kann dies den Darm und die Leber deines Pferdes belasten. Der Pavo Energy Level Plan hilft Damit du nicht jede Kraftfuttersorte genau auf ihren Energiegehalt und ihre Inhaltsstoffe prüfen musst, wurde der Pavo Energy Level Plan entwickelt. Alle Pavo Kraftfuttersorten verfügen über abgebildete Sterne auf den einzelnen Futtersäcken, welche jeweils ein Energy Level repräsentieren.  Hierbei zeigt 1 Stern das Energy Level Low, 2 Sterne das Energy Level Medium und 3 Sterne das Energy Level High. Die Energiewerte basieren auf internationalen Richtlinien der NRC und CVB. Trainierst du mit deinem Pferd also auf Energy Level Low, eignen sich alle Futtersorten mit einem Stern auf dem Futtersack. Die Kraftfuttermenge kannst du einfach der Fütterungsempfehlung der einzelnen Sorten entnehmen. Fütterst du deinem Pferd weniger Kraftfutter pro Tag als der Hersteller empfiehlt, ist außerdem die Zugabe eines Mineralfutters wichtig, um es mit allen nötigen Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen.   Futterergänzungen bei erhöhtem Nährstoffbedarf Fellprobleme: Fellprobleme können dazu führen, dass der Nährstoffbedarf deines Pferdes ansteigt. Besonders der Fellwechsel verlangt gleich 2-mal im Jahr sehr viel Energie von deinem Pferd. Ergänzungsfuttermittel mit extra Vitaminen, wie z.B. Pavo MultiVit 15, können dein Freizeitpferd in dieser Phase mit hilfreichen Nährstoffen versorgen. Die enthaltenen Vitamine in Pavo MultiVit15 unterstützen zahlreiche Körperfunktionen deines Pferdes, sorgen für einen schnellen Fellwechsel und helfen bei einer strapazierten Haut.  Magen-Darm-Probleme: Pferde haben von Natur aus einen sehr empfindlichen Magen-Darm-Trakt.  Bekannte Probleme, wie z.B. Kotwasser und Durchfall, können bereits durch kleine Futterumstellungen, Stallwechsel oder Stress ausgelöst werden. Verdauungsprobleme sind generell auf ein Ungleichgewicht der Darmbakterien zurückzuführen. Um dieses Gleichgewicht wieder in Einklang zu bringen, eignen sich bestimmte Ergänzungsfuttermittel. Pavo GutHealth z.B. enthält pektinreiche Apfel- und Rübenschnitzel, sowie wertvolle Prä- und Probiotika. In Kombination mit weiteren hochwertigen Inhaltsstoffen, hilft Pavo GutHealth eine stabile Bakterienpopulation im Darm aufzubauen und so ein gesundes Verdauungssystem zu erhalten. Hufprobleme: Gerade im Sommer, wenn es draußen trockener wird, haben viele Pferde Probleme mit brüchigen Hufen. Um die Hufqualität zu verbessern, benötigt dein Pferd zusätzlich zu einer entsprechenden Hufpflege wichtige Nährstoffe. Futterergänzungen können in diesem Fall die Lösung sein. Pavo BiotinForte enthält zusätzlich zu Biotin außerdem Kupfer, Zink und wichtige Aminosäuren, die eine optimale Hufqualität unterstützen. Auch das Fell deines Pferdes aus profitiert von dieser wertvollen Nährstoffkombination.  
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